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Samstag, 4. Februar 2017

Update

04.02.17 Neue Reviews


- Schulmädchen-Report, 4. Teil - Was Eltern oft verzweifeln lässt

- Rape In Public Sea

- I Eat Your Skin

- Gambling Baron (Archiv Review)

- Devil Design (Archiv Review)

- Djangos Rückkehr (Archiv Review)

- Nico (komplett überarbeitet)

- The Sect (komplett überarbeitet)

The Sect Review



The Sect

Story:

Deutschland:

Die junge Lehrerin Miriam Kreisl (Kelly Curtis) fährt mit dem Auto einen alten Mann (Herbert Lom) an. Doch dieser hatte Glück im Unglück: Ihm ist nichts passiert. Dennoch fährt sie ihn zu sich nach Hause und bietet ihm Unterkunft an um sich erholen zu können. Doch kurze Zeit später stirbt der Mann. Von nun an häufen sich mysteriöse Vorkommnisse: Alpträume, Verschmelzung zwischen Realität und Traum, der Leichnam des alten Mannes verschwindet, ihre Freundin wird getötet...Miriam ahnt nicht, dass sie für etwas Schreckliches auserwählt wurde…

Meine Meinung:

Was sich jetzt wie ein dreistes Rip Off von Rosemaries Baby od. Welcome To Hell anhört, hat es nicht verdient, so genannt zu werden. The Sect, von Dario Argentos (produzierte den Film u.a.) Schüler Michele Soavi (Dellamorte Dellamore, Aquarius, The Church) inszeniert, bietet schlussendlich genug Eigenständigkeit, um überzeugen zu können und nicht als billige Ital. Kopie eines «Welterfolges» betitelt zu werden (Vergleich The Last Jaws und/oder Alien 2).

Die Geschichte wird sehr langsam erzählt und wenn man von der Story im Voraus wenig weiss, ist das ganze teilweise auch mysteriös, spannend und wirr. Genauso wie es für die Hauptperson des Filmes ist, ergeht es auch dem Zuschauer. Doch am Ende löst sich alles auf und das Ganze ist simpler als gedacht, aber schön komplex. Das heisst: aufmerksam sein und es lohnt sich den Film ohne grosses Vorwissen anzusehen und sich darauf einzulassen. Auf diese Weise wirkt der Film am besten.

Der in Deutschland gedrehte Film entstand nach dem Zusammenbruch der italienischen Filmindustrie. Die Namen sind weniger bekannt als in älteren Ital. Genre-Filmen. Herbert Lom kann jedoch auf eine beachtliche Auswahl an Rollen zurückblicken und er agiert hier auch sehr gut. So auch die Hauptdarstellerin. Italo Fans werden zumindest Giovanni Lombardo Radice wiedererkennen (Typ mit dem Herz in der U-Bahn). Zwar sichtlich gealtert, aber nette Geste ein bekanntes Gesicht, zumindest für Hardcore-Fans, in den Film zu packen.

Die Kamera, erinnernd ans Kino von Dario Argento und Co. (Soavi war ein aufmerksamer Schüler), bietet viele kleine Höhepunkte / Szenen, die sehr gruselig (in der Leichenkammer), spannend (am Ende in dem Haus), interessant (die Alptraumszene mit dem grossen Vogel als Teufelssymbol) und sehr gelungen (die vielen Maden im Zimmer, das Ende mit dem Feuer, die einzelnen kleinen Hinweise z.B. mit den blauen Fäden im Wasser…) sind. Optisch gibt der Film, wie auch die anderen Werke Soavis, einiges her. Schöne Aufnahmen, tolle Stimmung.

Die wenigen Make-Up Effekte stammen von Sergio Stivaletti (die «animatronics») und sind sehr gut gelungen. Was die Anzahl angeht nur wenig solcher Szenen, aber ich hatte daran grosse Freude! Und wenig Effekte bedeutet nicht, dass der Film schlecht ist. The Sect überzeugt vor allem durch seine stimmungsvolle, unheimliche und mysteriöse Geschichte/Inhalte und Optik als durch «Gore Effekte». Das wäre auch schade gewesen und würde Soavi und dem Film nicht gerecht, wenn man die Qualität nur anhand Effekte Szenen messen würde.

Fazit: Wer das Ital. Kino und besonders die alten Klassiker von Bava, Argento und eben auch Soavi mag, dem sei der Film unbedingt empfohlen!

Infos:

O: La Setta

Italien 1990

R: Michele Soavi

D: Kelly Curtis, Herbert Lom, Giovanni Lombardo Radice

Laufzeit der dt. Blu Ray: 116:44 Min.

Gesehen am: 01.06.07

Überarbeitet am: 30.01.17

Fassungen: Lange gab es den Film in Deutschland nur zensiert und nicht auf DVD. Koch Media hat dies in einer wunderbaren Edition geändert und bietet folgendes: Mediabook, Booklet welches informativ & verständlich geschrieben ist, DVD & Blu Ray zum Film, sehr gute bis gute Bildqualität, Uncut Fassung, viele exklusive Extras und den Film in Deutsch, Englisch und italienisch mit deutschen UT – war auch für mich ein Grund für einen Neukauf da ausländische Fassungen (z.B. Ital. DVD oder japanische Blu Ray) keine englischen UT zum Ital. Ton hatten und ich den Film nicht Englisch Dubbed schauen wollte. Daher für mich die ultimative Fassung. Die deutsche Synchronisation soll relativ schlecht und billig sein, daher nicht getestet.Die Bildqualität schlägt z.B. die UK Blu Ray um Welten (hätte jedoch ein schöneres Cover gehabt und wäre vom Preis her billiger gewesen).

Nico Review



Nico

Story:

Der New Yorker Polizist Nico Toscani (Steven Seagal), Kampfsportexperte und Vietnam Veteran, schlägt sich recht gelassen durch die Banden und Gangster von New York, doch bei seinem neuesten Fall scheinen höhere Mächte, bzw. Leute aus der CIA, Dreck am Stecken zu haben. Das bekommt ihm und seiner Partnerin (Pam Grier) nicht…

Meine Meinung:

Dies war Steven Seagals (Glimmer Man, Exit Wounds - Die Copjäger, Alarmstufe: Rot 1 + 2, Hard To Kill, Zum Töten freigegeben) Filmdebüt, im recht hohen Alter von damals 37 Jahren, welches er seinem heutigen Kollegen und Regisseur Andrew Davis (Alarmstufe: Rot) zu verdanken hatte. Beachtlich wenn man das grosse Studio und viele andere Top-Stars neben sich hat – und das damals als No Name in einem «hinrlosen» Actioner!

Andrew Davis inszenierte einen recht soliden 08/15 Cop-Thriller mit vielen Klischees und einigen gelungenen kurzen dafür, blutigen Actionszenen. Hier mimt Seagal zum ersten Mal einen Cop, eine Rolle, die er in seinen späteren Filmen fast nie mehr ablegen würde.

Hier wirkt er recht souverän und darf sich neben anderen Stars rumtummeln, z.B. Pam Grier oder Sharon Stone welche hier nur in einer eher nichts aussagenden Nebenrolle zu sehen ist.

Gut gefallen hat mir hingegen Italo und Euro Cult Star Henry Silva (Horror-Alligator) als Bösewicht! Leider hat er teilweise nicht viele Szenen, wirkt natürlich schon etwas gealtert und hat vor allem im direkten Kampf keine Chance gegen Seagal, so dass das Finale nicht wirklich spektakulär oder spannend geworden ist. Aber schön ihn in einem solchen Film als Bösewicht und Foltermeister zu sehen! Das gibt Pluspunkte für jede Szene, in welcher er vorkommt.

Die Actionszenen sind gut, aber kurz. Es kommt zu Schiessereien, Kämpfen (gegen Ende der ein oder andere harte Knochenbruch) und einigen Verfolgungsjagden! Die Szenen machen Spass!

Fazit: Steven Seagals erfolgreiches Filmdebüt sollte man sich als Fan von 80er/90er Jahre Actionstreifen nicht entgehen lassen! Hat mir z.B. auch besser gefallen als der Nachfolger (Hard To Kill).

Infos:

O: Above the Law

USA 1988

R: Andrew Davis

D: Steven Seagal, Pam Grier, Henry Silva, Sharon Stone

Laufzeit der dt. DVD: 95:10 Min.

Gesehen am: 04.04.05

Überarbeitet am: 29.01.17

Fassungen: Die dt. DVD von Warner ist zu empfehlen = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, gute deutsche Synchronisation wobei O-Ton und UT auch an Bord wäre. Die Filme habe ich immer in Deutsch gesehen, daher werden sie auch weiterhin in Deutsch geschaut. Und früher waren die Synchronisationen noch klasse und nicht so schlecht wie heute.

Djangos Rückkehr Review



Djangos Rückkehr

Story:

Django (Franco Nero) hat sich nach den tödlichen Ereignissen aus Teil eins (Django) zurückgezogen und lebt einsam und gewaltfrei in einem Kloster. Doch als der böse Sklaventreiber Orlowsky (Christopher Connelly) in seiner Miene Unschuldige gegen ihren Willen zur Arbeit zwingt und junge Mädchen und Frauen aus Dörfern entführt (darunter auch Djangos Tochter) sieht Django rot und plant Orlowsky zu stoppen...

Meine Meinung:

20 Jahre nach dem Originalfilm kehrt Franco Nero in die Rolle zurück, welche ihm weltberühmt machte. Der Film ist jedoch, mit Ausnahme des Stars und dem Rachethema, nicht mit dem Originalfilm zu vergleichen. Es handelt sich auch nicht um einen richtigen Western, sondern eher um einen Actionfilm mit Racheinhalt und Westenanleihen (Einstellungen, paar Szenen etc.).

Mir hat der Film gut gefallen. Vor allem war er unterhaltsam und kurzweilig. Die Stärken welche ich besonders erwähnen möchte: der Film hat eine düstere Optik und Stimmung. Dies kommt in vielen Szenen kameratechnisch und optisch gut und intensiv zur Geltung. Auch der Soundtrack (auch wenn in der dt. Fassung teilweise gegenüber der Ital. Sprachfassung verändert) sorgt intensiv dazu, dass die düsteren Szenen als solche verstärkt wahrgenommen werden.

Die Darsteller waren ebenfalls sehr gut, vor allem Christopher Connelly als böser und fieser Prinz war eine Wucht! Er spielt gar Franco Nero und dessen Figur an die Wand und alleine durch ihn wird der Film schon getragen und zu einem amüsanten Erlebnis, da die deutsche Synchronisation einfach nur amüsant anzuhören ist und einer Aufwertung gleichkommt. Jede Szene mit ihm ist, auch schauspielerisch, sind Genuss. Vor allem seine Dialoge regen oft zum Schmunzeln an. Franco Nero macht seinen Part jedoch auch sehr gut.

William Berger und Donald Pleasence sind mir gar nicht aufgefallen, scheinen nur Neben- und/oder Kurzrollen zu geniessen und daher gehe ich auf diese nicht weiter auf.

Die Actionszenen sind okay, aber nichts Besonderes. In meinen Augen aber nicht Mal schlimm, da der Film allein durch die oben genannten Faktoren (keine Längen, Christopher Connelly Leistung, dt. Synchro, Soundtrack, Stimmung des Filmes...) schon sehr gut ist und jedem Italo Filmfan nur zu empfehlen ist!

Franco Nero Fans greifen so oder so zu - man sollte den Film trotz allem nicht mit Teil eins vergleichen (sind ja auch etwas mehr als 20 Jahre die dazwischenliegen) aber man wird bestens und kurzweilig unterhalten!

Infos:

O: Django 2 - il grande ritorno

Italien 1987

R: Nello Rossati

D: Franco Nero, Christopher Connelly

Laufzeit der dt. DVD: 96:15 Min.

Gesehen am: 11.09.16

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Kinowelt vor = Uncut, durchschnittliche Bildqualität, Dt. und/oder Ital. Ton mit dt. UT. Wie oft bei europäischen bzw. Ital. Filmen ist die dt. Synchronisation sehr gut gelungen und wertet den Film in vielen amüsanten Szenen / Dialogen gar noch auf. Die Bildqualität fand ich jedoch erschreckend schwach.

Devil Design Review



Devil Design

Story:

Film in Chinesisch ohne Untertitel gesehen, zur Story kann ich so viel sagen:

In den ersten ca. 36 Minuten kämpfen zwei Truppen gegeneinander. Die Sieger ziehen weiter und übernachten an einem unheimlichen Ort, wo sie von Geistern angegriffen und teilweise auch besessen werden.

Nach der ca. 36. Min. erzählt der Film die Geschichte eines Mönches, der während der Ming Dynastie die Lehren Buddhas dem Volk aufzeigen möchte. Der Kaiser dieser Zeit hantiert mit schwarzer Magie und der Mönch muss dagegen ankämpfen...

Meine Meinung:

Blindkauf da das Fantasy-Kino aus Taiwan immer interessant ist. Leider keine englischen Untertitel an Bord, was einige Szenen im Mittelteil und letzten Viertel dann doch uninteressanter macht da Hintergrundinfos fehlen soll heissen es kommt zu Längen.

Das will ich dem Film jedoch nicht explizit ankreiden, denn dieser und die Filmemacher können nichts dafür wenn keine englischen Untertitel im Print eingebrannt sind.

Der Film selbst ist okay und quasi in zwei Teile aufgeteilt, wobei mir die erste (ca. die ersten 40 Minuten) klar besser gefallen hat da hier Action, Fantasy und Make-Up Szenen / Monster dominieren. In der 2. Filmhälfte (die leider überwiegt) gibt es kaum mehr Action was nach dem tollen Beginn dann doch schade ist. Dafür gibt es eine Szene in der sich der Mönch überall am Körper tätowieren lässt um gegen die Geister und Dämonen geschützt zu sein (Vergleich Hex, Kwaidan). Ansonsten ist die 2. Filmhälfte rar mit Highlights gesät.

Dafür beginnt der Film stark und actionreich - es findet eine Schlacht statt wo auch einige Körperteile dran glauben müssen und die nächtlichen Szenen in der Scheune mit Geistern und Besessenheit waren stimmungsvoll, actionreich, unterhaltsam und charmant (vor allem die Effekte). Und sehr interessant: nach dem Schauen des Filmes dachte ich mir wie dreist die Filmemacher aus Tanz der Teufel 2 gestohlen haben, ist ja nicht neu das die Asiaten auch beim westlichen Kino abgucken! Aber - sofern die Angaben stimmen ist Devil Design von 1980 und Sam Raimis Film von 1987 d.h. da hat wohl eher Sam Raimi bei diesem für westliche Fans total unbekanntem Film paar Szenen abgeguckt ("Ash" der immer alles abbekommt, besessene Hand die amputiert werden muss etc.). Gabs ja schon mit Quentin Tarantino (City On Fire der für Reservoir Dogs hergehalten hat) und bestätigt, dass es nicht immer umgekehrt der Fall sein muss!

Fazit: Kein Meisterwerk, kein Must Have / Must See Titel aber okay für Fans des taiwanesischen Fantasy Kinos! Kann man sich gut einmal ansehen, wobei englische UT von Vorteil wären!

Infos:

O: 鬼圖

Taiwan 1980

R: Peter Poon Yung-Man

D: Shih Chun, Pai Ying, Doris Lung Chun-Erh, Got Heung-Ting

Laufzeit des US VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 11.09.16

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung und es scheint keine DVD Version zu geben (Stand: Sept. 2016). Mir lag das US VHS von World Video vor = Uncut, O-Ton, durchschnittliche Bildqualität, keine Untertitel! Auf Youtube kann man sich den Film im O-Ton mit englischen UT anschauen! Im Vorspann wird das Ocean Shores Logo gezeigt welches in der World Video Fassung nicht gezeigt wird = es gibt mind. eine englischuntertitelte OS Fassung (LD; VHS oder VCD).

Gambling Baron Review



Gambling Baron

Story:

Chen (Max Mok) und San (Roy Cheung) bauen ein kleines Casino in China auf. Doch sie bekommen Probleme mit einer rivalisierenden Gang und als Chen den Boss der gegnerischen Gang tötet flüchtet er nach Hong Kong wo er an eine Prostituierte mit Drogenproblemen gerät, beide verlieben sich und er bringt sie von den Drogen weg. San derweil bleibt in China, gibt das Casino aber auf und versucht sich als Zuhälter. Als San und Chens Jungendfreundin von einer Gang getötet werden reist Chen mit Rachegedanken nach China zurück...

Meine Meinung:

Gambling Baron ist sein solider, kurzweiliger jedoch auch unorigineller Mix aus dem Gambling-Film, etwas Action und Triaden Drama. Man bekommt nichts Neues geboten, wird aber solide und eben kurzweilig unterhalten.

Ich fand den Film okay und unterhaltsam. Das kleinere Budget sieht man dem Film an, was jedoch nicht weiter stört da der Film von sympathischen Figuren und guten Akteuren getragen wird. Besonders die zwei Mädels wie auch Max Mok und Roy Cheung machen einen grundsoliden, guten Job! Der Story Twist in welchem Max Mok China und somit auch Roy Cheung verlässt bringt zusätzliche Abwechslung und auch echte Dramatik in den Film, die dann nur noch im Finale gesteigert wird (war ich etwas überrascht als ich die letzte Szene sah vor dem Abspann).

Max Mok und Roy Cheung Fans werden auf jeden Fall bestens bedient, auch wenn beide bessere Filme und spektakulärere Rollen in ihrer Karriere vorzulegen haben. Die Actionszenen beschränken sich auf kurze Schlagabtausche, blutige Shoot-Outs und Verfolgungsjagden- sowie Massenszenen (Triaden Vs Triaden, meist mit Messer und Macheten). Mir haben sie Gefallen. Als bekanntes Gesicht und als Bösewicht in einer Nebenrolle ist der ehemalige Kickboxer Billy Chow zu sehen. Die Szene, in welcher dieser mit seiner "Kleinarmee" Roy Cheung und Max Mok durch die engen, nächtlichen Fassen jagen, wurde intensiv und spannend umgesetzt.

Wer das HK Kino mag kann sich diesen Film gut einmal ansehen! Kurzweilige Unterhaltung ist garantiert, man darf einfach keine Überraschungen erwarten da der Inhalt nur wenig originell ist.

Infos:

O: Di xia du wang

HK 1994

R: Richard Yeung Kuen

D: Max Mok, Roy Cheung, Billy Chow,

Laufzeit der HK LD: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 12.09.16

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Sept. 2016). Mir lag die LD aus HK vor = Uncut, gute Bildqualität, O-Ton und englische UT vorhanden. Der Film ist auf einer Disc bespielt. Mir nicht bekannt ob es auch eine VCD/DVD Fassung gäbe.

Rape In Public Sea Review



Rape In Public Sea

Story:

Vietnamesen in Hong Kong (u.a. Lam Ching-Ying) wollen sich an einem Vietnamesischen Grenzsoldaten (Choi Jeong-Il) rächen, der auch vor Mord und Vergewaltigung nicht zurückschreckt. Dieser verkehrt auch in Hong Kong mit einem Gangster und darin sehen die Vietnamesen ihre Chance, zuzuschlagen. Gleichzeitig ermittelt auch die Polizei (Sophia M. Crawford und Jeff Falcon) gegen die Gangster…

Meine Meinung:

Der Film ist ein billiger Mix aus Action und Soft-Sexfilm geworden. Dass der Film so viel Wert auf nackte Tatsachen und teilweise ellenlange Sex- und Erotikszenen legt, sehr freizügig, teilweise auch recht erotisch aber teilweise auch nichts zur Story beitragend, hat mich dann doch überrascht da ich dies von dem Film nicht erwartet habe. Dachte an einen reinen Actionfilm oder an einen Rape & Revenge Streifen.

Falsch gedacht. Das Thema um Vietnamesen in Hong Kong wurde hier und da filmisch im HK Film schon einige Male erwähnt (z.B. The Roar Of The Vietnamese), hier ist sie nur Mittel zum Zweck. Der Film ist wirklich nur ein Durchschnittswerk. Selbst die wenige Action ist meist billig in Szene gesetzt, trotz Lam Ching-Ying in der Hauptrolle, der jedoch auch recht kühl und gelangweilt wirkt.

Nur die zwei Bösewichte waren herrlich, da tolles Overacting und sie sichtlich Spass an ihren Rollen hatten. Und es gibt, wie oben schon erwähnt, viel nackte Haut zu sehen und einige der Darstellerinnen sind alles andere als hässlich. D.h. das Auge kann sich auch erfreuen, wobei einige der Szenen auch einfach nur langweilig wirken, da sie eben nichts zur Story beitragen.

Die Action beschränkt sich auf blutige Shoot-Outs und hier und da paar Kampfszenen. Als «Highlight» muss das Finale gewertet werden. Enttäuschend ist jedoch wie der Endgegner besiegt wird (leider nicht im Kampf, er war zu stark).

Sophia M. Crawford hat keine Kampfszenen abbekommen, dafür Jeff Falcon dessen Kampfszenen noch die besten im ganzen Film sind. Leider ist auch seit Potenzial am Ende schnell verschossen und er taucht auch erstmalig kurz vor Ende des Filmes einfach so Mal auf.

Fazit: Mittelmässig! Mehr und vor allem bessere Action und wenig Sex wären wünschenswert gewesen! Nur für ultimative HK Action-Film-fans zu empfehlen die sich wirklich alles aus dem Land ansehen!

Infos:

O: Gung hoi keung gaan fung

HK 1993

R: Cheng Kei-Ying, Sek Bing Chan

D: Lam Ching-Ying, Choi Jeong-Il, Sophia M. Crawford, Jeff Falcon

Laufzeit der HK VCD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 25.01.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung. Mir lag die HK VCD von Star vor = Uncut, gute Bildqualität, englische UT zum O-Ton. Es scheint keine DVD Fassung zu geben. 
NACHTRAG 24.04.17
Es soll eine Alternativfassung unter dem Titel SAD STORY OF SAIGON mit mehr Action und weniger Erotik geben (eventuell Tai Seng DVD?). 

I Eat Your Skin Review



I Eat Your Skin

Story:

Ein Reporter soll auf einer Insel, wo Experimente stattfinden (angeblich um ein Mittel gegen Krebs zu finden), recherchieren ob wirklich Voodoo Rituale und Menschenopfer Inhalt dieser Experimente darstellen…

Meine Meinung:

I Eat Your Skin ist ein alter (1964 und s/w) Grusel/Abenteuerfilm mit der typischen Geschichte um eine mysteriöse, geheimnisvolle Insel, auf der das Grauen lauert.

Nichts Besonderes und kein Film den ich mir kaufen würde. Der Film liegt jedoch der US Blu Ray von I Drink Your Blood als Bonus bei und da konnte ich mir es erlauben, den Film anzusehen und «Zeit zu verschwenden». So für nebenbei schauen ist der Film dann auch okay und teilweise ganz charmant.

I Eat Your Skin und den oben erwähnten I Drink Your Blood verbindet auch etwas: in den USA wurden beide Filme gleichzeitig in den Kinos gezeigt und I Eat Your Skin wurde als «harter Shocker» verkauft. Dazu benutzte man I Drink Your Blood. I Eat Your Skin soll schon zuvor in den Kinos gelaufen sein (unter einem anderen Titel) und ist gefloppt. Erst später, als I Drink Your Blood die US Kinos «stürmte», hat man I Drink Your Skin erneut in die Kinos gebracht, neu beworben und hoffte auf mehr Gewinn Dank dem Werbepaket mit I Drink Your Blood.

Ganz schön dreist, denn I East Your Skin ist alles, nur kein Splatter-Shocker!

Die zweite Filmverbindung: I Eat Your Skin dürfte augenscheinlich als Quelle für den schwarzen Zombie mit den hervorstehenden Augäpfeln in Devil Hunter gedient haben. Jess Franco hat sich sicherlich inspirieren lassen! Was ganz schön amüsant auch solche schwarzen Zombies mit hervorstehenden Augäpfeln in I Eat Your Skin zu sehen. Habe ich sofort an den Franco Film gedacht (mit dem Unterschied, dass es im Franco Film nur einen gibt und hier mehrere).

Fazit: Kann man einmal gut schauen, aber nichts was in die Sammlung müsste! Praktisch, weil es sich um einen Bonusfilm auf einer Blu Ray Edition handelt = gratis gesehen!

Infos:

O: I Eat Your Skin

USA 1964

R: Del Tenney

D: William Joyce, Heather Hewitt, Betty Hyatt Linton, Dan Stapleton

Laufzeit der US Blu: Ca. 80 Min.

Gesehen am: 24.01.17

Fassungen: Der Film ist als Bonusfilm auf der US Blu Ray von I Drink Your Blood enthalten! Neu als HD Abtastung = sehr gute und scharfe Bildqualität, keine Extras, keine UT, Englischer Ton, Uncut. Dort gesehen. In Deutschland von 84 und/oder CMV veröffentlicht worden (DVD), jedoch auch nur in Englisch und ohne UT.

Schulmädchen-Report, 4. Teil - Was Eltern oft verzweifeln lässt Review




Schulmädchen-Report, 4. Teil - Was Eltern oft verzweifeln lässt

Inhalt und meine Meinung:

Der Doku Stil geht mit Teil vier der deutschen Kultreihe flöten. Im Gegensatz zu den ersten Teilen hat man hier nicht mehr das Gefühl, eine Art Doku zu schauen. Ernsthaftigkeit sucht man vergebens, der Humor nimmt zu, amüsante und trashige Dialoge, die zum Schmunzeln anregen und alles andere als ernst sind, nehmen in teil vier stark zu = grosser Unterhaltungswert.

Angebliche Experten kommen kaum noch zu Wort, eine lineare Geschichte gibt es nicht und auf (Fake) Strassenumfragen sprich Interviews wurde nun gänzlich verzichtet.

Es werden diverse Episoden erzählt, deren Inhalte sich politisch unkorrekt und/oder schockierenden anhören als sie sind, da eben absolut humoristisch in Szene gesetzt (ausser mit der Schwarzen Frau und der Vergewaltigung, da fallen auch paar derbe Kommentare welche man heute nicht mehr bringen könnte).

Z.B. die Schülerin die mit ihrem Lehrer schläft um das Abitur zu schaffen, drei Mädels welchen einen Italiener bearbeiten (wobei auch das relativ rassistisch dargestellt wurde), eine Gang von Jungen und Mädchen welche die Mädchen verkaufen für Geld, Inzestwünsche etc.

Nebst Humor wird auch Sex und die Nacktheit grossgeschrieben. Echte Erotik kommt aber dank dem Humor nicht mehr auf. Die Mädels sind aber hübsch anzusehen.

Aus dem Genre Bereich ist auch ein Name erwähnenswert: Christina Lindberg! Die Schwedin hat in einigen Soft-Sex Filmen mitgespielt (Wide Open, Maid In Sweden, Anita, Journey To Japan, Sex & Fury) und spielt hier auch in der Inzest Episode mit – sie darf mit ihren erotischen Reizen geizen und die Episode ist mehrheitlich ernst umgesetzt inklusive einer hübschen, psychedelischen Alptraum Szenen. Sie agiert gut (nebstdem sie auch toll aussieht).

Kein Wunder wurde sie noch in weiteren Filmen dieser Art «gebucht».

Daher kann man Teil vier gar Fans von Christina Lindberg empfehlen!

Fazit: Grosser Unterhaltungswert, null Ernsthaftigkeit mehr! So darf es gerne weitergehen! 

Infos:

O: Schulmädchen-Report, 4. Teil - Was Eltern oft verzweifeln lässt

Deutschland 1972

R: Ernst Hofbauer

D: Christina Lindberg, Gunther Möhner, Wolf Harnisch, Anne Graf, Ulrike Butz

Laufzeit der dt. DVD: 83:32 Min.

Gesehen am: 24.01.17

Fassungen: Siehe Teil 1! Ist auch Uncut.