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Mittwoch, 15. März 2017

Update

15.03.17 - Neue Reviews & neue Buch Empfehlung


Buch Empfehlung

- Die fabelhafte Welt der Leichen


Neue Reviews

- Lethal Contact

- Verflucht sind sie alle (Überarbeitet)

- Mad Jake

- Drugs Fighters (Archiv Review)

Die fabelhafte Welt der Leichen



Die fabelhafte Welt der Leichen

Inhalte (Beschreibung Buch Rückseite):

«Mit dem Tod ist keinesfalls alles vorbei. Leichen sind auf vielfältige Weise nützlich, indem sie Forschung und Wissenschaft zur Verfügung stehen. Sie helfen dabei, Autos sicherer zu machen, dienen als Anschauungs- und Übungsobjekte für angehende Ärzte und geben Gerichtsmedizinern wichtige Hinweise, mit denen Verbrechen aufgeklärt werden können. Sie wurden ins All geschossen, haben die ersten Guillotinen und sogar die Echtheit des Turiner Grabtuchs getestet

«Mary Roach hat die vielfältigen postmortalen Verwendungsformen recherchiert und mit Ärzten, Wissenschaftlern und Leichenbestattern darüber gesprochen, was man mit Leichen alles anfangen kann. Daraus ist ein überaus unterhaltsames, faszinierendes und skurriles Buch entstanden, auch wenn die Hauptakteure in Anatomiesälen, Laboratorien und Krematorien zu finden sind

Meine Meinung:

Dieses sehr informative, unterhaltsame und schwarzhumorig geschriebene Sachbuch wurde mir von meiner besten Freundin empfohlen – wir beide Arbeiten im Pflegebereich, wo man mit dem Sterben und dem Tod konfrontiert wird. Daher finde ich diese Themen immer interessant – immerhin ist der Tod und alles was damit zu tun hat, obwohl normal im Verlauf des Lebens wie das Geborenwerden, noch immer ein Tabuthema und vielen Menschen unbehaglich.

Die Autorin Mary Roach hat keine Mühen und Kosten gescheut, in diversen Kapiteln über Tätigkeiten, welche man als Leiche verüben könnte zum Nutzen der Lebenden, zu recherchieren, im In- sowie Ausland herumzureisen (sie reiste auch nach Schweden und für eine Recherche gar nach China) und sehr vielfältige und informative Themen aufzugreifen. Mir hat jedes Kapitel gut bis sehr gut gefallen, das Buch habe ich verschlungen und vor allem im ÖV und der Arbeit (Nachtwache) gelesen.

Ich kann das Buch allen Menschen, die mit dem Tod zu tun haben (Ärzte, Mediziner, Pflegende, Bestatter etc.), nur empfehlen. Manch ekliges Detail kommt vor, zartbesaitete brauchen gute Mägen und wer mit schwarzem Humor nichts anfangen kann, sollte das Sachbuch meiden.

Das Buch geht in den Kapiteln ins kleinste Detail – es wird nichts ausgelassen.

Hier die Kapitel des Buches:

Tote, die den Kopf hinhalten (Chirurgische Übungen an Leichen):

Selbsterklärend!

Verbrechen aus anatomischer Leidenschaft (Leichenraub und andere schmutzige Geschichten aus der Anfangszeit der Sektion):

Fand ich sehr interessant da in der Vergangenheit abspielende Ereignisse, die erzählt werden. Die Geschichte von Burke und Hare (gibt ja auch mehrere Filme darüber, drei Titel sind mir bekannt) wird im Übrigen auch erwähnt – wäre auch schade gewesen, wenn nicht.

Das Leben nach dem Tod (Verwesung und was sich dagegen tun lässt):

Eine der besten, interessantesten und ekligsten Kapitel des Buches! Weil anatomisch sehr gut erklärt und bis ins Detail gehend. Erinnerndes Detail: das Hunde noch sechs Monate nachdem eine Leiche in einem See versenkt wurde, deren Gase und Lage herausfinden können. Beeindruckend.

Dead Man Driving (Menschen als Crashtest-Dummys und die grausige, aber notwendige Erforschung der Stosstoleranz):

Selbsterklärend und um Autos sicherer zu machen – fand ich sehr interessant! Vor allem auch welche Verletzungen bei welchen Aufprallen oder Geschwindigkeiten entstehen können.

Jenseits der Blackbox (Wenn die Leichen von Passagieren den Ablauf eines Absturzes erzählen müssen):

Hart – vor allem für Menschen die an Flugangst leiden definitiv NICHT zu empfehlen! Jedoch, wer ist nicht neugierig und stellte sich schon die morbide Frage, was sich bei einem Flugzeugabsturz alles abspielt? Kommt man das als Opfer noch mit oder nicht? Sehr interessantes aber auch hartes Kapitel…jetzt fliege ich in Zukunft noch weniger gerne als in der Vergangenheit!

Geblieben ist mir auch die Frage an den Verletzungsanalytiker (was es nicht alles für Berufe gibt?!) Dennis Shanahans, der anhand dem Zustand und den Verletzungen von Flugzeugopfern den Ablauf eines Absturzes rekonstruieren kann. Die Autorin wollte wissen, in welchem Teil des Flugzeuges man am sichersten ist und stellte die Frage: Wenn er sich einen Platz im Flugzeug aussuchen könnte, wo würde er am liebsten sitzen? Seine Antwort lautete: In der Businessklasse.

Ist auch meine persönliche Meinung – wenn schon in einem Flugzeug/Absturz sterben, dann immerhin so, dass man es zuvor gemütlich hatte mit viel Platz…

Eine Leiche geht zum Militär (Die prekäre Ethik von Kugeln und Bomben):

Welche Verletzungen Kugeln und Bomben auf Menschen haben und deren Geschichte von Vergangenheit zur aktuellen Zeit. Fand ich auch spannend! Besonders Tierliebhaber (allgemein im Buch), werden gefordert da oft auch von Tierversuchen erzählt wird (am meisten Hunde).

Heiliger Leichnam (Kreuzigungsexperimente):

Hier kommt das Turiner Grabtuch zum Einsatz, welches im Inhalt genannt wurde.

Wie man merkt, dass man tot ist (Leichen, deren Herz noch schlägt, Bestattung bei lebendigem Leib und die wissenschaftliche Suche nach der Seele):

War auch ein sehr interessantes Kapitel, räumt mit Gerüchten aber auch Definitionen um den Tod und deren Entwicklung von der Vergangenheit zur aktuellen Lage auf. Sehr interessant ist auch der genaue, detaillierte Ablauf einer Organentnahme zur Spende, die beschrieben wurde und deren die Autorin beiwohnen durfte. Makaber und ein wenig an Mark Of The Devil erinnernd sind vor allem Durchführungen und Werkzeuge (gut geeignet für Folter), welche man früher durchgeführt hat, um zu bestimmen, ob ein Mensch wirklich tot war oder nicht.

Leichen, die den Kopf verlieren (Enthauptung, Wiederbelebung und die Transplantation des menschlichen Kopfes):

Auch sehr interessant wobei ich einige der Fakten schon aus anderen Büchern kannte (z.B. «Todesstrafe»). Auch hier: Tierliebhaber müssen auch einiges schlucken, vor allem Experimente an Hunden und Affen wurden beschrieben, die sich früher ereignet haben und einer Horrorshow gleichkommen (zweite Köpfe anpflanzen und solche Sachen). Trotzdem anhand aktueller Ereignisse (ISIS Exekutionen oder Sergio Canavero, der plant, den Kopf eines kranken auf einen Körpder eines gesunden zu transplantieren und seinen potenziellen Kandidat bereits gefunden hat, oft in den Medien gewesen in den letzten Jahren). Dieses Kapitel hat fast am meisten «Horroranteile». Interessant ist auch, wie Menschen, die z.B. ein neues Herz erhalten haben, sich danach verändert haben und meinten, Eigenschaften ihrer Spender übernommen zu haben und gar Visionen und Bilder im Kopf hatten (die alle jedoch, wie Recherchen zeigten, falsch waren betreffend Beruf, Aussehen, Geschlecht der Spender). Schön der letzte Satz in diesem Kapitel, welches die Autorin sichtlich berührt hat (betreffend Organspende): «H (so wurde die Spenderin genannt) hat kein Herz mehr, aber sie ist alles andere als herzlos»!

Ein gefundenes Fressen (Medizinischer Kannibalismus und die Sache mit den Menschenfleischklösschen):

Auch sehr interessant – dachte schon The Untold Story und dessen Inhalt wird hier zitiert, ist aber eine andere Geschichte aus China (dort sind solche Kannibalen Geschichten anscheinend weit verbreitet) der nachgegangen wird inklusive Reise nach China selbst, womit sich die Autorin bei gewissen Personen, wo sie nachgefragt hat, sicher keine neuen Freunde gewonnen hat…

Aus dem Feuer in den Kompost (Und wo man neuerdings noch enden kann):

Alternative zur Erd- oder Feuerbestattung. Viele Bestatter werden dieses Kapitel fürchten, da sie somit weniger Geld einnehmen könnten da billigere und ökologischere Anwendung, der «Leichenverwendung». Für dieses Kapitel reiste die Autorin nach Schweden.

Was aus der Autorin wird (Tut sie’s oder tut sie’s nicht):

Was plant die Autorin mit ihren sterblichen Überresten zu tun? U.a. wird hier Gunther von Hagens und dessen Arbeit vorgestellt.

Danksagung:
Selbsterklärend

Bibliografie:
Selbsterklärend, halt vor allem Englische Bücher


Jedes Kapitel ist lesenswert – es gibt keines, welche ich schlecht fand. Es ist interessant und führt uns vor, was nach dem Tod sein könnte. Und es ist erstaunlich, für welche Zwecke und Berufe Leichen gebraucht werden – Dinge, welche man sich vielleicht noch nie hinterfragt hat, die aber von Nutzen sind für lebende Menschen oder wie diese die Geschichte und Entwicklung von Technik und Sicherheitsaspekten in vielerlei Hinsicht schon pos. beeinflusst haben (und auch, dass weniger lebende oder betäubte Tiere für Experimente herhalten müssen – würden Tierfreunde nennen).

Fazit: Sehr zu empfehlendes Sachbuch! Amüsant, makaber und informativ geschrieben!

Infos:

Autor: Mary Roach

Herausgeber: Riva Verlag

Sprache: Deutsch

Buchart: Gebunden

Anzahl Seiten: 350

Roman/Sachbuch: Sachbuch

Lethal Contact Review



Lethal Contact

Story:

Die beiden HK Cops Penguin (Kent Cheng) und Polar Bear (Billy Lau Nam-Kwong) helfen einem Cop aus Borneo (Wilson Lam Jun-Yin) bei einem Fall. Als letzterer jedoch von den Gangstern (Jeff Falcon) getötet wird müssen Penguin und Polar Bear die Witwe des Getöteten bewachen – und sie soll ebenfalls durch die Gangster getötet werden…

Meine Meinung:

Diese HK Actionkomödie hat mir sehr gut gefallen. Der Film bietet das, was ich an dem HK Kino aus dieser Zeit so mag: HK Humor und tolle Action!

Eine simple und unterhaltsame Story, die einen Film ausmachen, welchen man zu keiner Sekunde ernst nehmen darf. Hat man Mühe mit dem HK Klamauk, sollte man sich erst gar nicht an den Film wagen.

Alle anderen werden einen temporeichen, rasanten und lustigen Film vorfinden, den ich Fans des Genres nur empfehlen kann.

Interessant ist, dass beide Hauptdarsteller Kent Cheng und Billy Lau auch gleich selbst Regie geführt haben. So hatten sie selbstverständlich freie Hand bei der Inszenierung und haben sich dementsprechend gut in Szene gesetzt. Sie überzeugen nicht nur bei den humoristischen Szenen, sondern auch, dank guter Kameraarbeit und Choreographie, bei den Action- bzw. Kampfszenen.

Was Martial Arts Szenen angehen möchte ich jedoch Wilson Lam Jun-Yin und Gweilo Jeff Falcon hervorheben, welche die besten Szenen abbekommen haben! Da werden Martial Arts Filmfreunde bestens bedient! Daher ist es schade, dass Wilson Lam nach der Hälfte aus dem Film ausscheidet – denn jede Actionszene mit ihm was ein Genuss. Jeff Falcon ist ebenfalls toll anzusehen und ich denke das war der einzige Film, in welchem er die Hauptrolle als Bösewicht hatte als Boss der Gangster! Ansonsten kennt man ihn aus Nebenrollen. Daher hat er hier einige tolle Kampfszenen zu bieten – unvergessen jene im Parkhaus als er als Frau verkleidet ist! Muss man gesehen haben.

Sibelle Hu tritt in der 2. Filmhälfte in Erscheinung und kompensiert, was Martial Arts Szenen angeht, das Ausscheiden von Wilson Lam Jun-Yin. Blutige Shoot-Outs gesellen sich zusätzlich zu den Actionszenen dazu und in einem Kurzauftritt ist noch Amy Yip zu sehen.

Fazit: Für Fans des HK Kinos aus dieser Zeitspanne nur zu empfehlen. Tolle Action, toller Humor!

Infos:

O: Long Mao Shao Xu

HK 1992

R: Billy Lau Nam-Kwong, Kent Cheng

D: Billy Lau Nam-Kwong, Kent Cheng, Jeff Falcon, Wilson Lam Jun-Yin, Sibelle Hu, Amy Yip

Laufzeit der HK VCD: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 17.02.17

Fassungen: Mir lag die HK VCD vor = gute Bildqualität, O-Ton und feste englische UT, Uncut. Gibt vom gleichen Label auch eine HK DVD. Ist sogar in Deutschland erschienen – bisher jedoch nur als VHS aber auch Uncut.

Verflucht sind sie alle Review



Verflucht sind sie alle

Story

USA in den 60ern: In einer Kleinstadt in Alabama spitzt sich die Lage zu, denn die Bürgerrechtsbewegung der Farbigen nimmt immer mehr Präsenz ein, immerhin stehen bald Wahlen an und jeder Schwarze soll zum Urnengang motiviert werden. 
Das passt jedoch dem Klu-Klux-Klan überhaupt nicht. Ein weisser Einheimischer (Richard Burton), der einige Schwarze gratis auf seinem Land leben lässt, erzürnt die Gemüter noch mehr. 
Als dann eine weisse von einem schwarzen vergewaltigt wird, hat der neutrale Sheriff (Lee Marvin) alle Hände voll zu tun um weitere Racheakte zu unterbinden… 

Meine Meinung

Dieser deutsche Titel passt ganz gut zu diesem Film, vor allem spricht er natürlich auf das Ende des Filmes an, welches ich hier nicht verrate. 

Aber solche Streifen, welche es heute nicht mehr gibt, liebe ich einfach: Die 70er Jahre Stimmung ist toll und von der Qualität her oder was reisserische / brisante Themen angeht, sucht man solche Kracher heutzutage vergebens. 

Was waren das noch für Namen: Lee Marvin (Yukon), Richard Burton (Der Exorzist 2) oder O.J. Simpsons (Die nackte Kanone)?! 

Und sie spielen alle sehr gut. Der Film versucht realistisch zu sein und erzählt eine spannende, schockierende Geschichte voller Gewalt, Hass und Manipulationen. Schwarze und Helfer der Schwarzen werden eingeschüchtert, dem Bürgermeister ist es relativ egal und es kommt zu grenzwertigen Gewaltakten auf beiden Seiten. 

Kann Gewalt als Lösung funktionieren? Darf Gewalt als Rache oder Selbstjustiz angewendet werden? Das ist der Stoff, aus dem kontroverse Geschichten sind. Das war genau die richtige Zeit für Filme wie diesen hier oder I Spit On Your Grave oder Ein Mann sieht rot und die damals in den Kinos recht erfolgreich liefen. 

Realistisch, schonungslos und spannend bis zum Ende. Und ein grosses Plus waren damals noch die deutschen, guten Synchronisationen.

Tolles Drama / Thriller, welchen ich gerne meiner Sammlung hinzugefügt habe, denn wenn es nicht asiatische oder phantastische Filme sind (sprich Horror und Co.) dann schaue ich mir sehr gerne auch solche Filme an.

O: The Klansman 

USA 1974 

R: Terence Young 

D: Lee Marvin, Richard Burton, O.J. Simpson, Cameron Mitchell, Lola Falana 

Laufzeit der dt. DVD: 106:04 Min.

Gesehen am: 13.04.12

Leicht angepasst am: 17.02.17

Fassungen: Die dt. DVD (Titel: Verflucht und verkommen) ist Uncut und die dt. Synchronisation ist gelungen! Davon kann man heute nur noch träumen! Die meisten Importe (England, Japan, Italien) sind zensiert. Leider ist die Bildqualität sehr schwach.

Mad Jake Review




Mad Jake

Story:

Eine Hillbilly Familie, die im illegalen Organhandel tätig ist, entführt eine gelähmte Ex-Schönheitskönigin (Lori Birdsong) zusammen mit dessen jungem Bruder und den Eltern (u.a. John Saxon). Jake (Danny Nelson), das Oberhaupt der Familie, will die Tochter für sich haben – als Ersatz für seine tote Ehefrau und er will ihr das Laufen wiederschenken – der Rest der Familie ist dem Organhandel verdammt…

Meine Meinung (basiert auf der zensierten FSK 16 Fassung):

Mad Jake ist eine Mischung aus Komödie und Backwood-Horrorfilm à la The Texas Chainsaw Massacre.

Einen Film gänzlich zu bewerten, wenn über fünf Minuten zensiert, mit einem schlechten Master (sehr dunkel) und nur in Deutsch (Synchronisation ist nur durchschnittlich und nicht als gut zu bezeichnen), fällt schwer.

Ich fand den Film in dieser Fassung nur durchschnittlich und würde dem Film nur eine Chance geben in einer ihm würdigen Fassung (O-Ton, gute Bildqualität, Uncut und/oder gar eine bisher unveröffentlichte Unrated Fassung…), aber nicht in dieser zensierten FSK 16 Fassung. Die hatte keine Chance und fliegt auch aus der Sammlung (warum ich diese gekauft habe = könnt ihr unter Fassungen nachlesen).

John Saxon hat kaum Screentime – von den Hillbillys gefallen vor allem Jake und den einen Besucher (Arzt) fand ich auch köstlich wie einiges an schwarzen Humor (Krokodil). Die Figuren fand ich sonst selbst weniger gut gezeichnet, wenn nicht gar nervend, vor allem die gelähmte Schönheitskönigin hat tierisch genervt und hätte eigentlich den (Film)Tod verdient gehabt.

Vor allem gegen Finale dreht der Film actionmässig auf, sodass man nach einigen Längen doch noch paar sehenswerte Szenen und gar Stunts (Auto) zu Gesicht bekommt. Blut gibt es in der verstümmelten Version jedoch gar nichts mehr zu sehen, die Anzahl Opfer von Jake kann man nur dem Abspann entnehmen (ich fragte mich wo die ganzen Darsteller waren bis ich erst später herausfand, dass die Fassung stark zensiert war).

Fazit: Nur in der Uncut Fassung interessant!

Infos:

O: Blood Salvage

USA 1990

R: Tucker Johnston

D: John Saxon, Danny Nelson, Lori Birdsong

Laufzeit der dt. DVD: 97:54 Min.

Gesehen am: 17.02.17

Fassungen: Mir lag leider nur die zensierte dt. DVD Fassung vor = mehr als fünf Minuten zensiert, Bildqualität durchschnittlich und zu dunkel, Cover = furchtbar (auf modern und Hostel und Co. getrimmt) aber war sehr günstig, fast geschenkt daher spielte mir das keine Rolle.

Kein O-Ton, dt. Synchronisation ist dürftig bis okay (je nach Figur), keine richtigen Extras, kein Wendecover. 

Warum ich eine zensierte DVD gekauft habe? Diese Fassung mit diesem Cover ist in der Onlinefilmdatenbank NICHT eingetragen. Sie trägt fälschlicherweise das FSK 18 Logo obwohl es die FSK16 Fassung ist. Ich dachte es sei die Uncut Fassung.

Zu erkennen: Titel Mad Jake, das moderne Cover (paar Finger in Nahaufnahme auf dem Cover mit weissem Hintergrund), FSK ab 18 Logo, Label Starmovie (lt. Rückseite) = zensiert, nicht kaufen.

Uncut ist hingegen die alte DVD von Best Entertainment mit dem Originalcover. Ausländische Fassungen: sind mir u.a. nur eine Franz. DVD (Einzeln oder Double Feature) oder ein VHS aus Italien bekannt (auch Titel Mad Jake). Unter dem Originaltitel Blood Salvage gibt es den Film in den USA als VHS.

Die US Fassung mit dem Titel Blood Salvage ist im Gegensatz zu den «Mad Jake» Fassungen heller und besser schaubar (kann man gut auf youtube vergleichen, sind mind. drei verschiedene Fassungen zu sehen). 

Weiter interessant: mit Uncut Fassung meine ich US Kinofassung. Angeblich soll der Film für die US Freigabe (wie viele andere Filme ja auch) zensiert worden sein und im Fangoria Magazin soll es dazumal viele blutige Bilder gegeben haben, die im Film nicht mehr vorkommen. Schade! Eine würdige Vö wäre wünschenswert – am besten in einer ursprünglichen Unrated Fassung mit neuem Master, Extras und O-Ton.

Drugs Fighters Review



Drugs Fighters

Story:

Zwei Cops (Yukari Oshima und Collin Chou) erledigen einen Drogendealer (Ken Lo). Dessen Angehörige unter der Leitung ihres Bosses (Yuen Wah) schwören Rache.

Meine Meinung:

Drugs Fighters ist ein Low-Budget Film aus Hong Kong (andere Reviews / Seiten geben jedoch auch Taiwan als Produktionsland an) der in China spielt und gedreht wurde was dem Film hier und da ein exotisches Flair gibt (die gigantischen Bahnhöfe Chinas sind schon beeindruckend).

Ich war skeptisch, da mir ältere 90er Jahre HK Filme weniger gut gefallen als Werke von 1990-1994. Doch ich wurde nicht enttäuscht: Drugs Fighters lohnt sich für den HK Actionfan der 90er Jahre! Vor allem Fans von Yukari Oshima bekommen viel von ihrem Star zu sehen, so dass sich der Film nur deshalb schon lohnt.

Die Story ist nur Mittel zum Zweck und nebensächlich. Der Film startet mit viel Action und dann folgt jedoch das Hauptproblem des Filmes: im Mittelteil in gut 40 Minuten passiert einfach NICHTS! Uninteressante Nebenplots und Längen bestimmen das Film. Ein doch nicht wegdiskutierbares Manko des Filmes. Doch davor und vor allem gegen Ende rockt dann doch die Action, so dass der Film dieses Manko kompensieren kann.

Die Action besteht aus einigen Stunts (Hang runterrollen, aus dem Zugfenster hängend auf Gegner schiessen, Lam Wai vs Frau auf der Fähre) und Verfolgungsjagden, jedoch vor allem durch tolle Martial Arts und blutige Shoot Outs. Es wird geschossen, geprügelt, durch Fenster gesprungen, akrobatische Einlagen. Das will das HK Actionherz sehen, das bekommt man auch! Zu Beginn wird vor allem im Zug gekämpft, was hier und da etwas schlampig in Szene gesetzt wurde. Aber eben - es ist ein Low-Budget Film, keine aufwändige Golden Harvest oder Shaw Brothers Produktion.

Yukari Oshima und Lam Wai sind die eigentlichen Stars des Filmes. Von Yukari bekommt man viel Action zu sehen. Collin Chou macht auch einen tollen Job, der taucht jedoch nur zu Beginn und am Ende auf - eine Nebenrolle so zu sagen. Das gleiche gilt für Ken Lo, der einen Bösewicht spielt. Kurze Nebenrolle. Yuen Wah taucht am Anfang auf und taucht dann bis zum Finale wieder ab - er hat mir jedoch sehr gut gefallen als Oberbösewicht inklusive tollem Finalkampf gegen Yukari Oshima in einer Art Lagerhalle (welche Überraschung). Nüchtern betrachtet lohnt sich der Film für Fans nur schon wegen dem Finalkampf - das erinnert an die guten alte HK Actionfilm-Zeiten (vor allem, wenn man sieht was heute für ein Müll aus China kommt:-(.

Sicher kein filmisches Meisterwerk, die Längen mit Mittelteil sind da und die Story ist nicht originell - doch die Action rockt und somit kann ich den Film, insbesondere an Yukari Oshima Fans, nur empfehlen!

Infos:

O: Qi du xian feng

HK, Taiwan (je nach Quelle) 1995

R: Yiu Tin-Hung

D: Yukari Ôshima, Lam Wai, Yuen Wah, Ken Lo, Collin Chou

Laufzeit der HK LD: 90:56 Min.

Gesehen am: 27.08.16

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Aug. 2016). Mir lag die LD aus Hong Kong vor = Uncut, gute Bildqualität, O-Ton, feste englische UT. Es gäbe auch eine HK VCD und ein US VHS von Tai Seng.