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Freitag, 21. Juli 2017

Update

21.07.17 - Neue Reviews



- The Crazies (Überarbeitet)

- Die Nacht der lebenden Toten (leicht überarbeitet)

- Dawn Of The Dead (Überarbeitet)

- The Revenge Of Angel (Archiv Review)

Dawn Of The Dead Review






Regisseur und ich am NIFFF 2016



Dawn Of The Dead

Story:

Problem: Zombie Apokalypse
Rettung: Hubschrauber und grosses Einkaufszentrum
Inhalt: Eine Gruppe bestehend aus drei Männern und eine Schwangeren (u.a. David Emge, Ken Foree)
Problem: Zombies
Problem Nr. 2: Rockerbande (u.a. Tom Savini) versuchen ins Kaufhaus zu kommen und mit ihnen die Zombies…

Meine Meinung:

Dawn Of The Dead, der 2. Teil nach Die Nacht der lebenden Toten, führt Romeros Zombie Trilogie (Night Of The Living Dead, Dawn Of The Dead, Day Of The Dead), welche später aufgerundet wurde mit Land Of The Dead, Diary of The Dead, Suvival Of The Dead, weiter.

Der Film wurde zu einem weltweiten Erfolg und gilt als Klassiker im Horror- und Zombiefilm. Es existieren mehrere Versionen zum Film der an unzähligen Festivals lief und viele Preise gewann und 2004 folgte ein Remake.

Der Film führt Themen aus seinem Vorgänger weiter. Die Apokalypse ist da – unerklärt und der Vorspann setzt mitten im Chaos ein. Danach werden die Figuren eingeführt und die eigentliche Story beginnt – die Flucht aus dem Chaos ins Kaufhaus, wo sich eine Gruppe Menschen versteckt um zu überleben. War es in Teil eins ein Haus ist es hier ein ganzes Kaufhaus – dieser Wandel und die Szenen am Ende (mit den Rockern und dem Plündern, obwohl die Welt im Chaos versinkt und Geld nicht mehr wichtig scheint) soll gar die Konsumgesellschaft kritisch darstellen.

Vordergründig ist Romero jedoch ein starker Horror- bzw. Zombiefilm gelungen, der mir jedoch im Argento Cut besser gefällt. Regisseur George A. Romero hat mit Dario Argento, dem Regisseur und Italiener von solch namhaften Klassikern wie Tenebre, Deep Red oder Suspiria, einen Deal abgeschlossen, der es Dario Argento ermöglichte, für Europa bzw. Italien und nicht englischsprachige Ländern, seine eigene Version rauszuhauen. Diese hat Argento auch selbst geschnitten. Dabei blieben u.a. einige humoristische Szenen und Handlung auf der Strecke, was den Film etwas ernster und actionreicher macht, was ich begrüsse. Zudem wartet der Film mit dem tollen Soundtrack der Ital. Band Goblin auf – nur schon deshalb schaue ich mir lieber diese Fassung an.

Jedoch scheint es in beiden Fassungen auch unterschiedliche Gewaltszenen zu geben, d.h. in einer Fassung fehlt etwas oder ist expliziert als in der anderen. Das ist jedoch nur in 1-2 Szenen erwähnenswert (Hubschrauber köpft Schädeldecke vom Zombie gibt es z.B. nur im Romero Cut zu sehen, dafür werden in der Argento Fassung die Kinder-Zombies expliziter erschossen) und ansonsten gibt es genug Effekte im Argento Cut, damit auch der Splatterfan auf seine Kosten kommt.

Die Spezialeffekte stammen von Tom Savini, den Horrorfans ein Begriff ist – er war u.a. für die Effekte in Freitag der 13., Freitag der 13. – Das letzte Kapitel, The Prowler, Deathdream, Nightmare, Creepshow 2, The Burning oder The Texas Chainsaw Massacre 2.

Mit Zombie und einigen der anderen erwähnten Filme machte er sich einen Namen und durfte in einer Vielzahl von Streifen sein Können, welches er live im Vietnamkrieg erlebte bzw. sich davon inspirieren liess, zeigen. Er ist auch in einer Nebenrolle als Rocker am Ende zu sehen. Nebst vielen blutigen Shoot-Outs sind es sicherlich die Machete im Kopf, der explodieren Kopf und die Fressszenen am Ende, welches die Highlights in Sachen Effekte im Film darstellen. Was das Aussehen der Zombies angeht muss man, vor allem aus heutiger Sicht, Abstriche machen. Make-Up Veränderungen wurden nur selten vorgenommen, meist wurde die Hautfarbe einfach anders bemalt (bläulich). Dafür hat Savini dann im 3. Teil Day Of The Dead einige seiner bis dato besten Effekte Kreationen auf die Leinwand gezaubert, so dass das Dawn Of The Dead Make-Up Thema vom Tisch ist bzw. ihm verziehen sei.

Nebst Tom Savini, Dario Argento und George. A. Romero machte sich der Schwarze Darsteller Ken Foree nach dem Film einen Namen in Sachen Horrorfilme. Unter anderem war er zu sehen in: From Beyond, Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre 3, The Dentist oder Joshua Tree (mit Dolph Lundgren).

Dario Argento war also für seinen Schnitt, die Wahl der Musik und als Skript-Berater zuständig. Dessen Bruder Claudio hat Romeros Werk zudem produziert – wahrscheinlich resultiere daraus der Deal zwischen Argento und Romero.

Mir gefällt der Film wegen seiner Stimmung, der Action, den Effekten, dem Kammerspiel, dem Soundtrack von Goblin und weil die Figuren sympathisch gezeichnet sind – was deren Schicksal also nicht egal macht. Verbesserungswürdig wäre das Aussehen der Zombies und als negativ müssen, auch im Argento Cut, einige Längen und paar humoristische Szenen in Kauf genommen werden (gerade die Rocker am Ende betreffend).

Fazit: Ein toller Klassiker den jeden Horrorfilmfan gesehen haben sollte!

Infos:

O: Dawn Of The Dead

USA 1979

R: George A. Romero

D: David Emge, Ken Foree, Scott H. Reiniger, Gaylen Ross, David Crawford, Tom Savini

Laufzeit der US DVD: 119:09 Min. (Argento Cut)

Erstsichtung: Schulzeit (7. 8. Klasse) (Noch als Trilogy Of The Dead Version)

Review überarbeitet: 17.07.17

Fassungen: Mir lag vor: jap. Blu Ray = Booklet, Sonderverpackung, drei Blu Ray Discs = US Kinofassung, Langfassung, Argento Cut. Gesehen als Argento Cut = Englischer Ton, u.a. in 5.1. Die Bildqualität ist sehr gut. Es gibt nur jap. UT (nicht fest im Bild). Mir liegt zudem noch die US DVD Box von Anchor Bay vor, ebenfalls mit allen drei Fassungen (auch hier: keine englischen UT). Wer englische UT will muss zur Arrow Fassung aus England greifen. In Italien bereits als Blu Ray in 4K Restauration und als Ultra HD Blu Ray erhältlich (jedoch auch hier: NIX Englische UT). In Deutschland in diversen Fassungen Uncut erhältlich (Deutschland und/oder als angebliche Fassungen aus Österreich, da Film unverständlicherweise noch immer «verboten»).

Die Nacht der lebenden Toten Review





George A. Romero mit mir am NIFFF 2006





Die Nacht der lebenden Toten

Story:

Barbara (Judith O'Dea) und deren Bruder Johnny (Russell Streiner) besuchen das Grab ihres Vaters. Dort angekommen passiert eine schreckliche Tragödie: Ein herumirrender Mann (Ein Zombie) fällt sie an und tötet Johnny. Barbara flieht und flüchtet sich in ein Haus und trifft dort auf Ben (Duane Jones), welcher die Situation unter Kontrolle zu haben scheint. Zusammen schliessen sie sich in dem Haus ein, doch die lebenden Toten kommen langsam aber unaufhaltbar näher…

Meine Meinung:

Night of the Living Dead ist ein absoluter Klassiker des Genres, der Mutterfilm aller Zombiefilme und George A. Romeros Erstlingswerk, welches mit mehreren Fortsetzungen belohnt wurde, von denen sicherlich Dawn Of The Dead und Day Of The Dead erwähnenswert sind (alles danach kann man eigentlich vergessen).

1968 wurde der Film veröffentlicht und sorgte überall für Entsetzen und für Staunen, und so wurde der Film als erster seiner Art, ein Film eines nicht familienfreundlichen Genres, ins New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen, wo er heute noch steht (Später folgte z. B. Blutgericht in Texas).

George A. Romeros Idee, den Film vollkommen in s/w zu drehen, gibt dem Film eine dichte und beklemmende Atmosphäre, welche bis zum heutigen Tag nichts an ihrer Faszination verloren hat. Die Geschichte ist simpel, doch wurde sie sehr spannend umgesetzt. Es gibt kein Entkommen, langsam aber sicher schreiten die lebenden Toten immer näher an das Haus heran, einfach geniale Szenen.

Ausserdem kritisierte der Regisseur den Vietnamkrieg, was vor allem in den schrecklichen Schlussszenen sehr deutlich wird inklusive Rassismus (Tipp dazu: Abspann nicht vergessen bis zum Ende zu gucken). George A. Romero, der Regisseur des Filmes, setzte auf gute aber unbekannte Darsteller. Der Sound und die Kameraführung sind ebenfalls sehr gut gelungen (z.B. das Spiel mit Licht und Schatten im Keller am Ende mit der Leiche).

Die wenigen Make-up Effekte sind gut und für die damalige Zeit sicher auch sehr krude ausgefallen, so sieht man ganz deutlich, wie lebende Tote Gedärme und Körperteile zu fressen beginnen.

Auch in der heutigen Zeit hat dieser Klassiker nichts von seiner magischen Aura oder dem schonungslosen Ende verloren, ganz im Gegenteil: Das Thema Zombie ist bis heute nicht aus dem Kino/TV verschwunden (Serien wie Walking Dead, Filme Dead Shack oder It Stains The Sands Red um paar 2017 Beispiele zu nennen, Neuveröffentlichungen von Dawn Of The Dead und Land Of The Dead von Shout Factory 2017). Jeder versucht, ein Stück vom Kuchen haben und origineller als der andere sein zu wollen.

1990 folgte von Effektkünstler Tom Savini das Remake zu Night of the Living Dead, welches zwar gelungen ist, jedoch nicht an das Original heranreichen konnte.

Sicher einer der besten Klassiker dieses Genres und ein wegweisendes Werk, welches man als Horrorfan gesehen haben sollte!

Infos:

O: Night of the Living Dead

USA 1968

R: George A. Romero

D: Duane Jones, Judith O'Dea, Russell Streiner

Laufzeit der Marketing DVD: 95:51 Min.

Erstsichtung: Während meiner Schulzeit im Free TV (7. oder 8. Klasse denke ich)

Review leicht angepasst: 17.07.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Marketing vor = Uncut, Deutscher Ton (früher zensierte Stellen sind in Englisch mit Subs), O-Ton auch an Bord, sehr gute Bildqualität. Die dt. Synchro Fassung ist gut geworden.

The Crazies Review




George A. Romero und ich 2006 am NIFFF




The Crazies

Story:

In einer Kleinstadt wird ein Kampfstoff getestet, der eine beträchtliche Anzahl Einwohner gewalttätig durchdrehen lässt. Das Militär übernimmt das Kommando und macht Jagd «auf die Verrückten». Eine Gruppe von «nicht infizierten» versucht zu überleben und muss sich gegen Verrückte und/oder schiesswütige Militärs schützen…

Meine Meinung:

The Crazies ist ein interessanter und auch gesellschaftskritischer Film geworden (Testversuche, Militär gegen Bevölkerung, erneut die Frage: «Wer ist der Feind?» Der Mensch oder der Verrückte analog zu die Zombies oder die Rocker am Ende von Dawn Of The Dead), der damals die Gemüter sicherlich zum Kochen gebracht hat, sprich: einige Zuschauer zu schockieren vermochte (auch mit dem Ende und «der finalen Lösung, welche im Film präsentiert wird).

Ich habe den Film als Kind zum ersten Mal im Free -TV gesehen (Sender wie SF1 und SF2 brachten damals viele Horrorfilme Uncut, meist spätnachts) und fand den Streifen damals sehr gruselig. Allerdings konnte ich mich später an kaum was erinnern (ausser die Feldszene mit der Mistgabel). Es dauerte viele Jahre bis ich den Film wieder sah: und auch zu diesem Zeitpunkt sagte mir der Film zu.

Man erkennt hier einige Gesichter wieder, die Regisseur Romero später auch in seinem Dawn Of The Dead einsetzte (der Bärtige Wissenschaftler z.B.).
Auch erinnern einige Szenenabläufe und Situationen an seine späteren od. auch an seinen früher gedrehten Zombiefilm (die Wiese wo es zu Exekutionen via erschiessen kommt).

Die Darsteller sind gut und kommen glaubhaft und realistisch rüber. Aus Genrefilmen bekannt dürfte vor allem Lynn Lowry sein – Shivers und Hauptrolle in I Drink Your Blood (Debüt). Im gleichen Jahr wie The Crazies spielte sie eine Doppelrolle in Sugar Cookies – ein Film aus einer ganze Zeitepoche, ähnlich wie I Drink Your Blood mit viel nackter Haut was damals lt. Interview auf der The Crazies DVD mit der Schauspielerin normal war (jeder Fotograph oder Filmemacher versuchte sie ins Bett zu bekommen, die Zeit der freien Liebe, Drogen etc.). Sie wurde sogar für das The Carzies Remake (2010) für eine Rolle gebucht und interessanterweise ist sie auch heute noch im Filmgeschäft tätig (Serien, Filme, Kurzfilme), jedoch mir unbekannte Werke. Ihr Gesicht ist jedoch unverkennbar und sie passt gut in die von Romero geschaffene Rolle.

Die Story selbst ist etwas spannend, aber leider kommt es auch zu Längen. Es ist nicht durchgehend eine Spannung oder Action geboten und teilweise wird hier und da auch etwas zu viel geredet. Das gleiche gilt für die Stimmung – vereinzelte Szenen haben eine dichte, unheimliche Atmosphäre und sind optisch toll in Szene gesetzt (die Szene mit der Stricknadel z.B.), andere Szenen wiederrum vermissen Stimmung und Spannung. Im Grossen und Ganzen hat Romero aus diesem Low-Budget Film jedoch eine starke und ordentliche Arbeit abgeliefert, die auch nach mehr aussieht, als sie sicherlich gekostet haben dürfte.

Effekte: man darf keine Dawn of The Dead Qualitäten erwarten, aber bisschen Blut gibt es zu sehen was ich schön fand und nicht mehr in Erinnerung hatte (Shoot Outs, Szene mit der Heugabel, Stricknadel etc.). Die weissen Anzüge der Militärs kommen natürlich den Shoot-Outs gelegen und entgegen. Die Effekte sind simpel, aber effektiv und ausreichend in Szene gesetzt.

Wen man gerne alte Klassiker schaut, dem sei dieser Film von George A. Romero zu empfehlen! Das Remake stammt von 2010 und habe ich bis heute nicht gesehen…

Infos:

O: The Crazies

USA 1973

R: George A. Romero

D: Lane Carroll, Harold Wayne Jones, Lloyd Hollar, Richard Liberty

Laufzeit der BU DVD: Ca. 103 Min.

Erstsichtung: als Kind im FREE TV SF 1 oder SF 2

2. Sichtung: muss zwischen meiner Schulzeit (Ende Schule) und 2006 gewesen sein, weil die DVD nahm ich 2006 ans NIFFF für Autogramm

Review überarbeitet: 17.07.17

Fassungen: Mir lag die US DVD vor = Code Free, Uncut, sehr gute Bildqualität (damals waren vor allem Labels wie Anchor Bay, Shriek Show, Blue Underground marktführend und für viele DVD Weltpremieren verantwortlich, in Deutschland gab es dazumal oft noch keine DVD Ausgabe), exklusive Extras (u.a. AK vom Regisseur). Einziges Manko: keine UT zum O-Ton. Wer englische UT will muss zur Anchor Bay UK DVD greifen oder die neue US Blu Ray von Blue Underground erwerben. In Deutschland Uncut auf DVD zu erwerben (u.a. mit O-Ton und zumindest dt. UT).

The Revenge Of Angel Review



The Revenge Of Angel

Story:

Angel (Moon Lee) arbeitet bei als Star bei der Peking Oper. Als sie einem Gefallen eines Gangsters nicht nachkommt, wird Angel getötet. 20 Jahre später: als die Peking Oper Gruppe mit einem neuen Star unterwegs ist, erscheint Angels Geist und will Rache an ihrem Mörder. Gleichzeitig verliebt sie sich in den neuen Star der Peking Oper Truppe (und umgekehrt) und kämpft zudem dagegen an, am Ende in der Hölle zu landen...

Meine Meinung:

The Revenge Of Angel ist ein nicht uninteressanter Mix aus Peking Oper, Action, Liebesgeschichte und Übernatürlichem und spielt zudem zu einer älteren Zeitepoche (ca. 40er Jahre könnte passen). Der Film funktioniert und die verschiedenen Genres passen, wie so oft im Hong Kong Genre, gut zusammen.

Vor allem für Fans von Moon Lee (oft im Girls With Guns Genre zu finden) kann ich den Film sehr empfehlen. Weil hier spielt sie Mal einen völlig anderen Filmtypen als sonst. Und sie macht dies toll - sie brilliert sowie in den Operszenen wie auch in den Actionszenen (wobei hier wenig überraschend).

Sie mimt gut den Geist und das Übernatürliche bringt einen tollen, exotischen Beigeschmack in den Film. Das Finale fand ich vor allem sehr fantasievoll (als noch die Wächter der Hölle auftauchen und mitmischen) wie auch actionreich.

Wu Ma ist der 2. grosse Name - er ist solide wie fast immer in seinen Rollen. Der männliche Held (Name ist mir entfallen) passt gut zu Moon Lee und kommt auch sympathisch daher und die Bösewichte schön fies und eben böse!

Fazit: Kein Highlight, aber ein guter Genre Mix und zumindest für Moon Lee Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Shui Ling Long

HK 1990

R: Richard Yeung Kuen

D: Moon Lee, Wu Ma, Liu Chi-Wei, Alvina Kong, Chung Fat, Yuen Mo

Laufzeit der HK VCD: ca. 91 Min.

Gesehen am: 31.07.16

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2016) und es scheint auch keine DVD Version zu geben (Stand: Juli 2016). Mir lag die HK VCD von Ocean Shores vor = Uncut, O-Ton, englische UT, durchschnittliche bis schlechte Bildqualität. Die UT sind immer gut zu lesen. In den Nachtszenen ist die Bildqualität nur dürftig aber besonders schlecht sind viele Klötzchen Bildungen (auf Disc eins mehr als auf Disc zwei). Es gibt noch eine VCD von Mei Ah. K.A. ob dort die Bildqualität besser ist. Dann gäbe es noch eine HK Laserdisc, welche vermutlich eine bessere Bildqualität haben dürfte. Trotzdem ist der Film auch in dieser Fassung schaubar.

Dienstag, 18. Juli 2017

Update

18.07.17 - Neue Reviews, neuer Buch Tipp und Neukauf

 

- Ley Lines

- Die Katze mit den Jadeaugen

- Headshot

- The Dunwich Romance (Buch Tipp)

- The Ghost Hill (Archiv Review)

- Neukauf



Ley Lines Review


Ley Lines

Story:


Drei Japaner Chinesischer Abstammung (u.a. Kazuki Kitamura) haben die Schnauze vom Landleben voll und versuchen ihr Glück in der Stadt bzw. in Tokyo Shinjuku. Doch dort wird ihnen ihr ganzes Geld von einer Prostituierten abgenommen. Sie versuchen mit kleinen Delikten (Drogenverkauf etc.) an Geld zu kommen, doch ziehen damit auch Aufmerksamkeit von grösseren Gangster(banden) auf sich mit negativen Folgen…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der lose zusammenhängenden Reihe von Takashi Miike ist der schlechteste Teil geworden d.h. Shinjuku Triad Society und Rainy Dog haben mir mehr zugesagt.

So bleiben zwei gute Filme und ein Durchschnittswerk. Der Film hat nur vereinzelt typische Miike Momente, mit Action wird bis zum Ende abgewartet, die Inhalte sind eher 08/15 (Landbuben versuchen sich als grosse Gangster in der Stadt und verlieren am Ende alles, erzählt à la Miike) mit zu vielen Längen und zu wenig Action.

Dazu kommt, dass die Figuren relativ wenig Tiefe besitzen und der schwarze Humor teilweise als unpassend wahrgenommen wird. Auf grössere bekannte Namen wurde verzichtet. Der erwähnte Kazuki Kitamura war z.B. letztens in dem indonesischen Actionkracher The Raid 2 zu sehen.

Der Soundtrack, die Optik und die teilweise fast traumhafte und melancholische Stimmung und die Wirkung von Tokyos Grossstadt Leben können hingegen als positive Nebenaspekte gewertet werden, die den Film auch vor einem Totalflop bewahren.

Fazit: Als Einzelfilm uninteressant, in einer Film-bzw. DVD / Blu Ray Collection mit den anderen zwei Teilen okay.

Infos:

O: Nihon kuroshakai

Japan 2000

R: Takashi Miike

D: Shô Aikawa, Samuel Pop Aning, Yukie Itou, Michisuke Kashiwaya, Kazuki Kitamura

Laufzeit der UK DVD: Ca. 105 Min.

Gesehen am: 11.06.17

Fassungen: Siehe Shinjuku Triad Society. Gibt es auch in Deutschland Uncut und im O-Ton mit Subs auf. DVD.

Die Katze mit den Jadeaugen Review



Die Katze mit den Jadeaugen

Story:

Tänzerin Mara (Paola Tedesco) wird Zeuge eines Mordes und wird später vom Killer, der in ihrem Umfeld tötet, bedroht. Maras Freund und Tontechniker Luca (Corrado Pani) versucht dem Killer auf die Spur zu kommen…

Meine Meinung:

Die Katze mit den Jadeaugen kann ich jedem Giallo Fan nur ans Herz legen! Mir hat der Film richtig gut gefallen, fand ihn teilweise auch überdurchschnittlich gut.

Ich habe viele tolle Ital. Genrefilme in letzter Zeit gesehen, z.B. Buio Omega, Im Rausch der Sinne, Death Walks On High Heels, Amuck, The Climber, Hands Of Steel, Blutiger Freitag oder The Red Queen Kills Seven Times. Und Die Katze mit den Jadeaugen gehört sicherlich zu den sehenswertesten Streifen der genannten, vor allem im Vergleich mit den anderen Giallo Vertretern (Death Walks On High Heels, Amuck, The Red Queen Kills Seven Times).

Der Film ist für das Genre absolut klassisch – ein Krimi, eine Wer die der Täter? Geschichte und die Frage nach dem Motiv (ein Anhaltspunkt wird anhand des Tonbandes jedoch schon relativ früh klar). Ich fand den Inhalt spannend, interessant und fesselnd. Keine Längen vorhanden.

Das lag auch an sympathischen Figuren (die Tänzerin, ihr Freund, die Figur Bozzi), den abwechslungsreichen Drehorten und einer tollen Kameraführung und Optik (auch bei den Kills oder den stimmungsvollen Szenen) die dem Film eine starke Atmosphäre verleihen.

Treffsicher und absolut passend war auch der starke Soundtrack – teilweise fast etwas vom Wichtigsten in einem Ital. Genrefilm / Giallo, der von Trans Europa Express stammt. Der Soundtrack ist ein grosses Plus des Filmes, empfand ich als sehr gut und erinnerte teilweise an Musik der Band Goblin.

Wenn man Filmdatenbanken nach Regisseur Antonio Bido abklappert, so stellt man fest, dass dieser bisher nur sieben Filme als Regisseur gedreht hat. Unheimlich und schade – in Anbetracht der hohen Qualität, welche ihm mit Die Katze mit den Jadeaugen gelungen ist hätte er gerne mehr solche Giallos drehen dürfen!

Fazit: Klare Empfehlung an jeden Giallo Fan!

Infos:

O: Il Gatto dagli occhi di giada

Italien 1977

R: Antonio Bido

D: Corrado Pani, Paola Tedesco, Franco Citti, Fernando Cerulli

Laufzeit der dt. Blu Ray: 95:30 Min.

Gesehen am: 09.06.17

Fassungen: Mir lag die Blu Ray von X-Rated vor = DVD, Blu Ray, Booklet, Mediabook, viele exklusive Extras, Uncut, u.a. Ital. Ton mit dt. UT. Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Blu Ray Weltpremiere, von einem 4K—Transfer gemastert.

Headshot Review



Headshot

Story:

Profikiller Ishmael (Iko Uwais) wacht nach einem Kopfschuss ohne Erinnerung im Spital auf. Als die Gangster um Boss Lee (Sunny Pang) davon erfahren wollen sie Ishmael töten lassen. Um an Ishmael zu gelangen entführen sie die Ärztin Ailin (Chelsea Islan). Ishmael macht sich auf den Weg, sie zu retten…

Meine Meinung:

Kimo Stamboel und Timo Tjahjanto, auch bekannt als The Mo Brothers, haben mit Headshot ihren bisher besten Film vor u.a. Macabre und Killers abgeschlossen. Aber mit Iko Uwais an Bord, dem Star von Merentau und The Raid 1 + 2, konnten sie auch gar nicht viel falsch machen.

Der Film kommt qualitativ nicht an The Raid 1 + 2 daher, was aber wohl kaum mehr ein Film schaffen wird, da dort die Qualitäten einfach sehr hoch gesetzt wurden und es schier unmgölich scheint, dies noch zu toppen. Daher sollte man auch gar nicht vergleichen, sondern den Film lösgelösst von anderen Iko Uwais Werken betrachten.

Und diesbezüglich ist Headshot ein sehr guter Actionfilm geworden, der zwar keine neuen Massstäbe ins Genre bringt, aber von Anfang an durch hammerharte und abwechslungsreiche Action und einer Steven Seagal Story à la Hard To Kill zu überzeugen vermag.

Es wird gekämpft, (blutig) geschossen und/oder mit Messern, Macheten und/oder anderen Werkzeugen getötet. Wie gesagt: hammerhart und blutig – früher wäre dies nie Uncut in Deutschland durchgegangen und der Gang von Koch Media zur Juristenkommission (anstatt FSK Freigabe) war durchaus nachvollziehbar und in diesem Fall auch wirklich gerechtfertigt.

Die Kameraführung ist teilweise etwas gewöhnungsbedürftig (bei den Shoot Outs leichtes wackeln, bei einigen Kampfszenen führt die Kamera im Kreis um die Kämpfenden) aber im Grossen und Ganzen nicht störend und übersichtlich, was dann doch das wichtigste ist.

Hier und da gab es zu viel Dramatik (vor allem gegen Ende), was aber als kleines Detail verschmerzbar ist.

Fazit: Jedem Martial Arts und Iko Uwais Fan zu empfehlen – bitte mehr davon!

Infos:

O: Headshot

Indonesien 2016

R: Kimo Stamboel, Timo Tjahjanto

D: Iko Uwais, Chelsea Islan, Sunny Pang, Julie Estelle, David Hendrawan

Laufzeit der dt. DVD: Ca. 114 Min.

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Koch Media vor = Uncut, O-Ton (90% Indonesisch 10% Englisch) und dt. UT an Bord (Deutsch Dubbed natürlich auch). Tonqualität ist sehr gut, Bildqualität ist gut. Wendecover vorhanden. Diverse Auflagen (Blu Ray, Single DVD, Steelbook Version etc.).

The Dunwich Romance Buch Tipp



The Dunwich Romance

Inhalt:

Die Redneck Prostituierte Sary Sladder wird gerade vergewaltigt, als ihr ein unbekannter Helfer erscheint, welcher sie rettet. Der Retter stellt sich als Wilbur Whateley vor, wie sich herausstellt, halb Mensch, halb Monstergott der magischen Kräfte heraufbeschwören kann, im Besitz des Necronomicon ist und der zu Hause in einem 2. Haus ein monströses Geheimnis aufbewahrt. Beide verlieben sich…

Meine Meinung:

Edward Lee, der perverse, schwarzhumorige Redneck Geschichten mag – ist in und auch ausserhalb Amerika ein empfehlenswerter Name für phantastische Literatur. Der zudem bekennende Fan von H.P. Lovecraft empfiehlt im Vorwort von The Dunwich Romance, H.P. Lovecrafts The Dunwich Horror zu lesen um den Inhalt seines Buches besser verstehen zu können oder Lesern, welche The Dunwich Horror schon kennen, es erneut zu lesen um Erinnerungen wach zu rütteln.

Ich kenne das Buch von Lovecraft nicht. Es beschreibt aber die Vorgeschichte um Wilbur Whateley, der Hauptfigur in Edward Lees Geschichte. Aber auch ohne die Lovecraft Story zu kennen, konnte man Edward Lees Inhalt gut folgen.

Das Buch ist ein Mix aus H.P. Lovecraft Motiven, einer Liebesgeschichte (vielleicht der Schwachpunkt des Buches) und sexuell-perversen Inhalten wie man es vom Autor zu oft nicht anders kennt (und natürlich auch die Rednecks). Dies sorgt, da die Anzahl Seiten relativ kurz ist, für eine kurzweilige und unterhaltsame Leselektüre.

Im Vergleich zu anderen Edward Lee Geschichten ist das Buch gutes Mittelmass. Wie gesagt – die Liebesgeschichte und einige Passagen waren relativ lahm. Auch das zahme Happy End passte eigentlich nicht zu Lee – doch dafür entschädigen seine kranken Fantasien, die einmal mehr keine Grenzen zu kennen scheinen und sehr fantasievoll sind (woher nimmt der Mann bloss seine Ideen?). Ich musste beim Lesen auch mehrfach Schmunzeln, da amüsante Inhalte was ein Plus darstellt.

Das Buch hat, wie auch anderen Bücher von Lee, einen starken Redneck «Slang», welches zum Lesen stark gewöhnungsbedürftig ist. Ich fand es kam hier deutlich mehr vor als in anderen seiner Arbeiten. Gerade wenn man nicht perfekt Englisch spricht. Aber es macht das Lesen authentisch so, dass ich dies nicht missen möchte. Und daher verzichte ich bei Edward Lee auch auf die Deutschen Bücher, da dies so nicht übersetzt werden kann.

Ich konnte dem Inhalt auf jeden Fall gut folgen und wurde anspruchslos gut unterhalten. Nicht die beste Arbeit von Edward Lee, aber unterhaltsame Lektüre mit vereinzelt starken Momenten die zum Schmunzeln / Staunen anregen!

Fazit: Für Fans von Edward Lee zu empfehlen! Und der beste Nebeneffekt: das Buch regt an die Original Lovecraft Vorgeschichte The Dunwich Horror lesen zu wollen!

Infos:

Autor: Edward Lee

Herausgeber: deadite press

Sprache: Englisch

Buchart: Paperbook

Anzahl Seiten: 179

In Deutschland erschienen: Mir nicht bekannt

Roman/Sachbuch: Roman

The Ghost Hill Review




The Ghost Hill

Story:

Ein magisches Schwert fällt einem bösen König in die Hände. Dafür liess er einen heldenhaften Meister töten. Dessen Schüler zieht mit einem ganzen Trupp Helden (u.a. Polly Shang-Kuan Ling-Feng) los, um die teuflische und voller tödlicher Waffen gespickte Festung des Königs zu stürmen...

Meine Meinung:

Von The Ghost Hill, einem taiwanesischen Wuxia / Fantasy Streifen war ich positiv überrascht! Zusammen mit The Fly Dragon Mountain (ebenso in der 3er Box enthalten, mehr dazu unter Fassungen) ist diese Box (es gibt ja mehrere von dem Label) sicherlich bisher die qualitativ beste was die Filmqualität angeht!

Der Film erinnert gar an die Shaw Brothers / Cheng Cheh Filme, da optisch sehr bunt und viele Requisiten, Blut und Waffen à la Chang Cheh. Die grossen Stärken des Filmes liegen in der fast Non-Stop Action, sehr viel Blut und den tollen Fantasy-Szenen und Ideen.

Ab einem gewissen Zeitpunkt an sind die Helden in der Festung und kämpfen sich bis zum Finale durch unzählige Räume, Fallen, Gegner. Ohne Pause - und die Heldengruppe ist zuerst sehr gross, so dass bei neu auftauchenden Gegnern / Fallen einige draufgehen (hat genug Kanonenfutter für diese Szenen).

Der Bodycount ist hoch, Blut spritzt viel, Abwechslung ist geboten da Gegner, Fallen und Waffen der Gegner sehr wechselhaft in Szene gesetzt sind.

Die Darsteller machen einen soliden Job, sind aber ab einem gewissen Zeitpunkt (ähnlich wie die Story) nur noch zweitrangig zugunsten der Action/Fantasy-Szenen!

Die vielen bunten Sets tragen viel zur coolen Optik bei, so dass ich den Film jedem HK Filmfan nur empfehlen kann (auch wenn der Film aus Taiwan ist). Besser als erwartet!

Infos:

O: Shi Wan Jin Shan

Taiwan 1971

R: Ting Shan-Hsi

D: Tien Peng, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, David Tong Wai, Han Hsiang-Chin

Laufzeit der TW DVD: 90:53 Min.

Gesehen am: 30.07.16

Fassungen: Mir lag die DVD aus Taiwan (einer 3er Retro Film Box) vor = Uncut, gute Bildqualität, O-Ton, englische UT. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2016).