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Donnerstag, 30. März 2017

Update

30.03.17 - Neue Reviews


- Buio Omega (Überarbeitet)

- Snowpiercer

- Tiger Love

Buio Omega Review



Buio Omega

Story:

Der junge und reiche Frank (Kieran Canter) leidet sehr unter der mysteriösen Krankheit seiner Geliebten. Als diese (mit etwas Mithilfe des Hausmädchens) stirbt, bricht für Frank eine Welt zusammen. Er kann es nicht ertragen, und gräbt nachts die Leiche aus, um sie zu sich nach Hause zu nehmen. Dort präpariert er den Körper und stopft ihn aus. So kann er endlich wieder mit seiner Geliebten in einem Bett schlafen. Als jedoch mehrere junge Mädchen in der Gegend und um das Anwesen von Frank verschwinden ruft das die Polizei auf den Plan.

Meine Meinung:

Billiger Genrebeitrag von Joe D’Amato (Antropophagus + Absurd, Emanuelle And The Last Cannibals, In der Gewalt der Zombies), der mit diesem Film wieder einmal zeigt, dass seine Filme kaum und/oder weniger Atmosphäre als die Konkurrenz aufbringen (Ausnahmen: Seine Emanuelle Streifen) wie die meisten anderen Ital. Genre-Beiträge aus dieser Zeit (beste Beispiele sind Cut And Run, Aquarius, Suspiria).

Der Film bietet einen sehr gelungenen Soundtrack der Gruppe Goblin (erinnerte mich sehr an den Soundtrack von Dawn Of The Dead, auch von Goblin) und einige sehr harte und gutgemachte Ekeleffekte, wobei deren Anzahl über die gesamte Laufzeit gezählt eher gering sind.

Der Film hat mir beim 2x Schauen besser gefallen, vielleicht, weil ich damals, vor über zehn Jahren, einfach zu viel erwartet habe (der Film ist ja berühmtberüchtigt, in Deutschland z.B. verboten und dann gab es sogar Gerüchte, dass echte Leichenteile für den Film gebraucht wurden). Die Story wusste ich noch, aber nicht mehr alle Details.

Im Grunde genommen ist Sado – Stoss das Tor zur Hölle auf, so der kultige deutsche Titel des Filmes, ein relativ ruhiger und höhepunktarmer Film und sowas wie eine traurige, dramatische und morbide Liebesgeschichte, die über den Tod hinausgeht. Nebst paar tollen Ekelszenen darf Schmuddelsex nicht fehlen, solide Leistungen der Darsteller und ein tolles Schockende, wie man es damals im Kino noch oft erleben durfte und eine krankhafte Beziehung zwischen Frank und seiner Magd (in der Ital. Fassung gehört sie offiziell zur Familie, stellt sich zumindest der Polizei so dar), welche in Tod und Zerstörung effektiv und blutig endet!

Fazit: Für Joe D’Amato und Fans von Ital. Horror/Sex/Schmuddel Filmen und Fans der ital. Musikgruppe Goblins zu empfehlen! Man darf einfach keinen Splatterfilm erwarten (sind ja nur paar wenige Szenen), sonst wird man enttäuscht...

Infos:

O: Buio Omega

Italien 1980

R: Joe D’Amato

D: Kieran Canter, Cinzia Monreale, Anna Cardini

Laufzeit der UK Blu: 94:15 Min.

Gesehen am: Das erste Mal sicher im Teenager Alter, also sehr lange her (ca. 15 Jahre)

Überarbeitet am: 27.02.17

Fassungen: Die UK Blu Ray von 88 Films ist zu empfehlen. Film ist Uncut, die Blu Ray kommt mit einem hübschen Wendecover daher und u.a. in Ital. mit englischen UT. Die Bildqualität ist sehr gut. Extras und erwähnenswert: Booklet über Zensurgeschichte von Joe D’Amato und dessen Werke (leider in der regulären Edition nicht dabei) und eine Doku über den Regisseur (über eine Stunde Laufzeit). Aus reinen Nostalgiegründen werde ich auch die dt. CMV DVD (eine meiner wenigen) in der Sammlung lassen. Die deutschen und/oder deutschsprachigen Fassungen (Österreich) sind teilweise auch Uncut, aber ohne Ital. O-Ton.

Snowpiercer Review




Snowpiercer

Story:

Wissenschaftler versuchen die Erderwärmung zu verhindern und es kommt zu einem Fehler: eine Eiszeit bricht aus und vernichtet fast die gesamte Menschheit. Nur einige Glückliche können sich in einen Luxus Hightech Zug retten, in welchem die Menschen seither seit vielen Jahren leben. Der Zug ist dabei in unterschiedliche Klassen aufgeteilt. Vor allem die Insassen im hinteren Teil des Zuges leiden – kaum Essen, kein Wasser, Ghetto ähnliche Bedingungen und die Soldaten und Angestellten des Zuges dominieren und handelt wie in einer Diktatur – bis es Curtis und Co. gelingt, eine Revolte anzuzetteln. Das Ziel: bis in den ersten Zugwagen vorzudringen und die Maschine, die alles beherrscht und leitet, unter Kontrolle zu bringen…

Meine Meinung:

Diesen südkoreanischen Film (inklusive internationaler Zusammenarbeit mit Frankreich und den USA inklusive vieler westlicher Darsteller) stand sehr lange auf meiner Wunschliste und nun habe ich das Schauen nachgeholt und kann nur sagen: habe den Kauf nicht bereut!

Von Anfang an bis zur letzten Sekunde rasante, spannende, interessante, actionreiche und originelle Action/Endzeit Unterhaltung die man so (Idee mit dem Zug und deren Abteile, Eiszeit etc.) noch nie gesehen hat!

Nur schon für das Drehbuch und die vielen Ideen muss man die koreanischen Filmemacher loben! Das Ganze mit ausländischen Figuren zu besetzen um der Story mehr Echtheit zu geben zeugt vor Klasse und Innovation. Es ist eine spannende Grundidee und als Zuschauer fragt man sich immer: was ist ganz vorne im Zug? Gelingt es Curtis und seiner Truppe den Zug und die Abteilungen zu stürmen? Immerhin warten fiese Fallen, Killer und Überraschungen auf sie.

Der Film hat mir als Korea Skeptiker (was koreanische Filme angeht bin ich immer eher skeptisch und ziehe z.B. Filme aus HK oder Japan Südkorea vor, sie gefallen mir oft einfach mehr) sehr gut gefallen. Optisch und auch von den Effekten ist der Film stark. Die Actionszenen sind solide, halt typisch für das koreanische Kino (die Massenkampf-Szenen).

Die Darsteller, mir vor allem unbekannt, machen alle samt einen tollen Job und sind glaubhaft und stark gespielt, egal ob bei den Bösen oder den Guten. Besonders die ältere Frau und rechte Hand der Bösewichte, welche sich Curtis und Co. zuerst entgegensetzt, hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: Fans des koreanischen Kinos sollten sich diesen tollen Film nicht entgehen lassen! Auch für Fans des westlichen Films zu empfehlen, da ausser zwei Koreanern kaum Koreaner im Film (zumindest Haupt- und Nebenrollen betreffend) zu sehen sind.

Infos:

O: Snowpiercer

Frankreich, USA, Südkorea 2013

R: Bong Joon-ho

D: Chris Evans, Alison Pill, Jamie Bell, Tilda Swinton, Song Kang-ho

Laufzeit der dt. DVD: 120:50 Min.

Gesehen am: 27.02.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Wendecover vorhanden, O-Ton mit dt. Subs vorhanden (O-Ton = 90% Englisch, 10% Koreanisch).

Tiger Love Review



Tiger Love

Story:

Es geht um zwei verfeindete Clans. Als die Mutter unseres Helden, schon zu Beginn des Filmes todgesagt und von Lo Lieh schwanger, endgültig durch den Feind verstirbt, verspricht dessen Sohn, welcher zusammen mit der sterbenden Mutter von einem Tiger grossgezogen und beschützt wurde, dass er keine Rache nehmen werde. Muss Sohnemann auch nicht – denn das macht der Tiger und tötet aus der feindlichen Familie einen nach dem anderen…

Meine Meinung:

Mix aus Kung Fu, Trash, Tierhorror, Übernatürlichem, Geisterfilm und Liebesgeschichte à la Romeo und Julia.

Der Film ist wegen diesem skurrilem Mix sehenswert und nicht langweilig. Mit dabei ist auch Shaw Brothers Legende Lo Lieh, der jedoch nur wenig Screentime hat. Die erste Filmhälfte bietet paar wenige Kampfszenen, viel exotisches, Szenen des Tigers (Angriff auf Menschen, am Ende am fressen von toten Tieren) und eben die kitschige Liebesgeschichte (etwas lahm und zeitverlierend).

Die Story geht jedoch in eine völlig andere Richtung als erwartet, alsbald die Filmmutter stirbt und er Tiger (!!!) beschliesst Rache zu üben da der Sohn der Mutter versprochen hat, keine tödliche Rache zu üben.

Da erscheint quasi die Frau als bösartige, geistliche Tigerfrau und tötet die Mitglieder der anderen Familie. Diese Szenen sind bewusst billig und trashig in Szene gesetzt, jedoch amüsant und kurzweilig, so dass mir die 2. Filmhälfte auch besser als die erste (längen wegen der Liebesgeschichte) gefallen hat – trotz nur wenig Lo Lieh (ich dachte er spielt die Hauptrolle).

Fazit: Für Fans von skurrilem, exotischem Geister-zeugs sehenswert wobei sicher kein Must Have Titel…

Infos:

O: Ren Hu Lian

HK 1977

R: Hui Keung

D: Lo Lieh, Stephen Tung Wai, Hu Chin, Wang Hsieh, Hsia Chih-Mo

Laufzeit der HK VCD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 26.02.17

Fassungen: Mir lag die HK VCD vor = Uncut, O-Ton, englische UT, solide bis gute Bildqualität. Die dt. DVD sind auch Uncut, bieten aber keinen O-Ton.