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Sonntag, 30. Juli 2017

Update

30.07.17 - Neue Reviews


- Das Trauma

- Don’t Knock Twice

- Doberman Cop

- Texas Chainsaw Massacre 4 (Archiv Review)

Das Trauma Review



Das Trauma

Story:

Die kleine Jani (Danielle Brisebois) lebt bei Pflegeeltern. Ihre psychisch kranke Mutter (Ellen Barber) und deren psychopatischer Freund (Richard Lynch) versuchen Jani zu entführen. Derweil bekommt Janis Pflegemutter (Sharon Farrell) Visionen welche die Tat ankündigen…

Meine Meinung:

Das Trauma ist kein Meisterwerk, aber steigert sich im Verlauf der Story mehr und mehr so dass der Film doch noch in der Sammlung verweilen darf.

Am Anfang wurde ich nur wenig gefesselt, es wurde zu viel Zeit mit der lahmen Einführung begonnen, Figuren nerven durch ihr hysterisches Schreien und auch die Clown-Szenen fand ich nicht gut.

Doch mit dem Fortschreiten der Story (ab dem Zeitpunkt, ab welchem Janis Mutter die Visionen bekommt und Jani dann auch wirklich entführt wird) wird der Film spannender und übernatürlicher. Es gibt sicherlich einige gewisse Slasher Momente, aber den Film kann man nicht wirklich als Slasher betiteln.

Der Film befasst sich mit übernatürlichem, z.B. Telepathie und weiteren übernatürlichen Inhalten. Dies macht den Film dann interessanter und besser, teilweise sehr psychisch und mit Terrorfilm Anleihen. Besonders Richard Lynch möchte ich an dieser Stelle erwähnen – er spielt den Wahnsinnigen sehr gut und mit einer eindrücklichen Präsenz und Ausstrahlung. Er liefert in der Tat Pluspunkte. Er spielte oft den Bösewicht (z.B. Cut And Run), solchen Rollen liegen ihm, machten ihm sichtlich Spass.

In einer würdigen Fassung wird der Film gerne in meine Sammlung wandern, aber geniesst im Gegensatz zu anderen Streifen, weil doch kein Highlight, nicht erste Priorität.

Infos:

O: The Premonition

USA 1976

R: Robert Allen Schnitzer

D: Sharon Farrell, Edward Bell, Danielle Brisebois, Ellen Barber, Richard Lynch

Laufzeit der dt. DVD: 89:00 Min.

Gesehen am: 28.06.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = Uncut, Deutsch (paar Dialoge nur in Englisch) oder Englisch (Tonspur jedoch sehr leise), keine UT. Bildqualität durchschnittlich. Hier wäre folgende Version sicherlich in allen Belangen besser: UK Blu Ray von Arrow Video (American Horror Project Vol. 1) = Uncut, englische UT, sicherlich eine deutlich bessere Bildqualität (2K-Restauration - Director-Approved Special Edition) während die dt. DVD teilweise nicht über VHS Niveau kommt.

Don’t Knock Twice Review



Don’t Knock Twice

Story:

Chloe (Lucy Boynton), die getrennt von ihrer ehemaligen drogenabhängigen Mutter Jess (Katee Sackhoff) in einem Internat aufwächst, führt mit ihrem Freund Danny (Jordan Bolger) eine Mutprobe durch: in einem verlassenen Haus soll eine Hexe ihr Unwesen treiben, welche einem holen kommt, wenn man zwei Mal an die Türe klopft. Beide Teens klopfen zwei Mal an die Türe und kurz darauf ist Danny verschwunden. Chloe flüchtet sich, als sich die Sachlage ernster ergibt als erwartet, zu ihrer Mutter Jess. Dort wiegt sie sich in Sicherheit – falsch gedacht…

Meine Meinung:

Don’t Knock Twice war ein Blindkauf. Ich erhoffte mir einen spannenden Film und habe dies zum Glück auch erhalten.

Der Film bietet einige Themen, welche sicher nicht neu sind, aber im Grossen und Ganzen wirkt der Film trotzdem eigener und origineller als manch anderer 08/15 Gruselstreifen. Die Stimmung fand ich teilweise subtiler. Zudem versuchte der Film auch oft, durch Bilder und Stimmung Angst und Spannung auszulösen, statt durch unzählige vorhersehbare Jump-Scare (von welches es trotzdem auch einige gibt, fast logisch in dieser Art Film). Viele bedrohliche Szenen spielen sich in hellen Szenen ab (Raum mit Volllicht oder am Tag) was dann doch eher untypisch für das Genre ist.

Zudem waren einige Kamerafahrten sehr eigen und speziell und gaben dem Film ein eigenes Flair, welches mit einem spannungsgeladenen, atmosphärischen Soundtrack verstärkt wurde (eine frühere Kameraeinstellung an einem Stock, welche durchs Haus und die Gänge in Dannys Wohnung «schleicht», hatte sogar was von Argento)

Der Mix aus Übernatürlichem (Hexen) und Beziehungen (Mutter-Tochter Beziehung die unter keinem guten Stern steht) bieten einen hochsoliden Mix, der den Zuschauer zu fesseln und überzeugen vermag. Die Darsteller machen ihre Sache auch glaubhaft und gut, auch wenn es bei den Figuren und deren Charakterisierung typische Klischees gibt.

Aber trotz kleiner Abstreiche bei den Figurenzeichnungen ein sehenswerter Film, mit welchem man sich schön gruseln lassen kann, wenn man sich auf das Werk einlässt!

Fazit: Dieser Blindkauf hat sich definitiv gelohnt!

Infos:

O: Don’t Knock Twice

Grossbritannien 2016

R: Caradog W. James

D: Katee Sackhoff, Lucy Boynton, Javier Botet, Nick Moran, Pooneh Hajimohammadi

Laufzeit der dt. Blu Ray: 92:58 Min.

Gesehen am: 27.06.17

Fassungen: Mir lag die dt. Blu Ray vor = Uncut, O-Ton, dt. UT, erstklassige Bild- und Tonqualität.

Doberman Cop



Doberman Cop

Story:

Eine mysteriöse Frauenleiche ruft Okinawa Cop «Doberman» (Sonny Chiba) auf den Plan, der mit ungewöhnlichen Methoden in Tokyos Grossstadt operiert…

Meine Meinung:

Doberman Cop stellte Kinji Fukasaku (Battles Without Honor And Humanity) erste Comic Verfilmung dar und was für eine! Mit Sonny Chiba (Wolf Guy) perfekt besetzt bietet der Exploitation Kracher viel Sehenswertes:

Krimistory die zu unterhalten vermag und nie langweilig wird. Obwohl der Film teilweise klar von Dirty Harry inspiriert ist (Dialoge, die Waffe von Chiba, der Hang zur Selbstjustiz, Polizisten mit Dreck am Stecken etc.), wird man bestens unterhalten. Das liegt auch am Humor und der Coolness des Filmes. Zudem gibt sich Kinji Fukasakus Film ironisch und Sonny Chiba ist einfach ein toller Typ, dem man gerne zusieht, wie er mit seinen Methoden einen Fall angeht und/oder löst.

Er spielt ein Landei, der inklusive Strohhut und Schwein in die Grossstadt kommt – komische Szenen garantiert. Auch macht er in den Actionszenen eine gute Figur und darf von seinem Karatekönnen zeigen, welche die Kamera wunderbar einfangen. Ansonsten gibt es hier und da blutige Shoot-Outs zu sehen.

Auch die anderen Figuren sind gut gewählt und bringen Pluspunkte in den Film (Musikstücke und weitere Szenen welche den Film gar melancholisch machen, z.B. das Ende), so dass ich diesen japanischen Dirty Harry Verschnitt und Comicverfilmung (Comic kenne ich nicht) des Meisters Kinji Fukasaku und «The Street Fighter» Ikone Sonny Chiba nur empfehlen kann! Vorausgesetzt man mag die beiden und das japanische Toei Kino aus dieser Zeit…

Infos:

O: Dôberuman deka

Japan 1977

R: Kinji Fukasaku

D: Sonny Chiba, Hiroki Matsukata, Janet Yata, Eiko Matsuda

Laufzeit der UK Blu Ray: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Ende Juni 2017

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juni 2017). Mir lag die Blu Ray von Arrow Video vor = Wendecover, Uncut, O-Ton, englische UT, erstklassige Bildqualität, Booklet mit vielen Infos und exklusive Extras (u.a. Interview mit Sonny Chiba).

Texas Chainsaw Massacre 4 Review



Texas Chainsaw Massacre 4

Story:

Paar Teens (u.a. Renée Zellweger) geraten an eine Psychopathen Familie (u.a. Matthew McConaughey, Tonie Perensky)...

Meine Meinung:

Den vierten Teil der The Texas Chainsaw Massacre Reihe habe ich Mal als Kind / Jugendlicher gesehen und wusste so gut wie gar nichts mehr über den Film - nur dass er mir damals überhaupt nicht gefallen hat.

Nun gab ich dem Film nochmals eine Chance und muss sagen: es handelt sich definitiv um keinen guten Film und schon gar nicht um einen würdigen Teil der Horrorreihe!

Vor allem Leatherface Fans dürften anhand des nicht vorhandenen Gores und der Tatsache, dass Leatherface hier zu einer peinlichen, billigen Nebenfigur und Lusche mutiert, stark enttäuscht sein. Leatherface ist hier auch wirklich nur noch eine Randerscheinung, die es nicht weiter Wert ist, erwähnt zu werden.

Der Film ist zudem unfreiwillig komisch und geht als Mix aus Satire, Terrorkino und Trash durch. Die Story kennt man (könnte ein Remake von Teil eins sein, Regisseur Kim Henkel war an diesem ja auch beteiligt), doch Längen gibt es wenn überhaupt nur am Anfang. Fesselnd oder spannend ist die Story jedoch nicht geraten.

Viel Unglaubwürdigkeit kommt vor (z.B. die eine Figur die nie stirbt) und die Teens sind Kanonenfutter - nur Renée Zellweger war durchschnittlich. Doch Dank der Daueraction, dem teilweise doch auftauchenden lauten, hysterischen Terrorkino (ab Mitte bis Ende zum Film, vor allem jedoch im letzten Viertel) und vor allem dank den beiden Psychos Matthew McConaughey (sollte ja viel später in Killer Joe sein tolles Overacting erneut unter Beweis stellen) und Tonie Perensky macht der Film dann doch irgendwie, wenn auch schlecht, Spass und unterhält.

Die zwei spielten nämlich wirklich gut und trugen dann doch hier und da zur Terrorstimmung bei! Die Komik ist teilweise auch wirklich passend und amüsant, so dass der Film sogar als Super-Schund-Trash in der Sammlung verweilen wird.

Darf man einfach nicht ernst nehmen...

Infos:

O: The Return of the Texas Chainsaw Massacre

USA 1994

R: Kim Henkel

D: Renée Zellweger, Matthew McConaughey, Robert Jacks, Tonie Perensky

Laufzeit der UK DVD: 83:23 Min.

Gesehen am: 28.07.16

Fassungen: Mir lag die UK DVD vor = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und UT) vorhanden. Auch Deutscher Ton und dt. UT. Es gibt noch eine seltene Langfassung mit mehr Handlung/Dialogen (u.a. Jap. LD, DVD aus Kanada...).

Donnerstag, 27. Juli 2017

Update

27.07.17 - Neue Reviews


- Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache

- The Guy With Secret Kung Fu

- The Killer’s Love

- Mercenary (Archiv Review)

Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache Review



Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache

Story:

Nach dem Tod von Bruce Lee beauftragt das FBI einen Wissenschaftler, aus dem verstorbenen Star drei Klone zu erstellen - Bruce Lee 1, Bruce Lee 2 und Bruce Lee 3 (Dragon Lee, Bruce Le, Bruce Lai). Diese sollen einigen Gangstern, welche die Weltherrschaft an sich reisen wollen, das Handwerk legen. Als diese besiegt ist, dreht jedoch der Professor (Jon T. Benn) durch und will mit dem stärksten seiner Klone, selbst die Macht über die Welt gewinnen…

Meine Meinung:

Herrlicher Trash und Versuch, aus Bruce Lee Tod Kasse zu schlagen und unfreiwillig der Legende auch Respekt zu erweisen!

Es folgten viele solcher Filme und Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache, war sehr kurzweilig und fantasievoll wie auch trashig und unfreiwillig komisch (Dialoge).

Es gibt viele innovative Ideen wie:

Filmemacher die hinter dem Tod von Bruce stecken (gab es ja auch in der Wirklichkeit Gerüchte diesbezüglich), diverse Bruce Lee Klone (gespielt vom Trio Dragon Lee, Bruce Le und Bruce Lai), viel Old School Trainings- und Kampfszenen (90% des Filmes besteht nur aus Action), viel Trash (Dialoge, Roboterkämpfer die durch giftiges Gras sterben, FBI), Gweilos (u.a. FBI und der Professor), Bolo Yeung in einer Nebenrolle am Anfang und Endes des Filmes (Endgegner von Van Damme in Bloodsport), Mad Scientist Motive (der Professor der am Ende wegen schwachsinnigen Gründen durchdreht) und etwas exotischem Flair und Schmuddel (Wechsel zu Thailand und den vielen nackten Frauen, die sich die Brüste einreiben und einem Mann am Strand hinterherjagen).

Ein Film, der durch viel Action, Trash und Komik besticht und nicht durch Ernsthaftigkeit oder wunderschön choreographierte Kampfszenen. Wem oben genannte Schwachsinns-Beispiele nicht abschrecken (sondern für Freudentränen sorgen) sollte sich diesen Bruce Lee «Klon» nicht entgehen lassen! Trash und Unterhaltung pur!

Infos:

O: Shen Wei San Meng Long

HK 1980

R: Joseph Kong

D: Bruce Le, Dragon Lee, Bruce Thai, Jon T. Benn, Chiang Tao, Bolo Yeung

Laufzeit der dt. DVD: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 22.06.17

Fassungen: Gesehen als Bonusfilm auf der DVD zu The Big Boss 2 – Rache in Shanghai! Film ist Uncut, die Bildqualität sehr gut, Deutsch und Englischer Ton (einzelne Szenen auch in Englisch die dazumal in Deutschland zensiert waren). Die dt. Sprachfassung ist gut und garantiert Spass. Eine O-Ton Fassung mit englischen Subs ist mir nicht bekannt (also Mandarin).

The Guy With Secret Kung Fu Review



The Guy With Secret Kung Fu

Story:

Zwei heldenhafte Brüder treten gegen die Dragon Gang an und versuchen diese zu zerstören…

Meine Meinung:

The Guy With Secret Kung Fu ist ein typischer Ende 70er/Anfang 80er Old School Kung Fu / Wald und Wiesen Kung Fu Streifen wie es sie damals zu hunderten gab!

Und mir als grossen Fan dieses HK Genres, machen sie immer wieder Spass, auch wenn sie im Grunde fast immer dasselbe bieten.

Das Gute an The Guy With Secret Kung Fu ist: es gibt viel Actionszenen! Die Anzahl ist von Beginn an bis zum Ende hoch. Es wird viel trainiert, es gibt viele Kampfszenen welche schön choreographiert sind. Es gibt Szenen, in welchen ein Kämpfer gegen einen Kämpfer oder mehrere gleichzeitig kämpft. Das Ganze wurde übersichtlich und sehenswert in Szene gesetzt.

Man versuchte auch, die Szenen realistisch zu gestalten. Es wird mit und teilweise ohne Waffen gekämpft, so dass zumindest in dieser Hinsicht Abwechslung geboten wird. Und etwas Magie und Übernatürliches kommen auch vor, was einen etwas exotischen Nebenton mit sich bringt = weiterhin positiv.

Auch wenn es keine Abwechslung geben würde, würde mich das nicht stören. Das erwarte ich von dieser Art Film auch gar nicht. Nur tolle (Film)Kampfszenen und Action, welche der Fan mit diesem Klassiker auch geboten bekommt.

Positiv erwähnenswert: Der Soundtrack wurde vom Jackie Chan Film Die Schlange im Schatten des Adlers gestohlen und ist immer Mal wieder zu hören, was ich sehr cool finde! Passt einfach perfekt zu diesen Filmen und macht den Film in den Action- oder Trainingsszenen noch besser als er es schon wäre.

Fazit: Klare Empfehlung an jeden Old School Kung Fu Film Fan!

Infos:

O: Cai Yang Nu Bang Zhu

HK 1981

R: Joe Law Chi

D: Meng Fei, Nancy Yen, Sally Chen Sha-Li, Li Chung-Chien, Elsa Yeung

Laufzeit der HK LD: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 14.06.17

Fassungen: Mir lag die HK LD vor = Uncut, O-Ton oder Englisch Dubbed, keine Subs, gute bis etwas Schlechte (in einigen Szenen, die dunkel sind) Bildqualität. Es scheint keine Fassung im O-Ton mit Subs zu geben. DVD gibt es u.a. in England – nur Englisch Dubbed. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juni 2017).

The Killer’s Love Review



The Killer’s Love

Story:

Cheung Wai-Lun (Simon Yam) ist ein Auftragskiller der sich im Verlauf eines Auftrages, welchen er nicht sofort umsetzen konnte, im Haus der Lehrerin Lee Tai-Ho (Carol Cheng) einnistet, welche ihn für einen Gigolo hält. Beide verlieben sich, doch ein neuer, jüngerer Auftragskiller erscheint und will Cheungs Platz einnehmen. Dafür will er diesen töten…

Meine Meinung:

The Killer’s Love ist ein solider Genremix aus Hong Kong. Der Film vereint folgende Genres: Komödie, Liebesgeschichte und HK Action (vor allem paar Shoot-Outs und in ein-zwei Szenen wird auch gekämpft).

Der Film ist okay, wobei es teilweise in der 2. Filmhälfte auch Längen gibt und weniger interessante Szenen, wo auch länger auf Action verzichtet werden muss.

Die Story hat ein wenig an den amerikanischen Film Assassins – Die Killer erinnert, in welchem ebenfalls ein junger Profikiller ins Geschäft einsteigen und dazu erst das grosse Idol zur Strecke bringen muss inklusive Frau im Mittelpunkt. So auch hier.

Die Action ist okay, die Shoot-Outs blutig. Die Darsteller machen ihre Sache gut. Vor allem Simon Yam passt hervorragend in diese Rolle. Auch sein «alter Ego» als Gigolo nimmt man ihm hier ab (die Frauen meinen zuerst er sei ein Gigolo). Er spielte ja u.a. auch in den Filmen Gigolo And Whore 1 + 2, welche sich beide aber absolut NICHT lohnen. Wie gesagt – dann eher diesen Film hier schauen auch wenn Simon Yam keinen wirklichen Gigolo spielt.

Die Story ist auch sympathisch, weil Simon Yams und Carol Chengs Figuren eher ländlichen wohnen. Die beiden harmonieren gut (wie damals schon im jedoch sehr ernsten Tiger Cage) und auch den Humor mochte ich (wie Simon Yam für einen Gigolo gehalten wird, wie er sich vor seinen Feinden auf dem WC versteckt, wie er in der Schule die weiblichen Geschlechtsorgane zu lehren versucht).

Der Film ist kein Highlight und kein definitiv Must Have – aber ich fand trotzdem gefallen an dem Durchschnittswerk, so dass der Film problemlos in der Sammlung verweilen darf.

Infos:

O: Liang Xiang Qing Yuan

HK 1993

R: Jamie Luk Kim-Ming

D: Simon Yam, Carol Cheng, Karel Wong Chi-Yeung, Jamie Luk Kim-Ming, Angile Leung

Laufzeit der HK LD: Ca. 83 Min.

Gesehen am: 14.06.17

Fassungen: Mir lag die HK LD vor = Uncut, O-Ton, englische UT, sehr gute Bildqualität. Gäbe es in HK auch auf u.a. DVD (auch Uncut, O-Ton, englische Subs). Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juni 2017).

Mercenary Review



Mercenary

Story:

Ein reicher Geschäftsmann (John Ritter) wird an einem Fest von arabischen Terroristen angegriffen. Er überlebt, seine Frau nicht. Wieder genesen will er nur eins: Rache an den Terroristen. Mit Söldnern (u.a. Olivier Gruner) reist er ins Gebiet der Feinde...

Meine Meinung:

Der Kauf eines Laserdisc Players ermöglicht dem Filmfan, auf weitere Medien zurückzugreifen. Man hat die Qual der Wahl: VHS, VCD, DVD, Blu Ray oder nun eben noch die Laserdisc - je nach Film langt (zumindest mir) da auch die billigste Fassung was die Kosten angehen oder einfach das, was gerade verfügbar ist!

So kam ich nun in den Genuss des B-Actionstreifens Mercenary, der in Deutschland unter Rache - Söldner des Todes vertrieben wird. Das Genre mag ich, aber doch eher die 80er und 90er Filme Werke. Der Film erzählt eine typische 08/15 Geschichte mit einige Füllszenen und all die Klischees, welche man vom Genre erwartet.

Doch genau das macht an den Filmen auch so grossen Spass - zusammen mit einem "bekannteren" B-Actionstar (Ex Kickbox Weltmeister und Nemesis Star Olivier Gruner in der Hauptrolle) in einer mehr oder weniger anspruchslosen Story und cooler Action - und genau das bietet der Film. Mit John Ritter (aus Stephen Kings Es) hat man einen weiteren bekannten Darsteller an Bord, der das Gegenstück zu Olivier Gruner mimt.

Die Action ist gut, blutig und abwechslungsreich (blutige Shoot-Outs, Verfolgungsjagd durch die Wüste, kurze Kampfszenen etc.) in Szene gesetzt. Zwar kommt es hier und da zu Längen, aber damit muss man teilweise in dem Genre rechnen.

Für B-Actionfans zu empfehlen! Es folgte noch ein zweiter Teil (jedoch fürs TV), der jedoch sehr schlecht sein soll.

Infos:

O: Mercenary

USA 1997

R: Avi Nesher

D: Olivier Gruner, John Ritter, Robert Culp, Ed Lauter

Laufzeit der HK LD: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 28.07.16

Fassungen: Mir lag die Laserdisc aus HK vor = Gute, helle Bildqualität, O-Ton, feste chinesische UT. Ob Uncut kann ich nicht sagen. Laut einer Laserdisc Datenbank ist die HK LD zensiert (vier Minuten). Die Actionszenen sind jedoch blutig und wenn ich mit anderen Fassungen (z.B. youtube) vergleiche sind die Actionszenen scheinbar komplett. Möglicherweise fehlen Dialoge und/oder Handlung? Die dt. Fassungen sind Uncut (u.a. DVD).

Montag, 24. Juli 2017

Update

24.07.17 - Neue Reviews und Neukauf



- Neukauf

- The Chaser (Archiv Review)

- Marketa Lazarová

- Hard Target 2

- The Void

The Void Review



The Void

Story:

Polizist Carter (Aaron Pool) findet einen Verletzen und bringt diesen in ein fast leerstehendes Krankenhaus, welches vor einem Umzug steht. Doch schon kurze Zeit nachdem Carter das Krankenhaus betreten hat, bricht das Grauen aus und es gibt die ersten Opfer zu beklagen…

Meine Meinung:

Das Team um Manborg, Father’s Day und The Editor haben wieder zugeschlagen und, speziell dem 80er Jahre Filmfan, einen tollen Genrefilm auf die Leinwand gezaubert.

Wie schon in The Editor werden viele grosse Namen, Klassiker und Literatur zitiert und Hommagen eingebaut. Man nahm viel John Carpenter (Monster à la The Thing, in einem Gebäude eingesperrt, sich gegen draussen wehrend), etwas Lucio Fulci (Ende), Hellraiser (Höllenszenen und die Kreatur die die Protagonisten zwischen den schmalen Wänden durchjagt), George A. Romero (Night Of The Living Dead läuft in einer Szene im TV) und Literatur (vor allem H.P. Lovecraft).

Das wurde dann spannend, stimmungsvoll und von Beginn an bedrohlich langsam erzählt und umgesetzt. Man fiebert richtig mit, und weiss, dass etwas Ungutes passieren wird. Die Figuren fand ich okay, den Polizisten als Hauptfigur gar sympathisch.

Dazu kommt ein passender Soundtrack und schön altmodische Make-Up Effekte (Monster z.B.) und auch viel handgemachten Gore (FSK war sehr gnädig, da Uncut ab 16 Jahren). Speziell Fans der alten Schule, die die Nase voll haben von CGI Gore und Monstern, werden hier sehr zufrieden sein und «an gute alte (Film)Zeiten erinnert.

Die Story lässt am Ende einige Fragen offen und man merkt ein wenig, dass scheinbar das Budget ausging und sich die Filmemacher nicht klar waren, auf welche Aspekte sie das Hauptaugenmerk lenken wollten. Mit der Zeit hat sich der Film ein wenig im Horror und der Atmosphäre verloren – es fehlte ein wenig an einer geraden Linie.

Trotzdem fand ich The Void im Grossen und Ganzen recht gut, so dass ich den Film jedem Fan von 80er Jahre Horrorstreifen nur empfehlen kann! Für solche Genre Filme muss der Fan heute dankbar sein...

Infos:

O: The Void

Kanada 2016

R: Jeremy Gillespie, Steven Kostanski

D: Ellen Wong, Kathleen Munroe, Aaron Poole, Kenneth Welsh, Art Hindle

Laufzeit der dt. DVD: 86:56 Min.

Gesehen am: 13.06.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Wendecover, O-Ton, dt. UT. Trotz FSK16 Uncut!

Hard Target 2 Review



Hard Target 2

Story:

Ein Ex-Martial Artist (Scott Adkins) wird unter falschem Vorwand in den Dschungel nahe der thailändischen Grenze für einen «Wettkampf» eingeladen. Der richtige Grund für dessen Einladung: es wird eine Menschenjagd veranstaltet und er ist das Opfer, welches es zu jagen gilt…

Meine Meinung:

Der 2. Teil kann natürlich mit dem 90er Jahre Klassiker Harte Ziele von John Woo und mit Jean Claude Van Damme nicht mithalten, ist aber ein durchschnittlicher und solider B-Film geworden, der direkt auf VHS / DVD erschienen ist.

Die Story ist simpel: Scott Adkins wird von den Gangstern gejagt. Mehr muss man nicht wissen, viel mehr gibt es nicht zu sehen. Die Story erinnert natürlich stark ans Original, auch einige der Dialoge, Zeitlupenaufnahmen (Merkmale des John Woo), die Waffe des Gangsterbosses (à la jene von Lance Henriksen im Original), wie der Schriftzug im Vorspann eingeblendet wird (nach fliegendem Pfeil = war genauso im Original) und sogar weisse Tauben kommen als Hommage an John Woo vor!

Der Film hat einige exotische Momente, da fast nur im Dschungel und Wildnis spielend. Die Action ist okay. Paar durchschnittliche Kampfszenen, Verfolgungsjagden, nette Zeitlupenaufnahmen, blutige Shoot-Outs, paar Explosionen und kleinere Stunts. Natürlich ist die Qualität nicht so gut wie bei Adkins besseren Werken (Undisputed 2-4, Ninja 1-2, Savage Dog) aber doch besser als seine Van Damme Zusammenarbeiten (vor allem die früheren) aber im Grossen und Ganzen okay.

Das Hauptproblem des Filmes sind einige kitschige Dramaszenen (die Frau die Adkins auf der Flucht trifft und deren Hintergründe, das Ende, warum Adkins nicht mehr kämpft etc.) und vor allem sind 95% alles Bösewichte, die Adkins jagen, absolute Flaschen und bieten keinen Charme oder Sympathien und stellen auch keine ernstzunehmenden Gegner dar (da waren Lance Henriksen und Arnold Vosloo in Teil eins ganz andere Granaten).

Aber wie erwähnt: Direct To Video Film, da war kein allzu grosses Budget vorhanden und das meiste ging wohl für die Drehorte, die Action und Adkins drauf, da bleib also nichts für andere Granaten als Gegenspieler.

Da doch schlechter als andere Adkins Filme kann ich den Film auch nur den ultimativen Adkins Fans, die alles mögen, nur schon wenn der Name Scott Adkins auftaucht, empfehlen. Allen anderen empfehle ich Savage Dog und Co., ebenso Neueinsteigern in Sachen Scott Adkins.

Infos:

O: Hard Target 2

USA 2016

R: Roel Reiné

D: Scott Adkins, Robert Knepper, Rhona Mitra, Temuera Morrison, Ann Truong

Laufzeit der dt. DVD: 99.16 Min.

Gesehen am: 14.06.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Wendecover ja, Uncut, O-Ton und dazu dt. UT vorhanden.

Marketa Lazarová Review



Marketa Lazarová

Story:

13. Jahrhundert böhmische Wälder:

Ein deutscher aus reichem Hause, Christian (Vlastimil Harapes), wird von zwei Söhnen des Kozlik (u.a. Josef Kemr) auf seiner Reise entführt. Kozil und seine Bande sind bekannt, in der Gegend ihr Unwesen zu treiben und sind das Übel vieler Überfälle. Der König schickt Pivo und seine Armee los, um Kozlik das Handwerk zu legen und Christian zu befreien. Kozlik erhofft sich indes Hilfe von Lazar (Michal Kozuch), der jedoch ablehnt. Daraufhin wird dessen jungfräuliche Tochter Marketa (Magda Vásáryová) von Kozlik entführt. Die Schlacht um Entführungen und Rettungsversuche spitzt sich zu, als Kozliks einarmiger Sohn (Ivan Palúch) in die Hände von Pivo gelangt und es im Finale zur alles entscheidenden Schlacht kommt…

Meine Meinung:

Marketa Lazarová, der teilweise als bester tschechischer Film aller Zeiten gehandelt wird, ist ein intensives, aufwändig und eindrückliches wenn auch teilweise erschwertes, wenig unterhaltsames Kino geworden.

Das liegt daran, dass der fast 3stünder sehr komplex ist, normale Erzählstrukturen über Bord geworfen werden, man in die Geschichte viel interpretieren kann und viel Figuren und Nebenfiguren vorkommen.

Das heisst als Zuschauer muss man bei der Sache sein, sich einfinden, sich konzentrieren. Im Vergleich zum russischen Film Es ist schwer ein Gott zu sein, auch von Bildstörung in Deutschland veröffentlicht worden, ist Marketa Lazarová jedoch besser schaubar und einfacher zu folgen.

Das s/w sorgt für eine fesselnde Stimmung, Requisiten, Bauten, Kostüme etc. veranschaulichen das für damalige Verhältnisse hohe Budget, die Darsteller machen ihre Sache ebenfalls sehr gut und die Story hat zwar auch Längen, bietet aber verschiedene interessante Inhalte und Aspekte (Reich gegen Arm, Religion gegen Heidentum, Rolle in der Gruppe etc.).

Teilweise wirkt der Film gar märchenhaft oder surreal. Kriegsfilm und Actionszenen wie auch Gewalt kommen nur sporadisch vor – man sollte daher keinen blutigen Mittelalter Streifen erwarten. Inhaltlich orientiert man sich am besten an Kozlik (der Hauptclan) vs die Armee des Königs und gegen Lazar. So kann man die Lager und die Figuren am besten auseinanderhalten.

Ein Film, dessen Sehvergnügen nicht unterhaltend sein will, und doch wird man in Anbetracht dessen, was man zu sehen bekommt, gefesselt und erstaunt zurückblicken und sich fragen, was man da eben gesehen hat! Ein Film, der lohnt, mehrfach geschaut und genossen zu werden – in Hinblick auf dessen Komplexität sicherlich empfehlenswert.

Infos:

O: Marketa Lazarová

Tschechoslowakei 1967

R: Frantisek Vlácil

D: Josef Kemr, Magda Vásáryová, Nada Hejna, Jaroslav Moucka, Frantisek Velecký, Karel Vasicek

Laufzeit der dt. Blu Ray: 165:19 Min.

Gesehen am: 11.06.17

Fassungen: Mir lag die dt. Blu Ray von Bildstörung vor = Bonusdisc auf DVD, Schuber, Booklet mit Extras, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton (90% Tschechisch, 10% Deutsch) mit dt. UT, Uncut.