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Freitag, 2. Juni 2017

Update

02.06.17 - Neue Reviews


- Kill List

- House III (Komplett überarbeitet)

- Echoes

- Wicked City (Archiv Review)

Kill List Review



Kill List

Story:

Zwei Kumpels und ehemalige Soldaten verdienen sich als Profikiller ihr Geld. Jay (Neil Maskell) ist vom letzten Auftrag gezeichnet was auch die Familie zu spüren bekommt – trotzdem lässt er sich von seinem Kumpel Gal (Michael Smiley) überreden wieder mitzumachen – mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Kill List hat mich stark beeindruckt und überrascht. Der Film wurde mir vor vielen Jahren über einen Gästebuch Eintrag auf der alten Homepage empfohlen und daher wurde der Film nun auch geschaut. Ich dachte zuerst: ein UK Actionfilm – Profikillergeschichte. Gangster-Setting und so. Das haben die Engländer drauf. Könnte mir gefallen.

Aber Pustekuchen – der Film geht in eine andere Richtig, die nicht vorhersehbar ist. Auch das Genre wechselt, vor allem gegen Ende hin. Ich war wirklich überrascht und will hier jedoch auch gar nichts verraten. Wenn man mehr wüsste wäre das für die Wirkung, welcher der Film am Ende auf den Zuschauer hat, fatal und sehr schade.

Die Story wird zuerst monoton, langsam und quälerisch erzählt. Der Film baut eine sehr fesselnde, bedrückende und nihilistische Stimmung auf, die das Ende dann konsequent weiterführt und zu Ende bringt. Die wenigen Gewaltszenen sind hart anzusehen, da auf Humor komplett verzichtet wird und einige Szenen beim Zusehen sehr schmerzen (die Szene mit dem Hammer ist fast nicht zu toppen und natürlich das Ende). Das Ende gefiel mir in seiner Wirkung und die Szenen zuvor sehr. Das Finale ist sehr spannend und stimmungsvoll geworden. Solche Filme und Enden mag ich – genau nach meinem Geschmack.

Die Darsteller sind sehr gut und in ihren Rollen absolut überzeugend und glaubhaft. Neil Maskell gefiel mir schon in der Serie Utopia sehr gut – so, dass ich mich freute, ihn auch hier in einer Hauptrolle zu sehen.

Kill List hat mich beeindruckt und überrascht – vor allem gegen Ende hin wie schon lange kein Film mehr, sodass ich mich schon jetzt auf eine 2. Sichtung freue, um schon vor dem Finale einige Details erahnen zu können, welche nun mehr Sinn ergeben. Ein Film, denn man daher gut mehrfach schauen kann und sollte…

Infos:

O: Kill List

UK 2011

R: Ben Wheatley

D: David Bowen, MyAnna Buring, Ben Crompton, Esme Folley

Laufzeit der dt. DVD: 91:50 Min.

Gesehen am: 29.04.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = Wendecover, Uncut, O-Ton, dt. Subs, sehr gute DD 5.1 Tonspur (auch zum O-Ton).

House III Review



House III

Story:

Cop Lucas McCarthy (Lance Henriksen) schnappt den Mörder Max Jenke (Brion James), der wegen seinen grauenhaften Taten zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt wird. Doch Jenke, voller Wut auf Lucas, schwört erbitterte Rache, Rache an Lucas und seiner Familie. Und tatsächlich: nach der Hinrichtung dauert es nicht lange, und der Horror beginnt ganz nah, zu Hause in den eigenen vier Wänden…

Meine Meinung:

Teil drei der House Reihe (Teil 1 / Teil 2) ist für mich der beste Teil, da wirklich dem Genre Horror zuzuordnen. Die Produktion hatte aber mit Problemen zu kämpfen: der Regisseur wurde ausgetauscht und man wählte James Isaac, die Geldgeber aus den Teilen eins und zwei wechselten und man war am "House Konzept" nicht mehr gross interessiert (auch der Grund, warum der Film z.B. in den USA als The Horror Show und nicht als House III vermarktet wurde) und die MPAA schnitt den Film für die US Freigabe stark – nur mit Glück und der Mithilfe von Sean S. Cunningham konnte man ausserhalb den USA die Unrated Fassung sehen – denn dieser hielt für alle nicht englischsprechenden Länder ausserhalb der USA die Rechte zum Film. Dazu kamen Gerüchte, dass es zwischen diversen Filmemachern (Wes Craven) Differenzen gab - man soll Ideen aus seinem Film Shocker gestohlen haben, der zur gleichen Zeit gedreht wurde und in welchem der Täter auch Dank Elektrizität Angst und Schrecken verbreiten konnte.

Doch trotz all dieser Dinge stellt der Film für 80er Jahre Horrorfans eine nette, solide und düstere Horrorunterhaltung dar. Die Dinge, welche oben erwähnt sind, färbten nicht negativ auf den Film ab. Man merkt davon nichts.

Der düstere Gang und die harte Machart des Filmes gefallen mir besser als die seichte Unterhaltung der ersten beiden Streifen. Das empfand auch Produzent Sean S. Cunningham so, der nach seiner Zusammenarbeit mit der KNB FX Group in seinem Deep Star Six diese anheuerte, um dem Horror auf der Leinwand Leben einzuhauchen. Und die Truppe von Greg Nicotero hat ganze Arbeit geleistet! Man hatte ein grosses Budget vorhanden und konnte sich richtig austoben, so dass der Fan eine Vielzahl an skurrilen Spezialeffekten und/oder blutigen Splattereffekten begutachten durfte.

Die Story spielt sich übernatürlich in dem Haus ab, in welchem Lance Henriksen mit seiner Filmfamilie wohnt. Damit ist trotzdem ein Link zu den Filmen zuvor vorhanden. Lance Henriksen gibt eine sehr solide Performance ab, welche nur noch durch Brion James als mörderischer Psychopath überboten wird – auch wenn seine Sprüche dann zu oft an Freddy Krüger und Co. erinnern, um ganz böse zu wirken.

Die anderen Darsteller machen ihren Job gut und solide, mit Ausnahme des Filmsohnes. Der nervt höllisch in jeder seiner Szenen aber kommt zum Glück nicht so viel vor.

Wer einen Film Richtung Teil eins und zwei erwartet könnte gar enttäuscht werden – wer das 80er Jahre Horrorgenre und tolle handgemachte Splattereffekte mag, dürfte an House III seine Freude haben!

Infos:

O: The Horror Show

USA 1989

R: James Isaac

D: Lance Henriksen, Brion James, Terry Alexander, Lewis Arquette, Thom Bray, Matt Clark

Laufzeit der UK Blu Ray: Ca. 95 Min.

Komplett überabreitet am: 29.04.17

Fassungen: Siehe House! Interessant: Teil drei liegt in der Unrated Fassung vor! Sehr schönes Master! Aus einem Guss und den DVDs qualitativ aus UK / Frankreich hochhaus überlegen! US Blu Ray von Scream Factory z.B. war ja nur die R Rated Fassung, welches bei der UK auch anwählbar ist. Die Extras zeigen noch bisschen Gore mehr, der selbst in der Unrated fehlt, dazu folgende Extras anschauen: Slaughter, Inc. Doku (die KNB FX Group erzählen schön wie es für sie war, wenn beim Kinorelease all ihre Arbeit einfach zensiert wird), Workprint Footage, Behind The Scene und die Bildergalerie oder das Booklet der Arrow Video Blu-Ray oder die Fangoria Ausgabe von 1989. Alle dt. Fassungen sind nicht zu empfehlen und zensiert. Interessant ist auch, dass es wohl gedrehte Szenen gibt, welches auch als Bonus nicht auffindbar sind. Z.B. wurde die Truthahn Szene zunächst anders gedreht: ein Kuchen wird blutig in Stücke geschnitten um darin die vermisste Katze zu finde (Quelle: Slaughter, Inc. Doku).

Echoes Review



Echoes

Story:

Ein junger Mieter hat nach dem Einzug Visionen aus der Vergangenheit – die in einem blutigen Mord enden. Ob sich die Geschichte wiederholen wird?

Meine Meinung:

Echoes ist nun die letzte Episode der TV Serie Fear Itself. Es bleib auch bei nur einer Staffel. Echoes ist eine sehr mässige, nur durchschnittliche Episode geworden, die man höchstens 1x schauen kann – und auch dann gibt es Längen und nur wenig Gutes.

Das Problem ist, dass der Inhalt nicht neu ist. Im Gegenteil: voller Klischees, schon unzählige Male besser gesehen und/oder gelesen. Dazu kommen Längen und die Figuren sind wenig sympathisch, so dass einem der Verlauf und ihre Schicksale egal sind.

Technisch ist die Episode gut gemacht. Gore darf man, wie allgemein bei der Serie, trotz Director’s Cut Fassung auf DVD, nicht erwarten.

Echoes was zusammen mit New Year's Day die schlechteste Episode der Staffel. Die wirklichen Highlights: Eater, Something With Bite und Skin And Bones.

Infos:

O: Echoes (Fear Itself)

USA, Kanada 2008

R: Rupert Wainwright

D: Aaron Stanford, Eric Balfour, Camille Guaty

Laufzeit der US DVD: Ca. 42 Min.

Gesehen am: 29.04.17

Fassungen: Siehe Family Man.

Wicked City Review



Wicked City

Story:

Zwei Dämonenjäger (Jacky Cheung, Leon Lai) kämpfen gegen Dämonen, welche sich gegenseitig bekämpfen. Shudo (Roy Cheung) will der neue Herrscher über die Dämonen werden - dafür ist im der Kampf in den eigenen Reihen Willkommen. Kompliziert wird es, als sich einer der Dämonenjäger in eine Dämonenfrau und umgekehrt verliebt (Dämonenfrau gespielt von Michelle Reis)...

Meine Meinung:

Real-Verfilmung des japanischen Anime Wicked City. Und an diesen kommt der von Tsui Hark produzierte Film nicht heran. Doch im Grossen und Ganzen bietet der Film in der Tat viel Unterhaltung und Action, so dass im Film und im Verlauf der Story kaum Längen entstehen.

Der Story kann man gut Folgen und die Action ist okay, wenn auch nicht allzu spektakulär. Cool fand ich die Optik und vor allem die Monstereffekte - viel Kostüme, mechanische und Gummikostüme nach alter Schule - das fand ich wirklich toll und ist nach meinem Geschmack! Heute wäre all dies nur mit CGI zu bewerkstelligen gewesen!

Jacky Cheung ist solide, Leon Lai hat mich überrascht und hat mir gut gefallen. Michelle Reis, welche ich aus den Fong Sai Yuk Streifen her kenne, hat mir hier ausserordentlich gut Gefallen (vom Aussehen und von ihrer Schauspielleistung her). Auch der restliche Cast macht seine Sache ordentlich: Roy Cheung als Bösewicht geht immer und Yuen Woo-Ping in einer grossen Nebenrolle fand ich speziell gut - schön ihn auch in einem etwas neueren Film Mal wieder auf der Leinwand zu sehen!

Die Action beschränkt sich auf Shoot-Outs, Verfolgungsjagden und Dämonenkämpfe, jedoch KEIN Martial Arts! Dem sollte man sich als HK Filmfan bewusst sein - hätte jedoch auch nicht zum "Wicked City" Setting gepasst!

Für HK Fans zu empfehlen, auch wenn nicht so gut wie der Original Anime!

Infos:

O: Yao Shou Du Shi

HK 1992

R: Peter Mak Tai-Kit

D: Jacky Cheung, Leon Lai, Michelle Reis, Roy Cheung, Tatsuya Nakadai, Yuen Woo-Ping, Carman Lee

Laufzeit der US LD: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 06.08.16

Fassungen: In Deutschland gibt es den Film bisher nur auf VHS (Stand: Aug. 2016). Uncut. Ob es eine HK DVD/VCD gibt ist mir nicht bekannt. Als DVD mit O-Ton und englischen UT ist der Film in den USA von Image veröffentlicht worden. Mir selbst lag von Image die US Laserdisc vor = auf einer Disc bespielt, O-Ton, englische UT, Uncut, gute Bildqualität. Die US DVD ist eher selten und auf Ebay und Co. teilweise zu hohen Preisen zu sehen. In Japan auf VHS in einer längeren Fassung zu sehen (die längeren Szenen sind nicht relativ spektakulär) wobei gleichzeitig zwei Nackt-Szenen fehlen im Gegensatz zur HK/Dt. Fassung.

Nachtrag 01.06.17: Ist im April 2017 in Deutschland auf DVD erschienen – Uncut und u.a. auch im O-Ton Kantonesisch, jedoch OHNE Untertitel. Als Bonus ist die jap. Alternativfassung an Bord (vom jap. VHS stammend) in Englisch und ohne dt. UT. Wer O-Ton mit Subs will muss daher zu Importen greifen…