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Montag, 24. Juli 2017

Update

24.07.17 - Neue Reviews und Neukauf



- Neukauf

- The Chaser (Archiv Review)

- Marketa Lazarová

- Hard Target 2

- The Void

The Void Review



The Void

Story:

Polizist Carter (Aaron Pool) findet einen Verletzen und bringt diesen in ein fast leerstehendes Krankenhaus, welches vor einem Umzug steht. Doch schon kurze Zeit nachdem Carter das Krankenhaus betreten hat, bricht das Grauen aus und es gibt die ersten Opfer zu beklagen…

Meine Meinung:

Das Team um Manborg, Father’s Day und The Editor haben wieder zugeschlagen und, speziell dem 80er Jahre Filmfan, einen tollen Genrefilm auf die Leinwand gezaubert.

Wie schon in The Editor werden viele grosse Namen, Klassiker und Literatur zitiert und Hommagen eingebaut. Man nahm viel John Carpenter (Monster à la The Thing, in einem Gebäude eingesperrt, sich gegen draussen wehrend), etwas Lucio Fulci (Ende), Hellraiser (Höllenszenen und die Kreatur die die Protagonisten zwischen den schmalen Wänden durchjagt), George A. Romero (Night Of The Living Dead läuft in einer Szene im TV) und Literatur (vor allem H.P. Lovecraft).

Das wurde dann spannend, stimmungsvoll und von Beginn an bedrohlich langsam erzählt und umgesetzt. Man fiebert richtig mit, und weiss, dass etwas Ungutes passieren wird. Die Figuren fand ich okay, den Polizisten als Hauptfigur gar sympathisch.

Dazu kommt ein passender Soundtrack und schön altmodische Make-Up Effekte (Monster z.B.) und auch viel handgemachten Gore (FSK war sehr gnädig, da Uncut ab 16 Jahren). Speziell Fans der alten Schule, die die Nase voll haben von CGI Gore und Monstern, werden hier sehr zufrieden sein und «an gute alte (Film)Zeiten erinnert.

Die Story lässt am Ende einige Fragen offen und man merkt ein wenig, dass scheinbar das Budget ausging und sich die Filmemacher nicht klar waren, auf welche Aspekte sie das Hauptaugenmerk lenken wollten. Mit der Zeit hat sich der Film ein wenig im Horror und der Atmosphäre verloren – es fehlte ein wenig an einer geraden Linie.

Trotzdem fand ich The Void im Grossen und Ganzen recht gut, so dass ich den Film jedem Fan von 80er Jahre Horrorstreifen nur empfehlen kann! Für solche Genre Filme muss der Fan heute dankbar sein...

Infos:

O: The Void

Kanada 2016

R: Jeremy Gillespie, Steven Kostanski

D: Ellen Wong, Kathleen Munroe, Aaron Poole, Kenneth Welsh, Art Hindle

Laufzeit der dt. DVD: 86:56 Min.

Gesehen am: 13.06.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Wendecover, O-Ton, dt. UT. Trotz FSK16 Uncut!

Hard Target 2 Review



Hard Target 2

Story:

Ein Ex-Martial Artist (Scott Adkins) wird unter falschem Vorwand in den Dschungel nahe der thailändischen Grenze für einen «Wettkampf» eingeladen. Der richtige Grund für dessen Einladung: es wird eine Menschenjagd veranstaltet und er ist das Opfer, welches es zu jagen gilt…

Meine Meinung:

Der 2. Teil kann natürlich mit dem 90er Jahre Klassiker Harte Ziele von John Woo und mit Jean Claude Van Damme nicht mithalten, ist aber ein durchschnittlicher und solider B-Film geworden, der direkt auf VHS / DVD erschienen ist.

Die Story ist simpel: Scott Adkins wird von den Gangstern gejagt. Mehr muss man nicht wissen, viel mehr gibt es nicht zu sehen. Die Story erinnert natürlich stark ans Original, auch einige der Dialoge, Zeitlupenaufnahmen (Merkmale des John Woo), die Waffe des Gangsterbosses (à la jene von Lance Henriksen im Original), wie der Schriftzug im Vorspann eingeblendet wird (nach fliegendem Pfeil = war genauso im Original) und sogar weisse Tauben kommen als Hommage an John Woo vor!

Der Film hat einige exotische Momente, da fast nur im Dschungel und Wildnis spielend. Die Action ist okay. Paar durchschnittliche Kampfszenen, Verfolgungsjagden, nette Zeitlupenaufnahmen, blutige Shoot-Outs, paar Explosionen und kleinere Stunts. Natürlich ist die Qualität nicht so gut wie bei Adkins besseren Werken (Undisputed 2-4, Ninja 1-2, Savage Dog) aber doch besser als seine Van Damme Zusammenarbeiten (vor allem die früheren) aber im Grossen und Ganzen okay.

Das Hauptproblem des Filmes sind einige kitschige Dramaszenen (die Frau die Adkins auf der Flucht trifft und deren Hintergründe, das Ende, warum Adkins nicht mehr kämpft etc.) und vor allem sind 95% alles Bösewichte, die Adkins jagen, absolute Flaschen und bieten keinen Charme oder Sympathien und stellen auch keine ernstzunehmenden Gegner dar (da waren Lance Henriksen und Arnold Vosloo in Teil eins ganz andere Granaten).

Aber wie erwähnt: Direct To Video Film, da war kein allzu grosses Budget vorhanden und das meiste ging wohl für die Drehorte, die Action und Adkins drauf, da bleib also nichts für andere Granaten als Gegenspieler.

Da doch schlechter als andere Adkins Filme kann ich den Film auch nur den ultimativen Adkins Fans, die alles mögen, nur schon wenn der Name Scott Adkins auftaucht, empfehlen. Allen anderen empfehle ich Savage Dog und Co., ebenso Neueinsteigern in Sachen Scott Adkins.

Infos:

O: Hard Target 2

USA 2016

R: Roel Reiné

D: Scott Adkins, Robert Knepper, Rhona Mitra, Temuera Morrison, Ann Truong

Laufzeit der dt. DVD: 99.16 Min.

Gesehen am: 14.06.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Wendecover ja, Uncut, O-Ton und dazu dt. UT vorhanden.

Marketa Lazarová Review



Marketa Lazarová

Story:

13. Jahrhundert böhmische Wälder:

Ein deutscher aus reichem Hause, Christian (Vlastimil Harapes), wird von zwei Söhnen des Kozlik (u.a. Josef Kemr) auf seiner Reise entführt. Kozil und seine Bande sind bekannt, in der Gegend ihr Unwesen zu treiben und sind das Übel vieler Überfälle. Der König schickt Pivo und seine Armee los, um Kozlik das Handwerk zu legen und Christian zu befreien. Kozlik erhofft sich indes Hilfe von Lazar (Michal Kozuch), der jedoch ablehnt. Daraufhin wird dessen jungfräuliche Tochter Marketa (Magda Vásáryová) von Kozlik entführt. Die Schlacht um Entführungen und Rettungsversuche spitzt sich zu, als Kozliks einarmiger Sohn (Ivan Palúch) in die Hände von Pivo gelangt und es im Finale zur alles entscheidenden Schlacht kommt…

Meine Meinung:

Marketa Lazarová, der teilweise als bester tschechischer Film aller Zeiten gehandelt wird, ist ein intensives, aufwändig und eindrückliches wenn auch teilweise erschwertes, wenig unterhaltsames Kino geworden.

Das liegt daran, dass der fast 3stünder sehr komplex ist, normale Erzählstrukturen über Bord geworfen werden, man in die Geschichte viel interpretieren kann und viel Figuren und Nebenfiguren vorkommen.

Das heisst als Zuschauer muss man bei der Sache sein, sich einfinden, sich konzentrieren. Im Vergleich zum russischen Film Es ist schwer ein Gott zu sein, auch von Bildstörung in Deutschland veröffentlicht worden, ist Marketa Lazarová jedoch besser schaubar und einfacher zu folgen.

Das s/w sorgt für eine fesselnde Stimmung, Requisiten, Bauten, Kostüme etc. veranschaulichen das für damalige Verhältnisse hohe Budget, die Darsteller machen ihre Sache ebenfalls sehr gut und die Story hat zwar auch Längen, bietet aber verschiedene interessante Inhalte und Aspekte (Reich gegen Arm, Religion gegen Heidentum, Rolle in der Gruppe etc.).

Teilweise wirkt der Film gar märchenhaft oder surreal. Kriegsfilm und Actionszenen wie auch Gewalt kommen nur sporadisch vor – man sollte daher keinen blutigen Mittelalter Streifen erwarten. Inhaltlich orientiert man sich am besten an Kozlik (der Hauptclan) vs die Armee des Königs und gegen Lazar. So kann man die Lager und die Figuren am besten auseinanderhalten.

Ein Film, dessen Sehvergnügen nicht unterhaltend sein will, und doch wird man in Anbetracht dessen, was man zu sehen bekommt, gefesselt und erstaunt zurückblicken und sich fragen, was man da eben gesehen hat! Ein Film, der lohnt, mehrfach geschaut und genossen zu werden – in Hinblick auf dessen Komplexität sicherlich empfehlenswert.

Infos:

O: Marketa Lazarová

Tschechoslowakei 1967

R: Frantisek Vlácil

D: Josef Kemr, Magda Vásáryová, Nada Hejna, Jaroslav Moucka, Frantisek Velecký, Karel Vasicek

Laufzeit der dt. Blu Ray: 165:19 Min.

Gesehen am: 11.06.17

Fassungen: Mir lag die dt. Blu Ray von Bildstörung vor = Bonusdisc auf DVD, Schuber, Booklet mit Extras, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton (90% Tschechisch, 10% Deutsch) mit dt. UT, Uncut.

The Chaser Review



The Chaser

Story:

Zuhälter Joong-ho vermisst mehrere seiner Arbeiterinnen. Er glaubt, dass diese von einem Unbekannten verkauft wurden. Er findet heraus, dass alle Verschwundenen bei ein- und demselben Kunden waren. Er schickt seine Mitarbeiterin Mi-jin als Lockvogel zu ihm, um ihn zu schnappen. Doch die Wahrheit ist viel schlimmer: ein mörderischer Psychopath hat die Frauen alle getötet und Mi-jin begibt sich in Lebensgefahr...

Meine Meinung:

The Chaser habe ich relativ blind gekauft da er sich noch gut anhörte (in einem Filmforum), er sehr billig zu bekommen war (ist ja schon aus 2008 und kein seltener Film) und trotzdem erwartete ich nicht viel da ich immer skeptisch bin, wenn es um koreanische Filme geht.

Die zuletzt geschauten Werke aus dem Land waren dann auch alle okay, aber nicht kaufenswert oder Highlights (The Handmaiden, The Priests, Office). Ich will das koreanische Kino aber auch nicht schlecht reden, denn ich habe auch einige tolle Filme aus dem Land Zuhause, z.B. Pulgasari, Bedevilled, Shadowless Sword, City Of Violence, I Saw The Devil, My Way oder Musa.

Und The Chaser reiht sich in diese ein - fand den etwa so toll wie I Saw The Devil - ein hübsch düsterer, erstklassig gespielter und spannend-intensiver Psychothriller. Die Filme gefallen mir z.B. auch besser als die technisch feine "Rache-Trilogie" (Sympathy For Lady Vengeance und Co.). Die waren okay, aber der Funke sprang nie wirklich rüber.

Anders hier: düstere Bilder, von Beginn an fesselnde Story, zwei tolle Hauptdarsteller, "Kleinstadt" Stimmung, schön gefilmt, überzeugend gespielt, tolles Finale. Und das beste: die typischen Korea-Film Phänomene wie Überlänge, nicht enden wollende Enden, Wackelkamera, zu viel Dramatik und Längen kommen hier NICHT vor.

Zwar wird auf eine Dramatik auch nicht verzichtet, aber es passt zur Handlung, dem Genre und ist nicht übertrieben zeitverschwenderisch eingesetzt worden.

So macht auch das koreanische Kino grossen Spass bzw. unterhält prima, bitte mehr davon!
Für Fans des koreanischen Kinos zu empfehlen.

Infos:

O: Chugyeogja

Südkorea 2008

R: Na Hong-jin

D: Kim Yoon-seok, Ha Jeong-woo, Seo Yeong-hee, Koo Bon-woong

Laufzeit der dt. DVD: 119:45 Min.

Gesehen am: 09.08.16

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton mit dt. UT vorhanden. Die DVD gibt es auch in der Schweiz inzwischen sehr günstig zu erwerben.

Neukauf

Diese Woche erhalten:









Urotsukidoji New Saga
Die alten Urotsukidoji Teile finde ich klasse - vor allem die ersten beiden habe ich als sehr toll in Erinnerung. Guter Mix aus Sex, Fantasy aber auch Horror, Monster und Splatter. Reine "Adult Animes" sagen mir nämlich nicht zu. Es folgte die "New Saga", welche ich bisher nie zu Gesicht bekam. Durch einen Kauf von einem deutschen User (zu einem billigen Preis) komme ich nun in den Besitz der US DVD (Uncut, u.a. O-Ton mit englischen Subs).

Freitag, 21. Juli 2017

Update

21.07.17 - Neue Reviews



- The Crazies (Überarbeitet)

- Die Nacht der lebenden Toten (leicht überarbeitet)

- Dawn Of The Dead (Überarbeitet)

- The Revenge Of Angel (Archiv Review)

Dawn Of The Dead Review






Regisseur und ich am NIFFF 2016



Dawn Of The Dead

Story:

Problem: Zombie Apokalypse
Rettung: Hubschrauber und grosses Einkaufszentrum
Inhalt: Eine Gruppe bestehend aus drei Männern und eine Schwangeren (u.a. David Emge, Ken Foree)
Problem: Zombies
Problem Nr. 2: Rockerbande (u.a. Tom Savini) versuchen ins Kaufhaus zu kommen und mit ihnen die Zombies…

Meine Meinung:

Dawn Of The Dead, der 2. Teil nach Die Nacht der lebenden Toten, führt Romeros Zombie Trilogie (Night Of The Living Dead, Dawn Of The Dead, Day Of The Dead), welche später aufgerundet wurde mit Land Of The Dead, Diary of The Dead, Suvival Of The Dead, weiter.

Der Film wurde zu einem weltweiten Erfolg und gilt als Klassiker im Horror- und Zombiefilm. Es existieren mehrere Versionen zum Film der an unzähligen Festivals lief und viele Preise gewann und 2004 folgte ein Remake.

Der Film führt Themen aus seinem Vorgänger weiter. Die Apokalypse ist da – unerklärt und der Vorspann setzt mitten im Chaos ein. Danach werden die Figuren eingeführt und die eigentliche Story beginnt – die Flucht aus dem Chaos ins Kaufhaus, wo sich eine Gruppe Menschen versteckt um zu überleben. War es in Teil eins ein Haus ist es hier ein ganzes Kaufhaus – dieser Wandel und die Szenen am Ende (mit den Rockern und dem Plündern, obwohl die Welt im Chaos versinkt und Geld nicht mehr wichtig scheint) soll gar die Konsumgesellschaft kritisch darstellen.

Vordergründig ist Romero jedoch ein starker Horror- bzw. Zombiefilm gelungen, der mir jedoch im Argento Cut besser gefällt. Regisseur George A. Romero hat mit Dario Argento, dem Regisseur und Italiener von solch namhaften Klassikern wie Tenebre, Deep Red oder Suspiria, einen Deal abgeschlossen, der es Dario Argento ermöglichte, für Europa bzw. Italien und nicht englischsprachige Ländern, seine eigene Version rauszuhauen. Diese hat Argento auch selbst geschnitten. Dabei blieben u.a. einige humoristische Szenen und Handlung auf der Strecke, was den Film etwas ernster und actionreicher macht, was ich begrüsse. Zudem wartet der Film mit dem tollen Soundtrack der Ital. Band Goblin auf – nur schon deshalb schaue ich mir lieber diese Fassung an.

Jedoch scheint es in beiden Fassungen auch unterschiedliche Gewaltszenen zu geben, d.h. in einer Fassung fehlt etwas oder ist expliziert als in der anderen. Das ist jedoch nur in 1-2 Szenen erwähnenswert (Hubschrauber köpft Schädeldecke vom Zombie gibt es z.B. nur im Romero Cut zu sehen, dafür werden in der Argento Fassung die Kinder-Zombies expliziter erschossen) und ansonsten gibt es genug Effekte im Argento Cut, damit auch der Splatterfan auf seine Kosten kommt.

Die Spezialeffekte stammen von Tom Savini, den Horrorfans ein Begriff ist – er war u.a. für die Effekte in Freitag der 13., Freitag der 13. – Das letzte Kapitel, The Prowler, Deathdream, Nightmare, Creepshow 2, The Burning oder The Texas Chainsaw Massacre 2.

Mit Zombie und einigen der anderen erwähnten Filme machte er sich einen Namen und durfte in einer Vielzahl von Streifen sein Können, welches er live im Vietnamkrieg erlebte bzw. sich davon inspirieren liess, zeigen. Er ist auch in einer Nebenrolle als Rocker am Ende zu sehen. Nebst vielen blutigen Shoot-Outs sind es sicherlich die Machete im Kopf, der explodieren Kopf und die Fressszenen am Ende, welches die Highlights in Sachen Effekte im Film darstellen. Was das Aussehen der Zombies angeht muss man, vor allem aus heutiger Sicht, Abstriche machen. Make-Up Veränderungen wurden nur selten vorgenommen, meist wurde die Hautfarbe einfach anders bemalt (bläulich). Dafür hat Savini dann im 3. Teil Day Of The Dead einige seiner bis dato besten Effekte Kreationen auf die Leinwand gezaubert, so dass das Dawn Of The Dead Make-Up Thema vom Tisch ist bzw. ihm verziehen sei.

Nebst Tom Savini, Dario Argento und George. A. Romero machte sich der Schwarze Darsteller Ken Foree nach dem Film einen Namen in Sachen Horrorfilme. Unter anderem war er zu sehen in: From Beyond, Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre 3, The Dentist oder Joshua Tree (mit Dolph Lundgren).

Dario Argento war also für seinen Schnitt, die Wahl der Musik und als Skript-Berater zuständig. Dessen Bruder Claudio hat Romeros Werk zudem produziert – wahrscheinlich resultiere daraus der Deal zwischen Argento und Romero.

Mir gefällt der Film wegen seiner Stimmung, der Action, den Effekten, dem Kammerspiel, dem Soundtrack von Goblin und weil die Figuren sympathisch gezeichnet sind – was deren Schicksal also nicht egal macht. Verbesserungswürdig wäre das Aussehen der Zombies und als negativ müssen, auch im Argento Cut, einige Längen und paar humoristische Szenen in Kauf genommen werden (gerade die Rocker am Ende betreffend).

Fazit: Ein toller Klassiker den jeden Horrorfilmfan gesehen haben sollte!

Infos:

O: Dawn Of The Dead

USA 1979

R: George A. Romero

D: David Emge, Ken Foree, Scott H. Reiniger, Gaylen Ross, David Crawford, Tom Savini

Laufzeit der US DVD: 119:09 Min. (Argento Cut)

Erstsichtung: Schulzeit (7. 8. Klasse) (Noch als Trilogy Of The Dead Version)

Review überarbeitet: 17.07.17

Fassungen: Mir lag vor: jap. Blu Ray = Booklet, Sonderverpackung, drei Blu Ray Discs = US Kinofassung, Langfassung, Argento Cut. Gesehen als Argento Cut = Englischer Ton, u.a. in 5.1. Die Bildqualität ist sehr gut. Es gibt nur jap. UT (nicht fest im Bild). Mir liegt zudem noch die US DVD Box von Anchor Bay vor, ebenfalls mit allen drei Fassungen (auch hier: keine englischen UT). Wer englische UT will muss zur Arrow Fassung aus England greifen. In Italien bereits als Blu Ray in 4K Restauration und als Ultra HD Blu Ray erhältlich (jedoch auch hier: NIX Englische UT). In Deutschland in diversen Fassungen Uncut erhältlich (Deutschland und/oder als angebliche Fassungen aus Österreich, da Film unverständlicherweise noch immer «verboten»).

Die Nacht der lebenden Toten Review





George A. Romero mit mir am NIFFF 2006





Die Nacht der lebenden Toten

Story:

Barbara (Judith O'Dea) und deren Bruder Johnny (Russell Streiner) besuchen das Grab ihres Vaters. Dort angekommen passiert eine schreckliche Tragödie: Ein herumirrender Mann (Ein Zombie) fällt sie an und tötet Johnny. Barbara flieht und flüchtet sich in ein Haus und trifft dort auf Ben (Duane Jones), welcher die Situation unter Kontrolle zu haben scheint. Zusammen schliessen sie sich in dem Haus ein, doch die lebenden Toten kommen langsam aber unaufhaltbar näher…

Meine Meinung:

Night of the Living Dead ist ein absoluter Klassiker des Genres, der Mutterfilm aller Zombiefilme und George A. Romeros Erstlingswerk, welches mit mehreren Fortsetzungen belohnt wurde, von denen sicherlich Dawn Of The Dead und Day Of The Dead erwähnenswert sind (alles danach kann man eigentlich vergessen).

1968 wurde der Film veröffentlicht und sorgte überall für Entsetzen und für Staunen, und so wurde der Film als erster seiner Art, ein Film eines nicht familienfreundlichen Genres, ins New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen, wo er heute noch steht (Später folgte z. B. Blutgericht in Texas).

George A. Romeros Idee, den Film vollkommen in s/w zu drehen, gibt dem Film eine dichte und beklemmende Atmosphäre, welche bis zum heutigen Tag nichts an ihrer Faszination verloren hat. Die Geschichte ist simpel, doch wurde sie sehr spannend umgesetzt. Es gibt kein Entkommen, langsam aber sicher schreiten die lebenden Toten immer näher an das Haus heran, einfach geniale Szenen.

Ausserdem kritisierte der Regisseur den Vietnamkrieg, was vor allem in den schrecklichen Schlussszenen sehr deutlich wird inklusive Rassismus (Tipp dazu: Abspann nicht vergessen bis zum Ende zu gucken). George A. Romero, der Regisseur des Filmes, setzte auf gute aber unbekannte Darsteller. Der Sound und die Kameraführung sind ebenfalls sehr gut gelungen (z.B. das Spiel mit Licht und Schatten im Keller am Ende mit der Leiche).

Die wenigen Make-up Effekte sind gut und für die damalige Zeit sicher auch sehr krude ausgefallen, so sieht man ganz deutlich, wie lebende Tote Gedärme und Körperteile zu fressen beginnen.

Auch in der heutigen Zeit hat dieser Klassiker nichts von seiner magischen Aura oder dem schonungslosen Ende verloren, ganz im Gegenteil: Das Thema Zombie ist bis heute nicht aus dem Kino/TV verschwunden (Serien wie Walking Dead, Filme Dead Shack oder It Stains The Sands Red um paar 2017 Beispiele zu nennen, Neuveröffentlichungen von Dawn Of The Dead und Land Of The Dead von Shout Factory 2017). Jeder versucht, ein Stück vom Kuchen haben und origineller als der andere sein zu wollen.

1990 folgte von Effektkünstler Tom Savini das Remake zu Night of the Living Dead, welches zwar gelungen ist, jedoch nicht an das Original heranreichen konnte.

Sicher einer der besten Klassiker dieses Genres und ein wegweisendes Werk, welches man als Horrorfan gesehen haben sollte!

Infos:

O: Night of the Living Dead

USA 1968

R: George A. Romero

D: Duane Jones, Judith O'Dea, Russell Streiner

Laufzeit der Marketing DVD: 95:51 Min.

Erstsichtung: Während meiner Schulzeit im Free TV (7. oder 8. Klasse denke ich)

Review leicht angepasst: 17.07.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Marketing vor = Uncut, Deutscher Ton (früher zensierte Stellen sind in Englisch mit Subs), O-Ton auch an Bord, sehr gute Bildqualität. Die dt. Synchro Fassung ist gut geworden.

The Crazies Review




George A. Romero und ich 2006 am NIFFF




The Crazies

Story:

In einer Kleinstadt wird ein Kampfstoff getestet, der eine beträchtliche Anzahl Einwohner gewalttätig durchdrehen lässt. Das Militär übernimmt das Kommando und macht Jagd «auf die Verrückten». Eine Gruppe von «nicht infizierten» versucht zu überleben und muss sich gegen Verrückte und/oder schiesswütige Militärs schützen…

Meine Meinung:

The Crazies ist ein interessanter und auch gesellschaftskritischer Film geworden (Testversuche, Militär gegen Bevölkerung, erneut die Frage: «Wer ist der Feind?» Der Mensch oder der Verrückte analog zu die Zombies oder die Rocker am Ende von Dawn Of The Dead), der damals die Gemüter sicherlich zum Kochen gebracht hat, sprich: einige Zuschauer zu schockieren vermochte (auch mit dem Ende und «der finalen Lösung, welche im Film präsentiert wird).

Ich habe den Film als Kind zum ersten Mal im Free -TV gesehen (Sender wie SF1 und SF2 brachten damals viele Horrorfilme Uncut, meist spätnachts) und fand den Streifen damals sehr gruselig. Allerdings konnte ich mich später an kaum was erinnern (ausser die Feldszene mit der Mistgabel). Es dauerte viele Jahre bis ich den Film wieder sah: und auch zu diesem Zeitpunkt sagte mir der Film zu.

Man erkennt hier einige Gesichter wieder, die Regisseur Romero später auch in seinem Dawn Of The Dead einsetzte (der Bärtige Wissenschaftler z.B.).
Auch erinnern einige Szenenabläufe und Situationen an seine späteren od. auch an seinen früher gedrehten Zombiefilm (die Wiese wo es zu Exekutionen via erschiessen kommt).

Die Darsteller sind gut und kommen glaubhaft und realistisch rüber. Aus Genrefilmen bekannt dürfte vor allem Lynn Lowry sein – Shivers und Hauptrolle in I Drink Your Blood (Debüt). Im gleichen Jahr wie The Crazies spielte sie eine Doppelrolle in Sugar Cookies – ein Film aus einer ganze Zeitepoche, ähnlich wie I Drink Your Blood mit viel nackter Haut was damals lt. Interview auf der The Crazies DVD mit der Schauspielerin normal war (jeder Fotograph oder Filmemacher versuchte sie ins Bett zu bekommen, die Zeit der freien Liebe, Drogen etc.). Sie wurde sogar für das The Carzies Remake (2010) für eine Rolle gebucht und interessanterweise ist sie auch heute noch im Filmgeschäft tätig (Serien, Filme, Kurzfilme), jedoch mir unbekannte Werke. Ihr Gesicht ist jedoch unverkennbar und sie passt gut in die von Romero geschaffene Rolle.

Die Story selbst ist etwas spannend, aber leider kommt es auch zu Längen. Es ist nicht durchgehend eine Spannung oder Action geboten und teilweise wird hier und da auch etwas zu viel geredet. Das gleiche gilt für die Stimmung – vereinzelte Szenen haben eine dichte, unheimliche Atmosphäre und sind optisch toll in Szene gesetzt (die Szene mit der Stricknadel z.B.), andere Szenen wiederrum vermissen Stimmung und Spannung. Im Grossen und Ganzen hat Romero aus diesem Low-Budget Film jedoch eine starke und ordentliche Arbeit abgeliefert, die auch nach mehr aussieht, als sie sicherlich gekostet haben dürfte.

Effekte: man darf keine Dawn of The Dead Qualitäten erwarten, aber bisschen Blut gibt es zu sehen was ich schön fand und nicht mehr in Erinnerung hatte (Shoot Outs, Szene mit der Heugabel, Stricknadel etc.). Die weissen Anzüge der Militärs kommen natürlich den Shoot-Outs gelegen und entgegen. Die Effekte sind simpel, aber effektiv und ausreichend in Szene gesetzt.

Wen man gerne alte Klassiker schaut, dem sei dieser Film von George A. Romero zu empfehlen! Das Remake stammt von 2010 und habe ich bis heute nicht gesehen…

Infos:

O: The Crazies

USA 1973

R: George A. Romero

D: Lane Carroll, Harold Wayne Jones, Lloyd Hollar, Richard Liberty

Laufzeit der BU DVD: Ca. 103 Min.

Erstsichtung: als Kind im FREE TV SF 1 oder SF 2

2. Sichtung: muss zwischen meiner Schulzeit (Ende Schule) und 2006 gewesen sein, weil die DVD nahm ich 2006 ans NIFFF für Autogramm

Review überarbeitet: 17.07.17

Fassungen: Mir lag die US DVD vor = Code Free, Uncut, sehr gute Bildqualität (damals waren vor allem Labels wie Anchor Bay, Shriek Show, Blue Underground marktführend und für viele DVD Weltpremieren verantwortlich, in Deutschland gab es dazumal oft noch keine DVD Ausgabe), exklusive Extras (u.a. AK vom Regisseur). Einziges Manko: keine UT zum O-Ton. Wer englische UT will muss zur Anchor Bay UK DVD greifen oder die neue US Blu Ray von Blue Underground erwerben. In Deutschland Uncut auf DVD zu erwerben (u.a. mit O-Ton und zumindest dt. UT).

The Revenge Of Angel Review



The Revenge Of Angel

Story:

Angel (Moon Lee) arbeitet bei als Star bei der Peking Oper. Als sie einem Gefallen eines Gangsters nicht nachkommt, wird Angel getötet. 20 Jahre später: als die Peking Oper Gruppe mit einem neuen Star unterwegs ist, erscheint Angels Geist und will Rache an ihrem Mörder. Gleichzeitig verliebt sie sich in den neuen Star der Peking Oper Truppe (und umgekehrt) und kämpft zudem dagegen an, am Ende in der Hölle zu landen...

Meine Meinung:

The Revenge Of Angel ist ein nicht uninteressanter Mix aus Peking Oper, Action, Liebesgeschichte und Übernatürlichem und spielt zudem zu einer älteren Zeitepoche (ca. 40er Jahre könnte passen). Der Film funktioniert und die verschiedenen Genres passen, wie so oft im Hong Kong Genre, gut zusammen.

Vor allem für Fans von Moon Lee (oft im Girls With Guns Genre zu finden) kann ich den Film sehr empfehlen. Weil hier spielt sie Mal einen völlig anderen Filmtypen als sonst. Und sie macht dies toll - sie brilliert sowie in den Operszenen wie auch in den Actionszenen (wobei hier wenig überraschend).

Sie mimt gut den Geist und das Übernatürliche bringt einen tollen, exotischen Beigeschmack in den Film. Das Finale fand ich vor allem sehr fantasievoll (als noch die Wächter der Hölle auftauchen und mitmischen) wie auch actionreich.

Wu Ma ist der 2. grosse Name - er ist solide wie fast immer in seinen Rollen. Der männliche Held (Name ist mir entfallen) passt gut zu Moon Lee und kommt auch sympathisch daher und die Bösewichte schön fies und eben böse!

Fazit: Kein Highlight, aber ein guter Genre Mix und zumindest für Moon Lee Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Shui Ling Long

HK 1990

R: Richard Yeung Kuen

D: Moon Lee, Wu Ma, Liu Chi-Wei, Alvina Kong, Chung Fat, Yuen Mo

Laufzeit der HK VCD: ca. 91 Min.

Gesehen am: 31.07.16

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2016) und es scheint auch keine DVD Version zu geben (Stand: Juli 2016). Mir lag die HK VCD von Ocean Shores vor = Uncut, O-Ton, englische UT, durchschnittliche bis schlechte Bildqualität. Die UT sind immer gut zu lesen. In den Nachtszenen ist die Bildqualität nur dürftig aber besonders schlecht sind viele Klötzchen Bildungen (auf Disc eins mehr als auf Disc zwei). Es gibt noch eine VCD von Mei Ah. K.A. ob dort die Bildqualität besser ist. Dann gäbe es noch eine HK Laserdisc, welche vermutlich eine bessere Bildqualität haben dürfte. Trotzdem ist der Film auch in dieser Fassung schaubar.

Dienstag, 18. Juli 2017

Update

18.07.17 - Neue Reviews, neuer Buch Tipp und Neukauf

 

- Ley Lines

- Die Katze mit den Jadeaugen

- Headshot

- The Dunwich Romance (Buch Tipp)

- The Ghost Hill (Archiv Review)

- Neukauf



Ley Lines Review


Ley Lines

Story:


Drei Japaner Chinesischer Abstammung (u.a. Kazuki Kitamura) haben die Schnauze vom Landleben voll und versuchen ihr Glück in der Stadt bzw. in Tokyo Shinjuku. Doch dort wird ihnen ihr ganzes Geld von einer Prostituierten abgenommen. Sie versuchen mit kleinen Delikten (Drogenverkauf etc.) an Geld zu kommen, doch ziehen damit auch Aufmerksamkeit von grösseren Gangster(banden) auf sich mit negativen Folgen…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der lose zusammenhängenden Reihe von Takashi Miike ist der schlechteste Teil geworden d.h. Shinjuku Triad Society und Rainy Dog haben mir mehr zugesagt.

So bleiben zwei gute Filme und ein Durchschnittswerk. Der Film hat nur vereinzelt typische Miike Momente, mit Action wird bis zum Ende abgewartet, die Inhalte sind eher 08/15 (Landbuben versuchen sich als grosse Gangster in der Stadt und verlieren am Ende alles, erzählt à la Miike) mit zu vielen Längen und zu wenig Action.

Dazu kommt, dass die Figuren relativ wenig Tiefe besitzen und der schwarze Humor teilweise als unpassend wahrgenommen wird. Auf grössere bekannte Namen wurde verzichtet. Der erwähnte Kazuki Kitamura war z.B. letztens in dem indonesischen Actionkracher The Raid 2 zu sehen.

Der Soundtrack, die Optik und die teilweise fast traumhafte und melancholische Stimmung und die Wirkung von Tokyos Grossstadt Leben können hingegen als positive Nebenaspekte gewertet werden, die den Film auch vor einem Totalflop bewahren.

Fazit: Als Einzelfilm uninteressant, in einer Film-bzw. DVD / Blu Ray Collection mit den anderen zwei Teilen okay.

Infos:

O: Nihon kuroshakai

Japan 2000

R: Takashi Miike

D: Shô Aikawa, Samuel Pop Aning, Yukie Itou, Michisuke Kashiwaya, Kazuki Kitamura

Laufzeit der UK DVD: Ca. 105 Min.

Gesehen am: 11.06.17

Fassungen: Siehe Shinjuku Triad Society. Gibt es auch in Deutschland Uncut und im O-Ton mit Subs auf. DVD.