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Montag, 26. Juni 2017

Update

26.06.17 - Neue Reviews


- Dragon Fist (Archiv Review)

- Oath Of Death

- The Private Eye Blues

- Law With Two Phases

Oath Of Death Review






Oath Of Death

Story:

China in der Vergangenheit, als Tartaren das Land beherrschten und die Bevölkerung unterdrückten: drei Helden (Lo Lieh, Tien Feng und Wai Wang) stellen sich diesen entgegen und vertreiben die Tartaren aus einer Stadt. Einer der Freunde (Tien Feng) steigt zum tyrannischen Herrscher auf, dessen Brutalität sich nicht hinter den Taten der Tataren zu verstecken braucht, was die Bevölkerung zu spüren bekommen. Lo Lieh versucht Tien Feng aufzuhalten, während Wai Wang nicht an die Boshaftigkeit von Tien Feng glauben mag – mit fatalen Konsequenzen…

Meine Meinung:

Dieser alte Shaw Brothers Film hat mir sehr gut gefallen. Der frühe Streifen erinnert an spätere Chang Cheh / John Woo Filme, in welchen aus Freunden Feinden werden!

Der Story kann man gut folgen – es geht um das Helden-Trio um Lo Lieh, Wai Wang und Tien Feng, wobei letzterer zum Bösewicht aufsteigt und sich am Ende gegen die beiden Helden stellt.

Der Film bietet sehr viele Action, kommt in einem historischen Setting daher und der Bodycount ist sehr hoch. Es wird viel und es wird blutig gestorben. Die Darsteller machen einen tollen Job, vor allem Lo Lieh (der hier den Helden mimt und in einigen Szenen gar an Zhao – Der Unbesiegbare erinnert, z.B. als er am Ende seine Finger und Hände zur tödlichen Waffe umfunktioniert und trainiert) und Tien Feng (die Bösewicht Rolle passt einfach gut zu ihm), während der dritte im Bunde, Wai Wang, weniger intensiv wirkt da etwas naive Rolle welche er spielt. Hingegen ist seine Film Frau, gespielt von einer gewissen Ling Ling, sehr solide und zu allem dem auch hübsch anzusehen (inklusive paar Sex- und Nacktszenen).

Der Film präsentiert viele Aussenaufnahmen und viel Action. Somit wird der Handlung und dem Zuschauer nicht langweilig. Die drei Helden haben zudem verschiedene und fantasievolle Waffen, welche die Kampfszenen und ihre Werkzeuge innovativ werden lassen. Das Finale ist dann das grotesk übertrieben blutige Finale, welches mich mit positivem Staunen zurückliess!

Nur schon deshalb unbedingt sehenswert!

Fazit: Uneingeschränkte Empfehlung für jeden Shaw Brothers Fan!

Infos:

O: Wan Jian Chuan Xin

HK 1971

R: Pao Hsueh-Li

D: Lo Lieh, Tien Feng, Wai Wang, Ling Ling

Laufzeit der Originalversion: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 22.05.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Mai 2017). Ich sah den Film via Ziieagle Box = Uncut, gute Bildqualität, O-Ton, englische Subs. Gibt es u.a. in HK auf DVD (Uncut, O-Ton, englische Subs).

The Private Eye Blues Review



The Private Eye Blues

Story:

Ein Privatdetektiv (Jacky Cheung) soll ein Mädchen (Mavis Fan), welches von zu Hause abgehauen ist, zurück nach China bringen. Doch der Fall wird komplizierter als gedacht…

Meine Meinung:

The Private Eye Blues hat mir überhaupt nicht gefallen. Der Film konnte mich nicht fesseln und irgendwie kam schon in den ersten Minuten eine Stimmung auf, welche mich abgestossen hat. Absolutes Desinteresse herrschte.

Ich musste mich zwingen zu schauen und habe es dann nicht lange ausgehalten – weiss gar nicht mehr wie lange. Glaube Seite A der LD habe ich durchgeschaut und dann bei Seite B abgestellt – oder war es zuvor?

Ich fand die Story weder spannend, noch fesselnd, noch innovativ, noch unterhaltsam. Das Gezeigte war einfach total belanglos. Die Story war auch schwach, kaum vorhanden. Dazu fehlte oft ein echter Soundtrack, der Humor war subtil und nicht lustig und vor allem die Figuren waren total unsympathisch und kaum überzeugend. Nach To Live And Die In Tsimshatsui der zweite Film in kurzer Zeit, in welcher mir Jacky Cheung in einer eher ernsten Rolle nicht gefallen hat.

Ob mir seine lustigen Rollen mehr liegen? Obwohl – in Tiger Cage, As Tears Go By oder Bullet In The Head habe ich ihn als sehr gut und stark agierend in Erinnerung.

Und nebst all oben genannten fand ich das Gesehen auch als langweilig! Es kommt selten vor, dass ich bei einem Film spule oder vorzeitig ausschalte – aber hier war es der Fall.

Daher auch kurz und knapp mein Fazit: Nicht empfehlenswert!

Infos:

O: Feiseung Tsingtam

HK 1994

R: Eddie Fong

D: Jacky Cheung, Kathy Chow, Frankie Chan Chi-Leung, Chin Ho, Mavis Fan

Laufzeit der HK LD: 95.27 Min.

Gesehen am: 22.05.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Mai 2017). Mir lag die HK LD vor = Uncut, gute Bildqualität, O-Ton, feste englische UT. Der englische Titel auf der LD bzw. dem Cover ist falsch geschrieben – anstatt Private steht Privite geschrieben.

Law With Two Phases Review



Law With Two Phases

Story:

Polizist Chief B (Danny Lee) nimmt Rookie Yip Che Kit (Eddie Chen) unter seine Fittiche und führt ihn in den Polizeidienst ein. Als Chief Bs Informant (Tai Bo) zwischen die Fronten zweier Gangsterbosse (Parkman Wing Pak-Man und Rico Chu Tak-On) gerät hat das für Chief B unerwartete Konsequenzen…

Meine Meinung:

Dieser Film brachte Danny Lee 1984 an den Hong Kong Film Awards den Preis für den besten Schauspieler und die Nomination für die beste Regiearbeit ein – völlig zu Recht! Der Erfolg, der 1986 John Woo für seinen A Better Tomorrow einbrachte und dadurch unzählige Nachzügler mit sich brachte, hätte genauso gut mit Law With Two Phases von statten gehen können (zumal John Woo nur das machte, was viele Jahre vorher ein gewisser Chang Cheh für die Shaw Brothers machte. Chang Cheh = John Woos Mentor).

Der Film beinhaltet nämlich genau die gleichen Merkmale wie John Woos Film und/oder das Heroic Bloodshed Genre was Themen wie Aufopferung, Bruderschaft, Dramatik und Ernsthaftigkeit angehen. Nur die blutigen Shoot-Outs in Zeitlupe fehlen in Law With Two Phases (obwohl es hier und da auch einen Shoot-Outs gibt).

Der Film, der zu den HKer New Wave Filmen gezählt werden darf, ist ein intensives Drama, welches sich und die Figurenzeichnungen im Film mehr als einmal entwickelt und gegen Ende hin schonungslos überrascht. Danny Lee und Eddie Chen geben ein tolles Duo ab.

Auf der Gegenseite machen auch Tai Bo, Rico Chu Tak-On (ebenfalls vor kurzem in dem sehenswerten Who’s The Crook gesehen) und Parkman Wing (sah in dieser Rolle Alexander Fu Sheng sehr ähnlich) eine gute Figur, so dass die dramatische und packende Story realistisch und zu keiner Sekunde langweilig wird.

Allen HK Film- und Danny Lee Fans sei dieses starke und intensive Drama nur zu empfehlen! Es lohnt sich, denn Law With Two Phases ist sicherlich ein Film, der zu Unrecht zu wenig Anerkennung findet was HK Filmproduktionen angehen! 

PS: Von Frankie Chan produziert und Danny Lees vierte Regiearbeit nach seinen Einsätzen für die Shaw Brothers!

Infos:

O: Gung Buk

HK 1984

R: Danny Lee

D: Danny Lee, Eddie Chan, Tai Bo, Parkman Wing Pak-Man, Rico Chu Tak-On

Laufzeit der HK VCD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 22.05.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Mai 2017). Mir lag die HK VCD vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Gibt es u.a. auch als HK DVD (auch Uncut, auch O-Ton, auch englische Subs).

Dragon Fist Review



Dragon Fist

Story:

Tong How-Yuen (Jackie Chan) ist ein Schüler, dessen Meister im Kampf getötet wurde. Er will Rache, doch fällt einem Spiel aus Machtgier und tödlichen Intrigen zur Falle und wird so als "Mittel zum Zweck" für finstere Mächte missbraucht...

Meine Meinung:

Dragon Fist ist ein Old School Jackie Chan Klassiker von seinem Entdecker Lo Wei, der Chan zu einem neuen Bruce Lee formen wollte (daher auch die todernste, total ohne Humor auskommende Story).

Der Film stammt aus dem Jahre 1979, in welchem Chan durch seine beiden Hits Sie nannten ihn Knochenbrecher und Die Schlange im Schatten des Adlers zum Weltstar wurde. Doch der Film wurde erst nach den beiden oben genannten Hits veröffentlicht.

Ich muss sagen, dass mich Dragon Fist stark beeindruckt hat. Es ist viele Jahre her, seit ich die ganzen alte Chan Klassiker (auch die von Lo Wei) gesehen habe. Ich habe diese meist als gut in Erinnerung, doch Dragon Fist ist von den ganzen Lo Wei Jackie Chan Filmen sicherlich der beste und spektakulärste Streifen geworden (soweit ich das noch in Erinnerung habe und beurteilen kann).

Jackie Chan durfte auch mehr mitreden und war u.a. für die Choreographie der Trainings- und Kampfszenen zuständig und das sieht man dem Film zu jeder Sekunde an. Die Kung Fu Szenen sind sehr schön choreographiert, teilweise sehr lange und nur mit wenigen Schnitten. Einfach spektakulär und zum Geniessen.

Wer Old School Kung Fu Filme und insbesondere das Kino des Jackie Chan mag, wird Dragon Fist lieben! Da kann man als Fan kaum enttäuscht werden, denn die Action rockt hier einfach. Dazu wird eine untypische Rachegeschichte erzählt und somit punktet der Film sogar noch von der Story, da ein Ticken origineller als manch anderer seiner Sorte.

Klare Empfehlung an alle Jackie Chan Fans!

Infos:

O: Lung Kuen

HK 1979

R: Lo Wie

D: Jackie Chan, Nora Miao, James Tien, Yen Shi-Kwan

Laufzeit der HK LD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 31.07.16

Fassungen: Ein alter Jackie Chan Klassiker den ich bisher immer verpasst habe! Warum? In Deutschland heisst der Film Dragon Hero und ich habe den Film immer mit dem anderen Chan Film Dragon Lord verwechselt. Mir lag die HK Laserdisc von Ocean Shores vor = Uncut, gute Bildqualität, gute englische UT zum O-Ton (auch nicht immer der Fall d.h. Ocean Shores bietet bei ihren Laserdiscs oft nur Chinesischen oder gar Englischen Ton an aber keine englischen UT zum O-Ton). In Deutschland zumindest Uncut auf DVD veröffentlicht worden nebst ganz vielen zensierten Fassungen!