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Freitag, 22. September 2017

Update

22.09.17 - Neue Reviews und letzter Bericht zum FFF Online


- FFF Bericht letzter Tag

- 47 Meters Down (FFF 2017 Spezial)

47 Meters Down Review




FFF 2017 Spezial


47 Meters Down

Story:

Haibeobachtung im Käfig. Zwei Schwestern lassen sich diese Touristenattraktion nicht entgehen. Dumm nur, als das Kabel reist und der Käfig in die Tiefe gleitet. Sauerstoff ist nur limitiert verfügbar und im Gebiet wimmelt es von Haien…

Meine Meinung:

Auf 47 Meters Down, mein letzter Film an meiner ersten Fantasy Film Fest Erfahrung (das Filmfest läuft noch paar Tage), hätte ich gut zugusten einer früheren Heimreise in die Schweiz verzichten können.

Den Film kann man einmal schauen, aber mehr nicht. Die Figurenzeichnungen sind 08/15 klischeehaft, Haie kommen über die ganze Laufzeit verteilt nur wenig vor (und dazu noch sichtbar alles CGI Tiere) und die Handlungen und Entscheide, welche die zwei Mädels immer wieder treffen, sind unglaubwürdig und nervend. Wenn ich Sauerstoff sparen müsste, würde ich mich ruhig verhalten - und nicht über die Beziehungsprobleme sprechen und somit Sauerstoff verbrauchen...

Der Film bietet hier und da einige interessante Aspekte, welche Angst auslösen können. Isloiert sein. Auf sich allein gestellt sein. Unwissenheit. Es gibt mehr Gefahren als nur Haie unter Wasser - und zumindest das wurde im Film in einigen Szenen auch schön stimmungsvoll und zumindest auch in einer Szene spannend umgesetzt. 

Das wenige Positive macht den Film aber auch nicht besser, so dass ich 47 Meters Down nicht wirklich empfehlen kann. Da der Low-Budget Film in den USA sehr erfolgreich war, wurde eine Fortsetzung bereits angekündigt (welche wahrscheinlich auch ein höheres Budget haben dürfte). 

Ich denke, die Fortsetzung werde ich mir nicht ansehen...

Infos:

O: 47 Meters Down

Dominikanische Republik, Großbritannien, USA 2017

R: Johannes Roberts

D: Matthew Modine, Mandy Moore, Claire Holt, Yani Gellman, Chris Johnson

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 89 Min.

Gesehen am: Fantasy Film Fest 2017 (Sept. 2017)

Fassungen: Gesehen am Fantasy Film Fest 2017. US DVD / Blu Ray erscheint Ende Sept. dieses Monats. In Deutschland noch nicht angekündigt (Stand: Sept. 2017).

FFF letzter Tag Bericht

Letzter Tag

Heute hiess es: Check Out! Und zwar um 11.00 Uhr. D.h. vorher aufstehen, duschen, packen, Reviews von gestern schreiben. 

Danach ausgecheckt, Taxi Standorte gesucht, Kaffee getrunken und zum Abschluss vor dem letzten FFF Film nochmals Fleisch essen gegangen - diesmal Filet und 350g. Beilagen, Trinken und Dessert wie paar Tage zuvor - das Fleisch war sehr gut. Restaurant heisst: Maredo. 



Danach den ersten Film am heutigen Tag geschaut - man konnte schon gut 30 Min. vor Beginn ins Kino. Es hatte nur wenig Publikum was sicherlich der frühen Laufzeit (14.30 Uhr) geschuldet war und auch weil der Film schon lief - es handelte sich um eine Wiederholung.

Den Film hätte ich auch auslassen und früher nachhause fliegen können. Nichts verpasst. Danach ging es via Taxi zum Flughafen. Der Taxifahrer, ein alter, pensionierter Berliner, zeigte sich sehr gesprächig. Sympathischer Kerl gewesen.

Ich konnte nicht abschätzen wie lange es zum Flughafen dauert - Berlin ist gross, der Flughafen nicht zentral gelegen, es herrschte bereits Feierabendverkehr. Trotzdem war ich recht schnell und günstig im Flughafen (Weg damals zum Hotel war länger und teurer).

Ich konnte nach langem Anstehen mit dem Ticket noch nicht durch die Sicherheitskontrollen, was mühsam war. Viel warten - wie ich Flughäfen und Fliegen hasse. Ich denke, nächstes Jahr komme ich mit dem Zug und steuere Frankfurt an anstatt Berlin und fliegen. Drei Stunden hat man bis Frankfurt, rechnet man die Zeit ein, welche man vor und nach einem Flug verschwendet, kommt es aufs gleiche aus. Nur dass es gemütlicher ist und man nicht abstürzten kann. Oder Nachtzug nach Berlin, was im Moment bis 07.10.17 nicht geht da Gleisarbeiten der SBB.

Ich kam trotzdem bisschen früher in Bern an als geplant. Anstatt den 00.04 Uhr Zug schaffte ich es auf den 23.17 Uhr Zug mit einmal umsteigen, warten und Verspätung wegen Bauarbeiten. Von Bern musste auch mit Taxi nach Hause. Halben Tag warten, warten und nochmal warten. Ich kam erst spät zu Hause an - und morgen ist bereits Arbeit wieder angesagt...

Fazit FFF

Hat mir gut gefallen. Mit den Filmen hatte ich etwas Pech. Drei Titel der ca. 15 Filme schaffen es auf meine Wunschliste. Was mir am FFF gefallen hat: wenn man die ganze Zeit über Frei hat kann man ALLE Filme schauen gehen. Das wären über 50 Filme gewesen.  Die Zuschauer nerven nicht. Günstiger als das NIFFF. Viel besser organisiert, keine Pannen, keine Verspätungen, keine grossen Ansprachen. Kino hat eine hervorragende Qualität.

Was schade ist aber verschmerzbar: kaum Festivalcharakter, kaum Gäste. Keine spezifischen Retroperspektiven. Genre mässig weitaus weniger weit gefächert als das, was das NIFFF immer anbietet, welches zudem viel mehr Filme zeigt, und in Neuchatel mit einem schönen See aufwarten kann.

2018 werde ich versuchen das NIFFF und FFF (diesmal komplett = wären über 50 Filme) zu besuchen! Ggf. eben in Frankfurt - oder wenn wieder Berlin, dann mit Nachtzug. Und in Berlin würde ich ein etwas moderneres Hotel buchen - habe gesehen dass es in der Gegend noch welche hätte, welche dann sicherlich auch etwas teurer wären. Das jetztige war okay, aber doch ein bisschen zu alt und schmuddelig (aber absolut ausreichend und halt auch sehr günstig).

Folgende Filme landen auf der Wunschliste:

- Shock Wave
- It Comes At Night
- I Remember You

Donnerstag, 21. September 2017

Update

21.09.17 - Neuer FFF Bericht und neue Reviews



- FFF vorletzter Tag Bericht


- Game Of Death (FFF 2017 Spezial)

- I Remember You (FFF 2017 Spezial)

- Psychopaths (FFF 2017 Spezial)

Psychopaths Review




FFF 2017 Spezial


Psychopaths

Story:

Die Hinrichtung eines Mörders ruft in einer Stadt vier Psychopathen und Serienkiller auf den Plan, welche die örtliche Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen…

Meine Meinung:

Der Regisseur vom Carnage Park, der letztes Jahr auch am FFF und am NIFFF lief, bringt mit Psychopaths einen Film auf die Leinwand, in welchem diverse Serienkiller die Helden sind. Ihr tun wird glorifiziert. Sie alle scheinen einem Killer, der eben gerade hingerichtet wurde, zu huldigen.

Der Film erzählt kaum eine lineare Handlung, einen richtigen Inhalt gibt es nicht wirklich und den Film teilweise als Film-Noir und/oder Natural Born Killers Hommage verstanden zu wissen, kommt billig kopiert und schwach daher.

Der Film ist, obwohl eine kurze Laufzeit habend, sehr langweilig. Die Figuren und deren Schicksale gehen einem am Arsch vorbei. In einigen Szenen ist der Film sehr brutal, in anderen jedoch kaum explizit und der meiste Gore findet im Off Screen Bereich statt. So werden auch Splatterfreaks nicht auf ihre Kosten kommen.

Vor allem die pseudo-coolen und philosophischen Sprüche des langweilig wirkenden Sprechers haben genervt wie auch immer wieder das Zeigen des Killers, der zu Beginn des Filmes hingerichtet wird, aber dennoch unbewusst für Angst und Schrecken sorgen kann (auch nicht neu - siehe Filme wie Shocker oder The Horror Show).

Und von den unterschiedlichen Killern konnte auch nur einer überzeugend (und der seltsame Cop war auch noch gut), so dass der Film auch in dieser Hinsicht den Zuschauer nicht positiv zurücklässt. So wundert es auch nicht, dass einige Zuschauer die Vorstellung angesichts des Schlechtseins verlassen haben. Hätte wohlmöglich als Kurzfilm besser funktioniert - aber nicht als Spielfilm mit normaler Laufzeit...

Fazit: Carnage Park war deutlich besser - und schon dieser reichte nicht aus, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Nehmt diese Warnung ernst...

Infos:

O: Psychopaths

USA 2017

R: Mickey Keating

D: Ashley Bell, James Landry Hébert, Mark Kassen, Angela Trimbur, Larry Fessenden, Sam Zimmerman

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Fantasy Film Fest 2017 (Sept. 2017)

Fassungen: Gesehen am Fantasy Film Fest 2017. Es ist noch keine DVD / Blu Ray angekündigt (Stand: Sept. 2017).

I Remember You Review




FFF 2017 Spezial


I Remember You

Story:

Ein Psychologe und eine Polizistin arbeiten an einem mysteriösen Fall, in welchem den Opfern Kreuze in die Rücken geritzt wurden. Es besteht zwischen den Opfern einen Zusammenhang. Zudem erhärtet sich der Verdacht, dass der Fall etwas mit dem Verschwinden des Sohnes vom Psychologen vor einigen Jahren zu tun haben muss. An einem abgelegenen Ort (verlassenes Dörfchen) wollen ein Pärchen und eine Freundin ein schönes Wochenende verbringen - doch es läuft alles anders als erwartet... 

Meine Meinung:

Auf diesen Film habe ich mich sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht: der isländische Film überzeugt durch eine spannende, mysteriöse Geistergeschichte, welche in einem Krimi erzählt wird.

Es laufen parallel zwei Geschichten ab, welche am Ende zusammen kommen - plus das Verschwinden des Sohnes welches auch mit dem Fall zusammen hängt. Das ganze ist spannend und rätselhaft in Szene gesetzt. Wer gerne Krimis schaut aber sich auch gerne gruseln lassen will (Geisterfilme), macht mit dem Streifen alles richtig.

Es gibt unheimliche, stimmungsvolle Bilder, welche einem einen kalten Schauer den Rücken runterjagen, aber auch einige wenige tolle Jump-Scares, welches richtig gut gelungen sind. Vor allem das verlassene Dörfchen wirkte sehr unheimlich und bot diesbezüglich eine tolle Kulisse. Allgemein gibt es viel vom vielfältigen Island zu sehen - ein tolles Land mit vielen schönen und stimmungsvollen Orten. Viel Natur, welche perfekt in diese Geistergeschichte passt.

Die Darsteller sind mir unbekannt, aber glaubhaft und sympathisch (vor allem der Psychologe und die Polizisten geben ein passendes Duo ab). Die Figuren, auch die Kinder, haben gut gespielt und waren überzeugend.

Alles in allem ein sehr schöner Genre-Beitrag, der es bei mir locker auf die Wunschliste schafft und bisher der spannendste und gruseligste Beitrag am diesjährigen FFF (die fünf Tage betreffend an denen ich anwesend war).

Infos:

O: I Remember You

Island 2017

R: Óskar Thór Axelsson

D: Jóhannes Haukur Jóhannesson, Þorvaldur Davíð Kristjánsson, Ágústa Eva Erlendsdóttir, Anna Gunndís Guðmundsdóttir, Sara Dögg Ásgeirsdóttir

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 100 Min.

Gesehen am: Fantasy Film Fest 2017

Fassungen: Gesehen am Fantasy Film Fest in der OV mit englischen Subs. Soll in Deutschland Anfang 2018 von Concorde auf DVD und Blu Ray erscheinen.

Game Of Death Review




FFF 2017 Spezial


Game Of Death

Story:

Ein mysteriöses Spiel zwingt eine Gruppe von Jugendlichen Menschen zu töten – um selbst nicht sterben zu müssen…

Meine Meinung:

Game Of Death war besser als erwartet. Sieben zugegeben nervende aber extra überzeichnet dargestellte Jugendliche finden das Game Of Death. Sie spielen es. Nun müssen sie 24 Menschen töten - um selbst am Leben zu bleiben. Wenn nicht, wird jedem einzelnen von ihnen der Kopf anschwellen bis er explodiert. Töte - um nicht selbst sterben zu müssen.

Das ist die originelle und amüsante Idee des teilweise videospielartigen Filmes - der hier und da auch viele Retro Effekte (Game Einschnitte, Vorspänne, Töne und Klänge) in den Film bringt inklusive einiger netter Splattereffekte. Von den bisherigen Filmen, welche ich am FFF sah, bisher der deutlich blutigste Film.

Die Figuren machen eine Wandlung durch, werden ernster, philosophieren gar über Moral, Recht und Unrecht, Leben und Tod. Pluspunkte. Zudem gibt es einiges an schwarzem, makabren Humor und politisch unkorrekten Szenen (am Ende ein Massaker in einer Palliativstation!).

Kein Film den ich kaufen muss - aber doch: originell, amüsant, kurzweilig. Ein Film der für seine kurze Laufzeit von nicht Mal 80 Minuten viel Spass und Unterhaltung garantiert.

PS: Der Sprecher am FFF sagte, dass die Glück hatten den Film am FFF zeigen zu dürfen da der Film ausschliesslich für Mobiltelefone gemacht wurde und nicht für Streamingdienste, Video/DVD/Blu Ray und nicht fürs Kino.

Kann ich nicht recht glauben. Wenn ich im Internet schaue lief der Film auch in vielen anderen Kinos (weltweit) und die Produzenten (u.a. Blackpills) haben die Verleihrechte weltweit für alle Medien. Daher kann es sich nur um eine fehlerhafte Info halten, welche dem FFF kommuniziert wurde. Und Mal ehrlich: würde ein Film rentieren, denn man sich nur auf dem Handy anschauen dürfte? Ich denke nicht!

Infos:

O: Game Of Death

Frankreich, Kanada, USA 2017

R: Laurence Baz Morais, Sébastien Landry

D: Sam Earle, Victoria Diamond, Emelia Hellman, Catherine Saindon, Erniel Baez D, Nick Serino, Thomas Vallieres

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 73 Min.

Gesehen am: Fantasy Film Fest 2017 (Sept. 2017)

Fassungen: Gesehen am Fantasy Film Fest 2017. Es ist noch keine DVD / Blu Ray angekündigt (Stand: Sept. 2017).

FFF Bericht vorletzter Tag

Am vorletzten Tag standen erneut vier Filme auf dem Programm. Es war ein müder Tag. Ich schlief sehr lange, fühlte mich auch später müde.
Zum Frühstück / Mittagessen habe ich mir mehrfach eine ungarische Gulaschsuppe bestellt - in einem kroatischen Restaurant direkt neben dem Hotel. Ich hatte noch nicht gross Hunger, da ich gestern für meine Verhältnisse viel ass und heue lange geschlafen habe. Die Suppe war ausgezeichnet.

Ich überlegte mir kurz, ob ich mir am Potsdamer Platz die Salvador Dali Ausstellung anschauen gehen soll, da lange Zeit bis der erste Film beginnt. Idee verworfen. Geld gespart.

Dann der Schreck: als ich am Kino ankam merkte ich, dass der erste Film bereits seit einer Stunde lief. Ich hatte mich in der Zeit geirrt. Das ist auch er Grund, warum es kein Review zu Land Of The Little People gibt. Da nicht gesehen, verpasst.

Also nur drei Reviews. Game Of Death war erfrischend und besser als erwartet. Psychopaths war ein Haufen Mist und I Remember You der dritte Film, welcher an diesem FFF auf meine Wunschliste landen wird. Schön stimmungsvoll-unheimliche Krimigeschichte aus Island! Film war, was Besucher anging, ähnlich wie am Tag zuvor It Comes At Night, sehr voll. Zu recht.

Danach ging es ins Hotel - möglichst schnell ins Bett da ich am nächsten Tag bereits am Vormittag das Hotel verlassen muss (Check Out).

Mittwoch, 20. September 2017

Update

20.09.17 - Neuer FFF Bericht und neue Reviews




- FFF Tag 3 Bericht


- Replace (FFF 2017 Spezial)

- It Comes At Night (FFF 2017 Spezial)

- Fashionista (FFF 2017 Spezial)



Fashionista Review




FFF 2017 Spezial


Fashionista

Story:

April (Amanda Fuller) trennt sich von ihrem Ehemann, der eine Affäre hat. Sichtlich davon verstört und traumatisiert lernt sie einen reichen Playboy kennen, mit welchem sie sich vergnügt. Doch das wird bald zu einer Besessenheit mit ungesunden Folgen…

Meine Meinung:

Von diesem FFF Beitrag habe ich von Beginn an nicht viel erwartet, da mir die Namen der Beteiligten nichts sagen und ich auch das Cover / Inhalt wenig ansprechend fand.

Aber man kann sich ja auch irren - vielleicht auch ich zu meiner voreingenommenen Aussage bezüglich Fashionista?

Leider nicht - wobei der Film nicht schlecht sondern nur durchschnittlich geworden ist. Die erste Hälfte war aber hart auszustehen - weil man nicht wusste, in welche Richtung der Film genau steuert. Es gab definitiv Längen. Nach und nach macht sich eine Handlung breit - nachdem April Eric verlassen hat gerät sie in die Hände eines reichen Playboys, welcher sie für seine perversen Spiele benutzen will. Derweil kommen sich April und Eric wieder näher, Eric beendet seine Affäre und beide wollen es nochmals versuchen.

Doch der reiche Playboy (schön fies gespielt) will April nicht einfach so gehen lassen mit tödlichen Folgen. Weiterhin spielen die Findung der eigenen Identität, Paranoia und Suchtthemen auch eine grosse Rolle in dem Film. So gesehen gelingt es der zweiten Hälfte des Filmes tatsächlich so was wie Spannung zu generieren und man fiebert mit April und Eric mit - welche eigentlich ein sympathisches Paar abgeben und zueinander zu passen scheinen (inklusive vieler Filmposter in der Wohnung wie z.B. Tenebre, Max Mad, Hard Boiled, Inferno, Andy Warhols Dracula etc.) und beide auch sehr stark agieren. Mir sind sie nicht bekannt, ebenso wenig wie der Englische Regisseur des Filmes und andere Werke, welche von ihm schon am Fantasy Film Fest gelaufen sind. Das liegt aber auch daran, dass es sich um einen Indie-Film bzw. Regisseur handelt und ich mich nicht als grossen Indie-Fan betiteln würde und dementsprechend in dieser Szene auch nicht auskenne.

Fazit: Schräges Drama - welches leider zu lange braucht, um Spannung zu generieren und eine gradlinige Story aufzubauen. Für Indie-Fans und Fans des Regisseurs jedoch sicherlich zu empfehlen. Alle anderen sollten sich zweimal überlegen, den Film anzusehen...

Infos:

O: Fashionista

USA 2016

R: Simon Rumley

D: Amanda Fuller, Ethan Embry, Eric Balfour, Alex Essoe, Devin Bonnée, Alexandria DeBerry, Jemma Evans

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 110 Min.

Gesehen am: Fantasy Film Fest 2017 (Sept.)

Fassungen: Gesehen am Fantasy Film Fest 2017. Gibt es bisher noch nicht auf DVD / Blu Ray (Stand: Sept. 2017).

It Comes At Night Review




FFF 2017 Spezial



It Comes At Night

Story:

Ein Virus bedroht die Menschheit. Daher hat sich Familienvater Paul mit seiner Familie in einer Hütte im Wald, einsam und abgelegen, zurückgezogen, wo sie nach strengen Regeln leben. Doch ob sie das vor dem Virus und seinen Trägern retten wird?

Meine Meinung:

Auf It Comes At Night habe ich mich im Vorfeld gefreut und so überrascht es nicht, dass der Film den besten Film des dritten FFF Tages darstellt und nach Shock Wave auf der Wunschliste landet.

Der Film erzählt zwar keine neue Geschichte, trotzdem weiss man als Zuschauer nicht, was genau passieren wird. Kommt das Virus? Kommen infizierte Tiere? Infizierte Menschen? Zombies oder Monster? Was hat es mit dem Einbrecher auf sich? Lüget er? Sagt er die Wahrheit? Was hat es mit den ständigen Alpträumen des Sohnes auf sich? Wer hat am Ende die Türe geöffnet? Sind sie infiziert oder nicht?

Der Film bietet Raum für Interpretationen und nur schon deshalb freue ich mich auf eine Zweitsichtung. Die weiteren Stärken des Filmes sind: Spannende Story (nicht im Sinne von schreckhaft), intensiv dichte und unheimliche Bilder die sehr stimmungsvoll wirken (vor allem auch die Alptraumszenen), glaubhafte Darsteller, bekannte Grundthemen (eingeschlossen sein, Paranoia, Differenzen untereinander à la die Menschengruppen aus Night Of The Living Dead oder Day Of The Dead betreffend) die im phantastischen Genre wieder und wieder zu überzeugen vermögen - egal wie oft sie erzählt werden (analog zum Schüler Meister Rache Thema im Old School Eastern Genre).

Unheimlicher und stimmungsvoller Film, der sich langsam quälerisch aufbaut. Man sollte daher nicht viel Action erwarten, sonst wird man enttäuscht. Dafür gibt es viel Stimmung und tolle Bilder - diese im Kino erlebt zu haben war eine schöne Erfahrung.

Fazit: perfekter Film, um an einem Fantasy Film Fest gesehen zu haben.

Infos:

O: It Comes At Night

USA 2017

R: Trey Edward Shults

D: Joel Edgerton, Riley Keough, Kelvin Harrison Jr., Christopher Abbott, Carmen Ejogo

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 91 Min.

Gesehen am: Fantasy Film Fest 2017 (Sept. 2017)

Fassungen: Gesehen am Fantasy Film Fest 2017. Soll im Nov. dieses Jahres in England und Frankreich auf Blu Ray erscheinen. Eine dt. Version ist bisher noch nicht angekündigt. Film soll Anfang 2018 in Deutschland regulär in die Kinos kommen durch Universum Film. Deshalb hatte die FFF Fassung zum O-Ton auch schon dt. Subs.  (Stand: Sept. 2017).

Replace Review




FFF 2017 Spezial


Replace

Story:

Kira (Rebecca Forsythe) leidet an einer speziellen, unbekannten Hauterkrankung. Diese ist zudem mit Gedächtnisverlust gekoppelt. Sie sucht Hilfe bei einer Spezialistin (Barbara Crampton). Doch dessen Hilfe und Medikamente wirken Kira zu langsam. Kira findet heraus, dass Haut von anderen Menschen helfen kann, ihre Defekte zu heilen. Also sorgt sie dafür, in den Besitz von Menschenhaut zu gelangen. Doch die Heilung hält immer nur kurz an...

Meine Meinung:

Auf Replace habe ich mich im Vorfeld gefreut. Grund: Titel, Inhalt, Bodyhorror und mitten drin Re-Animator und From Beyond Star Barbara Crampton als Ärztin (und echtes Miststück).

Der Film ist leider nur durchschnittlich geworden und eines Kaufes unwürdig. Der Film und sein Inszenierungsstil haben mir zunächst nicht zugesagt. Man ist leicht durcheinander und irritiert - wie die Hauptfigur im Film. Vor allem sind einige inhaltliche Szenen arg unglaubwürdig - gerade wenn es darum geht, wenn Kira Menschenhaut bzw. Opfer sucht und diese findet. In einigen Szenen ist dies nicht wirklich realistisch in Szene gesetzt (Leichenkammer, Disco WC). Der Film kam mir teilweise auch zu gewollt auf Arthouse getrimmt vor.

Und auch der Verhalten der Figuren ist manchmal störend und nervend. Soundtechnisch und von den Effekten her ist der Film toll geworden. Hypnotisch. Inhaltlich hat der Film, zwar spät aber immerhin, paar Überraschungen parat, welche dem Film Pluspunkte geben und ihn besser machen, als er ohne diese wären. Gegen Ende wird es besser und besser und es fliessen unverkennbar Mad Scientist Motive in den Film (und Barbara Crampton macht in diesen Szenen einen absolut tollen Job).

So kann man Replace gut einmal ansehen, aber mir persönlich hat er zu wenig gut gefallen, um einen Film für die Sammlung darzustellen. Die Figuren waren mir zu wenig sympathisch, die Story zunächst zu lahm und zu wenig packend und einige Szenen, wie gesagt, unglaubwürdig...

Infos:

O: Replace

Deutschland, Kanada 2017

R: Norbert Keil

D: Rebecca Forsythe, Lucie Aron, Barbara Crampton, Sean Knopp, Adnan Maral

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 101 Min.

Gesehen am: Fantasy Film Fest 2017 (Sept.)

Fassungen: In der OV am Fantasy Film Fest 2017 gesehen. Noch nicht auf DVD / Blu Ray angekündigt (Stand: Sept. 2017).

FFF Tag 3 Bericht

Am dritten Tag stand ich ungewöhnlich früh auf.

Das Schreiben der Reviews ging heute mit dem neuen Tablett flott. Obwohl ich diese Nacht phasenweise die Musik und das Gekreische vom Strip Club, der neben dem Hotel liegt, gehört habe (wobei nur kurz und einmalig), habe ich gut geschlafen. Auch keine Mücken - nachdem ich am Abend zwei Stück und am Abend davon ein Stück eliminiert habe.

Ich war also früh fertig mit Reviews schreiben und ging kurz nach 11.00 Uhr Mittagessen (eigentlich Morgenessen). Chinesisch. Ente. War gut - aber halt wie das Chinesisch ausserhalb der asiatischen Ländern ist - 08/15 Standard und nicht wirklich wie es in China oder Hong Kong ist.

Ich hatte viel Zeit - der erste Film startete auch wieder um ca. 16.00 Uhr. Irgendwie hatte ich Pech - alle früheren Vorführungen kannte ich schon vom NIFFF her (The Autopsy Of Jane Doe, Super Dark Times, The Mermaid).

Also lief ich die Potsdamer Strasse etwas länger in die andere Richtung und kam immerhin bis zum Potsdamer Platz - sehr touristisch und nicht wirklich spektakulär. Dort Kaffee getrunken, dann im Hotel etwas erholt, Mücken Spray gekauft und dann ging es in den ersten Film.

Dieser war okay - aber kein Film denn ich kaufen werde. Danach hatte ich Pause - da ich Colossal nicht schauen ging - der wäre auch am NIFFF gelaufen und liess ich schon dort aus, da nicht mein Interesse treffend. Ich hatte also lange Pause und ging vor Ort in ein nettes Restaurant Fleisch essen - war wirklich fein.




Danach kurz ins Hotel erholen, um Power zu tanken für die nächsten zwei Filme. Von denen wandert immerhin It Comes At Night auf die Wunschliste, da sehr stimmungsvoll. Der Film soll Anfang 2018 auch in Deutschland regulär in den Kinos starten, so dass die FFF Fassung O-Ton und dt. Sub hatte.
Der letzte Film landet nicht auf der Wunschliste.

Dienstag, 19. September 2017

Update

19.09.17 - Neuer FFF Bericht und neue Reviews



- FFF Tag 2 Bericht


- Shock Wave (FFF 2017 Spezial)

- Rendel (FFF 2017 Spezial)

- Killing Ground (FFF 2017 Spezial)

- M.F.A. (FFF 2017 Spezial)

FFF Tag 2 Bericht

Ich schlief nach dem ersten Tag gut. Die vielen negativen Meinungen zum Hotel, vor allem von Deutschen selbst, konnte ich nicht bestätigen. Mein Zimmer liegt zur Strasse, man hört den Strassenlärm, was ich jedoch mag und beruhigend finde bzw. dies stört mich beim Schlafen nicht (Baum mit Vogelgezwitscher oder Kindergarten wäre viel schlimmer gewesen). Reviews werde ich nicht hier Online stellen, da das Programm mit dem billigen Notebook sehr oft abstürzt (Nachtrag: später noch getestet, muss teilweise zwischen Tastatur und Tablett Version wechseln, dann geht es, aber mühsam). Nach dem späten Aufstehen musste ich unbedingt was essen und trinken gehen - gestern habe ich nämlich kaum getrunken und noch weniger gegessen. Ich habe die Potsdamer Strasse ausgekundschaftet und sah viele Läden, Restaurants und Cafés. Nach mehreren Kaffees (und lesen eines Edward Lee Buches) zog es mich zum FFF Kino. Dort habe ich auch ein wenig die Gegend angeschaut und um 12.30 Uhr zu Mittag gegessen. Das Wetter ist wechselhaft - wenn die Sonne scheint recht warm, wenn bewölkt und windig fast zu kalt. Aber immerhin soll es bis und mit Donnerstag nicht regnen. Der erste Film startet erst um 16.15 Uhr. Ich werde etwa 1h-30 Min. vorher da sein und ggf. schon anstehen und Kaffee trinken, damit ich heute andere Sitzplätze testen kann. Der erste Film des heutigen Tages, The Autopsy Of Jane Doe, lasse ich aus, da schon am NIFFF gesehen. So zog es mich nach vielem Laufen, Lesen und Trinken kurz ins Hotel zurück zum Ausruhen. Die vier Filme waren allesamt gut bis sehr gut. Shock Wave wird in die Sammlung aufgenommen, die anderen drei Titel nicht. Ich konnte nun gute Sitzplätze ergattern - aber nachdem eine Vorstellung zu Ende war ging es bereits zum Anstehen zum nächsten Film - kaum Pause was ich auch merkte. War müde. Nur zwischen Film Nr. 3 und 4. hatte ich ca. 30 Minuten, wo ich nochmals was essen gehen konnte. Muss unbedingt mehr Trinken in Flaschen kaufen und/oder Sandwiches für einen solchen Notfall...im Kino gibt es leider wie in der Schweiz üblich, keine Plastikflaschen zu kaufen - nur Glasflaschen und dazu Gläser welche man auch zurückbringen muss. Umständlich - bin ich zu faul für...Es gab nur bei Rendel eine Vorstellung auf der Bühne, da Gäste anwesend waren und danach eine Frage/Antwort Runde, an welcher ich nicht teilnahm. Die anderen Filme liefen ohne Vorstellung. Nach zwei Tage kann ich sagen: deutlich besser organisiert als das NIFFF. Keine Pannen oder Verspätungen.

M.F.A. Review




FFF 2017 Spezial


M.F.A.

Story:

Eine Kunststudentin wird vergewaltigt. Der versehentliche Mord an ihrem Vergewaltiger geht an der Kunststudentin nicht spurlos vorbei. Nun macht sie es sich zur Aufgabe, auch andere Vergewaltiger zu bestrafen…

Meine Meinung:

Rape & Revenge Streifen der anderen Art. Habe ich nicht sonderlich viel erwartet, hat mir aber besser gefallen als ich es erwartet habe.

Der Film nimmt sich Selbstjustiz zum Thema, welches ich im Film, sofern es die richtigen betrifft, immer gerne sehe (Death Wish, Death Sentence, The Punisher). Und der Film war diesbezüglich überzeugend und dramatisch in Szene gesetzt, ohne zu übertrieben oder unrealistisch zu wirken.

So ist die Recherche, Durchführung der Morde und der Wandel der Hauptfigur glaubhaft, dramatisch und spannend anzusehen. Die Hauptrolle spielt übrigens Francesca Eastwood, die Tochter des legendären Clint Eastwood. Und sie spielt absolut stark, so dass der Film nur schon fast durch sie getragen wird. Zudem ist sie eine hübsche Frau, welche ihre Reize und sich in der Geschichte einzusetzen weiss. Perfekte Besetzung für diese Rolle.

Das dramatische aber irgendwie auch schöne Endes des Filmes (sie weiss was auf sie zukommt, die Polizei hält sich zurück damit sie ihren Abschluss bekommt) hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: Kein Film für die Sammlung, aber ein durch und durch guter Film den man sich gut einmal ansehen kann und gut unterhalten wird.

Infos:

O: M.F.A.

USA 2017

R: Natalia Leite

D: Francesca Eastwood, Clifton Collins Jr, Leah McKendrick , Marlon Young, David Sullivan, Michael Welch, Peter Vack

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 95 Min.

Gesehen am: Fantasy Film Fest 2017 (Sept.)

Fassungen: Gesehen in der OV am Fantasy Film Fest. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray (Stand: Sept. 2017).

Killing Ground Review




FFF 2017 Spezial


Killing Ground

Story:

Ein Pärchen im australischen Outback auf dem Weg zu einem See. Dort planen sie zu campen und ihr Zelt aufzuschlagen. Doch sie sind nicht alleine – es steht schon ein Zelt dort – vom Besitzer jedoch fehlt jede Spur…

Meine Meinung:

Von diesem australischen Film habe ich mehr erwartet als von den anderen Titeln an diesem FFF Tag. Trotzdem versuchte ich meine Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben.

Australien hat schon immer tolle Genre Filme gedreht, welche vor allem durch ihre Landschaften zu überzeugen vermochten - man denke da nur an Filme wie Mad Max, Long Weekend, Wake In Fright, Mad Dog Morgan oder Wolf Creek 1 + 2.

Der Film war dann auch alles andere als schlecht. Der Film nimmt sich Zeit, führt die Figuren gut ein, so dass diese einem sympathisch sind. Der Film stellt hartes Backwood- bzw. Terrorkino dar mit einigen wirklich unschönen Szenen und Gefühlseinlagen, auch wenn einige Handlungen nicht gezeigt werden. Aber die Fantasie ist manchmal grauenhafter als der beste Splattereffekt...(was mit der Familie passiert inklusive Baby und der 16jährigen Tochter).

Die Bösewichte waren leider etwas weniger gut gezeichnet als die Guten. Das wurde z.B. in Wolf Creek besser umgesetzt. Aber sie agierten trotzdem gut, da hübsch unmenschlich. Der jüngere Bruder scheint auch nicht der hellste und unter dem Einfluss seines älteren Bruders zu stehen - ein Merkmal, welches man im Genre oft sieht (Last House On The Left und David Hess als Bruder der das sagen hat oder der kognitiv eingeschränkte in I Spit On Your Grave).

Dies soll oft Taten verharmlosen, aber wan meiner Meinung nach nicht funktioniert...

Ein Film der ruhig beginnt, sein Unheil aber nach und nach ankündigt. Es dauert, bis etwas passiert. Aber es passiert mit einem Faustschlag in den Unterleib, so dass der Film gefühlsmässig alles richtig macht. Es werden Emotionen im Zuschauer geweckt - eine Leistung. Aber zum mehrmaligen Schauen eignet sich der Film nicht - dafür gab es dann doch zu wenig Neues, zu wenig Highlights zu sehen und bei einer Zweitsichtung könnte der Film langweilig sein, da zuerst wirklich lange nichts passiert...

Fazit: Terrorkino aus Australien - hat nicht enttäuscht, wird sein Publikum finden. War teilweise aber grausam im Sinne von nicht lustig d.h. nicht der Unterhaltung gedacht! Da bleibe ich lieber bei übertriebenen Filmen à la Wolf Creek 2...die man sich bestens auch mehrfach ansehen kann. Horror- bzw. Fans von Backwood-Filmen können aber problemlos einen Blick riskieren, ohne enttäuscht zu werden...

Infos:

Australien 2016

R: Damien Power

D: Harriet Dyer, Ian Meadows, Stephen Hunter, Aaron Pedersen, Tiarnie Coupland, Maya Stange, Aaaron Glenane

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 88 Min.

Gesehen am: Fantasy Film fest 2017 (Sept.)

Fassungen: Gesehen am Fantasy Film Fest 2017 in der OV. Soll in den USA und Deutschland Anfang Nov. 2017 auf DVD / Blu Ray erscheinen.

Rendel Review




FFF 2017 Spezial


Rendel

Story:

Rendel (Kristofer Gummerus), ein rächender finnischer Superheld, nimmt dem Kampf gegen VALA und seine Verbrecherorganisation auf…

Meine Meinung:

Von Rendel hätte ich nicht zu viel erwarten dürfen, tat es aber. Ich erhoffte mir insgeheim einen düsteren, wohl auch blutigen Superheldenfilm aus Finnland. Doch das habe ich nicht bekommen: dafür einen durchschnittlichen The Punisher Verschnitt.

Inhaltlich geht es um einen Mann, dessen Tochter und Frau von Gangstern getötet wurden, er verletzt und später als Rächer zurückkehrend. Hört sich, gerade im Vergleich zu The Punisher, nicht wirklich originell an. Und ist es auch nicht...

Der Film ist immerhin kurzweilig, das Aussehen des Helden ist düster und einige Aufnahmen, da Nacht, Schnee oder Regen (Finalkampf) zeigend, sind optisch sehr schön gefilmt worden. Aber dem Film mangelt es an Höhepunkten. Gerade die viele Action kann eigentlich zu keiner Sekunde überzeugen und warum Rendel z.B. keine Schusswaffen (oder fast nie Waffen) gebraucht, versteht die Welt auch nicht. Der Film ist eher harmlos und man merkt es vor allem dem Setting an, dass es sich dann doch eher um einen Low-Budget Film handelt.

Inhaltliche Ideen, wie z.B. das Einbringen von mehreren ausländischen Profikillern ist vordergründig amüsant, doch leider sind das alles ziemliche Flaschen, so dass man diese und allgemein die Gangster, nie wirklich ernst nehmen kann. Der finnische Humor tut da oft sein übrigens. Oft wurde vom Publikum erwartet ab einem Gag zu lachen - meist lachte niemand.

Fazit: Kann man sich einmal anschauen - man sollte aber nichts erwarten. Dank der Action und kurzen Laufzeit immerhin nicht langweilig, aber sicher kein Film für die Sammlung! Dazu wirkt der Film zu harmlos, die Action viel zu unspektakulär, die Gangster zu doof und die Story erinnert zu sehr an The Punisher.

Infos:

O: Rendel

Finnland 2017

R: Jesse Haaja

D: Kris Gummerus, Rami Rusinen, Bianca Bradey, Matti Onnismaa, Alina Tomnikov, Aake Kalliala, Sami Huhtala, Marko Pesonen, Minna Nevanoja

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 105 Min.

Gesehen am: Im Sept. 2017 am Fantasy Film Fest

Fassungen: Im Sept. am Fantasy Film Fest gesehen im O-Ton mit englischen UT. Soll Ende Nov. in Deutschland auf DVD und Blu Ray erscheinen (von Splendid).