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Sonntag, 2. April 2017

Update

Neue Reviews - 02.04.17


- Im Rausch der Sinne

- Popcorn

- Phantasm Ravager

Im Rausch der Sinne Review



Im Rausch der Sinne

Story:

Die junge Alexa heiratet den 30 Jahre älteren und reichen Bankier Ronald. Sie will jedoch nur das Geld und denkt an Spass – mit jüngeren Männern. Dass passt Ronalds Tochter Catalina gar nicht – welche versucht ihren Vater zur Vernunft zu bringen. Ohne Erfolg. Als es sich Alexa an einer Villa am Strand mit ihrem Verehrer gut gehen lässt, nimmt das erotische Zusammensein eine unerwartete Wendung…

Meine Meinung:

Im Rauch der Sinne ist ein unbekannter Erotikthriller welchem man inhaltlich zuerst negativ vorverurteilt, weil man meint, die Geschichte und deren Verlauf zu wissen/er erahnen/zu kennen. Der Inhalt tönt zuerst auch danach doch plötzlich kommt es zu einer dicken Überraschung, welche ich an dieser Stelle nicht verrate (und so nicht erwartet hätte). Und wenn man diese schon zuvor wüsste, würde der Film auch nicht so wirken und funktionieren, wie er es tut.

Also – Tipp: liest nicht zu viel im Voraus über diesen Film. Mir haben die Wendung und die Szenen danach gut gefallen. Schönes Kammerspiel, auf ein Minimum an Personen und Darsteller begrenzt, welche alle sehr gut agieren. Dazu wunderbarer Soundtrack und, um die Story noch zu erklären und Motive zu liefern, werden Flashbacks gezeigt. Hier und da hätte man sich im Mittelteil vielleicht etwas mehr «Action» gewünscht, aber im Grossen und Ganzen hat das deutsche Label X-Rated mit Im Rausch der Sinne in der Tat einen nicht uninteressanten Genre-Film ausgegraben, den man sich als Euro Cult Fan durchaus zu Gemüte führen kann.

Man sollte einfach wissen, dass Im Rausch der Sinne ein sehr ruhiger Film geworden ist, mit wenig Action, wenig Sex, kaum Gewalt und wenigen richtigen Highlights. Dafür gefällt der Film durch die Figuren, den Soundtrack und den stimmigen Verlauf der Story und dem tollen Ende (und der sehr guten Qualität der Edition).

Fazit: Für Euro Cult Fans sehenswert!

Infos:

O: Fieras sin jaula

Italien, Spanien 1971

R: Juan Logar

D: Curd Jürgens, Rosalba Neri, Juan Luis Galiardo, Ricardo Tundidor

Laufzeit der dt. Blu Ray: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 27.02.17

Fassungen: X-Rated, das Label aus Deutschland, spendiert dem Film eine Blu Ray und DVD Weltpremiere in einer, nach Giallo A Venezia, weiteren liebevollen und erstklassigen Veröffentlichung.
Inhalte: Mediabook, Booklet mit vielen Infos und drei Filmfassungen! Einmal die reguläre Uncut Fassung (O-Ton und englische UT vorhanden), dann die spanische Alternativfassung und die total entstellte und fremdartig wirkende dt. Fassung (weil wohl die Hälfte* des Filmes aus nachgedrehten Szenen entstand und aus dem Film etwas ganz Eigenes machten). * Es sollen bei der dt. Fassung ca. 30 Minuten zensiert worden sein und dann wurde der Film mit neuen Szenen (Erotikszenen), die gedreht wurden, zu einem komplett anderen Film «verwandelt». U.a. gibt es als Extras noch eine 75minütige Dokumentation zu sehen, wo Synchrosprecher Uwe Schier Einblicke hinter die Kulissen gewährt. Weiterhin als Bonus dabei: u.a. ein Audiokommentar. Zum O-Ton gibt’s englische Subs und die Bildqualität ist erstklassig geworden! Ultimative Fassung zu diesem Film und eine Edition, die keine Wünsche offen lässt.

Popcorn Review



Popcorn

Story:

Filmstudenten (u.a. Jill Schoelen) eröffnen eine Kinovorstellung, zeigen mehrere B-Filme und lassen das Publikum mit Live-Acts am Geschehen Teil nehmen. Doch hinter den Kulissen ist ein Killer am Werk, der seine Opfer auf originelle Art und Weise, um den gezeigten Filmen gerecht zu werden, aus dem Weg räumt…

Meine Meinung:

Der Film hat mir nicht gefallen. Es war ein Blindkauf, da tolle Vö des US Labels Synapse Films und das Covermotiv sah gut aus. Auch hörten sich einige Reviews gut an. Da schlug ich also zu – doch ich muss sagen: kommt gleich wieder aus der Sammlung!

Der Film ist eine Das Phantom der Oper Variante und nimmt Scream 2 schon viele Szenen vorneweg (die Film-in-Film Szenen und Vermischungen waren schon klasse, muss ich sagen, da wurde grosser und origineller Aufwand betrieben). Es gibt einige wenige Effekte und die B-Film Aufnahmen sind amüsant geworden. Von den Darstellern macht der The Stepfather Star Jill Schoelen eine gute Figur.

Das waren jedoch auch schon die positiven Punkte des Filmes. Ansonsten kann ich sagen: Längen, kaum Effekte, Soundtrack gefiel mir nicht, Kino Publikum / Figuren waren teilweise sehr nervend, schwacher Abgang des Mörders (schon wieder mit dem Mosquito).

Da merkte man teilweise, dass Alan Ormsby einige Szenen gedreht hatte und/oder dem Werk und vor allem dem Humor und der Zeichnung seiner Figuren den Stempel aufgedrückt hat (er ging und ein anderer Regisseur drehte weiter, wie auch zuerst Jill Schoelen erst später zum Werk stoss = viele Szenen mussten nachgedreht werden). Alan Ormsby mischte nämlich in dem grottenschlechten Children Shouldn't Play with Dead Things und eben auch hier mit. Hätte mir eine Warnung sein sollen...

Alles in allem sicherlich auch stark Geschmackssache, aber mir hat diese Gruselkomödie (von Horror kann nicht die Rede sein) nicht wirklich gefallen, sodass der Film schnell wieder aus der Sammlung fliegt!

Infos:

O: Popcorn

USA 1991

R: Mark Herrier, Alan Ormsby (zog sich aus Projekt zurück, wird in den Credits nicht erwähnt)

D: Jill Schoelen, Tom Villard, Dee Wallace, Derek Rydall, Malcolm Danare, Elliott Hurst

Laufzeit der US Blu Ray: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 28.02.17

Fassungen: Mir lag die DVD / Blu Ray Fassung von Synapse Films vor. Deren Vö ist schier unglaublich, was das Label zu einem kleinen Film wie diesem herausgeholt hat. Inhalte:
Film auf DVD oder Blu Ray
Erstklassige Bild- und Tonqualität (inklusive u.a. 7.1 Ton)
Englische UT
Steelbook, Booklet mit Infos
Uncut
Viele Extras wie Audiokommentar und vor allem ein 1stündiges, selbst produziertes Making Of und noch paar andere Extras.
Die Blu Ray ist Region A, B und C (= Code Free).
Schön was Synapse Films da gezaubert hat – doch leider schade weil mir der Film nicht gefiel.
In Deutschland von CMV Uncut auf DVD veröffentlicht worden (oder 84 Film). Auch mit O-Ton, jedoch ohne Subs.

Phantasm Ravager Review



Phantasm Ravager

Story:

Reggie (Reggie Bannister) sucht noch immer nach seinem vermissten Freund Mike (A. Michael Baldwin) und versucht den Tall Man (Angus Scrimm) zu stoppen. Dieser ist jedoch selbst hinter Reggie her und unterbreitet ihm ein Angebot…

Meine Meinung:

Ich war auf den fünften Teil sehr gespannt. Immerhin warten Fans seit 1998 auf eine weitere Fortsetzung, welche die offene Story aus Teil vier endlich zu Ende erzählt.

Leider ist dies nur begrenzt der Fall und Teil fünf ist der schlechteste Teil der Reihe geworden. Ich weiss noch nicht Mal, ob ich den Film in der Sammlung werden lasse.

Es ist natürlich schön, die Figuren aus den vorderen Streifen, allen voran, Reggie Bannister und Angus Scrimm (muss man ziemlich lange warten bis er sich blicken lässt), wieder zu sehen. Zu Beginn gibt es eine kurze Zusammenfassung der Teile 1-4 mit Szenen aus den alten Streifen.

Der Film hat vereinzelt paar gute Szenen, die für sich gesehen funktionieren, stimmungsvoll sind oder den Fan erfreuen. Aber im Grossen und Ganzen war das Budget zu klein, die (CGI) Effekte zu schlecht (vor allem gegen Ende hin stark zunehmen, Qualität abfallend), neue Figuren wenig charismatisch und vor allem inhaltlich ist der Film enttäuschend. Die Meinung, dass Reggie vielleicht nur spinnt und/oder an Demenz erkrankt ist und/oder in einem Paralleluniversum lebt (à la Matrix) ist ein Witz (wie auch das mit dem Alien Virus und den platzenden Köpfen).

Die Story wechselte ab einem Zeitpunkt immer zwischen Altersheim und «der Jetzt-Welt» hin und her – dabei geht viel Fluss der Story, viel Stimmung und auch Spannung verloren. Zuweilen nervt das Wechseln sogar.

Gore darf man nur vereinzelt erwarten – in der ersten Filmhälfte paar Kugeln in Köpfen, aus denen Blut spritzt (sogar ein Pferd stirbt so, fand ich amüsant). Danach nehmen solche Szenen ab – der Gebrauch von Schusswaffen ist dann nur noch billig, uneffektiv, nicht blutig und schlecht (alles CGI).

Noch eine Anmerkung, welche ich schade finde: der grossartige Angus Scrimm, Horrorfans weltweit durch seine Rolle als The Tall Man bekannt, starb Anfang 2016 und dies ist u.a. eine seiner letzten Rollen (letzte oder vorletzte) – da hätte er im Abspann zu Beginn eine Würdigung verdient gehabt – doch nicht Mal dazu hat es gereicht!

PS: Soundtrack teilweise an die alten Filme erinnert, teilweise sehr modern, unpassend und schlecht (Vergleich: Soundtrack im Verlauf des Abspannes).

Fazit: Beendet die Reihe weiterhin mit offenen Fragen und unzureichend! Da hätte man sich ein höheres Budget und Don Coscarelli als Regisseur gewünscht, dann wäre vielleicht ein würdiger Abschluss entstanden…

Infos:

O: Phantasm: Ravager

USA 2016

R: David Hartman

D: Reggie Bannister, Angus Scrimm, A. Michael Baldwin, Kathy Lester, Bill Thornbury

Laufzeit der US DVD: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 28.02.17

Fassungen: Mir lag die US DVD vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische UT zum O-Ton vorhanden. Extras: u.a. Trailer, AK, geschnittene Szenen, Behind The Scenes Spezial und Outtakes. Soll Ende Mai 2017 in Deutschland erscheinen von Black Hill Pictures.