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Montag, 3. Juli 2017

Update

03.07.17 - Neue Reviews und neuer NIFFF Bericht

 

- Jailbreak (NIFFF 2017 Spezial)

- Spoor (NIFFF 2017 Spezial)

- The Mole Song: Hong Kong Capriccio (NIFFF 2017 Spezial)



- NIFFF Bericht Tag 3

The Mole Song: Hong Kong Capriccio Review



NIFFF 2017 Spezial




The Mole Song: Hong Kong Capriccio

Story:

In Teil zwei, der nahtlos an Teil eins (The Mole Song: Undercover Agent Reiji) anschliesst, geht es wie folgt weiter:

Undercover Cop Reiji Kikukawa (Toma Ikuta) und Masaya "Papillon” Hiura (Shinichi Tsutumi) schliessen mit ihrem Erzfeind Shuho Todoroki (Koichi Iwaki) einen Pakt - Papillon wird zu seinem "Adoptivsohn", Reiji zu dessen Bodyguard. Doch Ex-Gang Mitglieder entführen Karen (Tsubasa Honda), die Tochter vom Boss, um sie in Hong Kong für viel Geld an reiche Asiaten, Araber oder Europäer zu verkaufen. Daraufhin machen sich Reiji und Papillon auf den Weg nach Hong Kong. Doch ein gnadenloser neuer Polizeichef (Eita) erschwert Reiji und Co. ihre Mission deutlich...

Meine Meinung:

Es ist wirklich schade zu sehen, dass The Mole Song: Undercover Agent Reiji, bisher nicht mit englischen UT eine Veröffentlichung erfahren hat, obwohl der Film schon vier Jahre alt ist. 

Denn der Film macht Spass und genauso macht die Fortsetzung Spass! Takashi Miike (Ley Lines) gibt beim Start eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse aus Teil eins, was gut war, denn ich wusste nicht mehr allzuviel. 

Doch sollten Fans Teil eins gesehen haben, sonst wird es etwas schwer, alle Gags und Figuren einzuordnen und auseinander zu halten. Es kommen viele Figuren aus Teil eins vor, aber es stossen auch neue dazu. 

Der Film ist temporeich, abgedreht, originell, fantasievoll, lustig, aufwändig in Szene gesetzt, bunt, schrill und wartet mit vielen verrückten Szenen, Ideen und Figuren auf, welche alle ihre Gimmicks und Eigenschaften mit sich tragen, und diese damit auch so originell machen. Auch die Art und Weise des Zeigens und Erzählens macht Takashi Miike wundervoll innovativ und abwechslungsreich - indem er teilweise kleine Theaterstücke mit Pappfigürchen Szenenabfolgen erzählen und darstellen lässt. Ernst nehmen sollte man den Film zu keiner Sekunde...

Der Wechsel nach Hong Hong tat dem Film auch gut - sorgt für einige sehr nette und amüsante Szenen. Die Darsteller hatten sichtlich Spass an ihren Rollen - der Zuschauer an ihnen. Es gibt einiges zu lachen.

Nur gegen Finale ging dem Film dann etwas die Puste aus - aber es ist auch schwer, 128 Minuten, nach einem solchen wilden, actionreichen und aufwändigen Beginn wie es der Film hier bot,  ein hohes Tempo konstant aufrechtzuerhalten. Das war, so weit ich mich erinnere, auch in Teil eins der Fall.

Wie dem auch sei: allen Takashi Miike Fans kann ich diese Anime Verfilmung nur empfehlen und es bleibt zu hoffen, dass man die beiden Filme in Zukunft auch mit englischen UT erwerben kann! Für mich unverständlich, dass ausgerechnet diese zwei Filme, zumindest in Europa, so unbekannt sind im Vergleich zu anderen Miike Anime Verfilmungen...

Infos:

O: Mogura no uta: Honkon kyôsôkyoku

Japan 2016

R: Takashi Miike

D: Tôma Ikuta, Eita, Ken'ichi Endô, Mitsuru Fukikoshi, Arata Furuta, Ikumi Hisamatsu

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 128 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. und englischen UT. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2017).

Spoor Review



NIFFF 2017 Spezial



Spoor

Story:

In einem kleinen polnischen Dörfchen, Klodzko Valle, ereignen sich mysteriöse Morde. Eine ältere Frau, Tierschützerin und Einwohnerin, Janina Duszejko (Agnieszka Mandat-Grabka), versucht die Morde aufzuklären...

Meine Meinung:

Auf Spoor freute ich mich, da kleine Ortschaft, viel Natur und verschneite, weisse Bilder, eine mysteriöse Mordserie, jemand der versucht den Morden auf die Spur zu kommen etc. Halt klassischer Krimi Stoff - und dies mag ich und daher habe ich mich am NIFFF 2017 auch für Spoor anstelle Takashi Miikes JoJo's Bizarre Adventure entschieden. 

Der Film nimmt sich mit zwei Stunden Laufzeit viel Zeit und führt die diversen Figuren gut ein. Der Film ist sehr stimmungsvoll und auch teilweise schwarzhumorig, bietet jedoch auch viel Herz und Emotionen, und natürlich auch viel Sozialkritik (Tierjagd, Haltung, illegale Machenschaften, Tierschutz), so dass der Zuschauer viel geboten bekommt. 

Die Story ist auch spannend, da man den Morden auf den Grund gehen will. Es wurde in den zwei Stunden nie langweilig, so dass ich mich immer gut unterhalten fühlte. 

Die Darsteller machen ihre Arbeit auch sehr gut, so dass auch in dieser Hinsicht nicht gemeckert werden kann. 

Fazit: unterhaltsam und stimmungsvoller Krimi, den man sich gut einmal ansehen kann! 

Infos:

O: Pokot

Polen, Deutschland, Tschechische Republik, Schweden, Slowakei 2017

R: Agnieszka Holland

D: Agnieszka Mandat-Grabka, Wiktor Zborowski, Jakub Gierszal, Patrycja Volny, Miroslav Krobot

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 128 Min.


Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. und englischen UT. Noch keine DVD etc. angekündigt (Stand: Juli 2017).

Jailbreak Review



NIFFF 2017 Spezial



Jailbreak

Story:
Eine Spezialeinheit (Jean-Paul Ly, Dara Our, Tharoth Sam) versucht während einem Knastaufstand einen Zeugen (Savin Phillip) zu schützen...

Meine Meinung:
  
Jailbreak war für eine einmalige Sichtung absolut okay. Die Zeit vergeht flott. Es gibt kaum Längen. Da hätte auch Schlimmeres bei rauskommen können. Trotzdem ist es frech, den Film in einem Atemzug mit Ong-Bak oder The Raid zu nennen, welche beide doch deutlich besser in Szene gesetzt sind. 

Die Actionszenen, das wichtigste am Film, sind gut geworden aber orientieren sich sehr an The Raid, welcher für Jailbreak Pate stand. Ich fühlte mich durchgehend an The Raid erinnert. Einige Szenen fühlten sich gar vom Ablauf oder der Choreographie her kopiert an. Das war schon ein bisschen frech. Und natürlich wurde die Qualität von The Raid nie erreicht. 

Dazu kommt, dass der Soundtrack schlecht ist (Hip Hop im Vorspann, ganz übel), die Figuren unbekannt (machen die Sache aber gut) und der Humor gewöhnungsbedürftig ist. Es handelt sich nämlich um einen Genremix und es gibt viel Humor zu sehen à la dem HK Kino. Eine Szene war wirklich amüsant und hätte glatt aus einem HK Film stammen können (in welcher Zeuge Playboy zusammen mit den Frauen isst). Der Film nimmt sich zu keiner Sekunde ernst.

Jailbreak ist okay und kurzweilig, so dass man sich den Film gut einmal ansehen kann. Für einen Kauf langt es jedoch definitiv nicht - dazu bietet der Film nichts Neues und ist zu unspektakulär geworden...

Infos:

O: Jailbreak

Kambodscha 2017

R: Jimmy Henderson

D: Jean-Paul Ly, Dara Our, Tharoth Sam, Celine Tran, Savin Phillip

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 92 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. und englischen UT. Noch keine DVD etc. angekündigt (Stand: Juli 2017).

NIFFF Bericht

Tag 3

Im Gegensatz zu gestern standen heute nur drei Filme auf dem Programm - gemütlich. Blieb sogar noch etwas Zeit Fussball zu schauen, da der erste Film erst spät anfing (und bis am Mittag schlafen).

Das Wetter war frischer und kälter als je zuvor, doch schon ab morgen soll es deutlich wärmer werden. 

Die drei Filme waren okay bis sehr gut - zumindest Takash Miikes The Mole Song Teil zwei werde ich mir sicher in die Sammlung stellen, sofern er dann mit englischen UT erscheinen wird (auf Teil eins, immerhin schon vier Jahre alt, warte ich nach wie vor). 

Bleiben wir bei Takashi Miike: heute war am NIFFF Weltpremiere zu dessen Anime Verfilmung JoJo's Bizarre Adenvutre in Answesenheit des Hauptdarstellers und Regisseur Takashi Miike. Ich ging diese aber nicht schauen, weil die Homepage zunächst nur franz. UT angab und ich danach mein Programm zusammen gestellt habe. Erst einen Tag vor dem NIFFF sah ich, dass man die Angaben auf der Homepage ein 3. Mal geändert bzw. korrigiert hatte was Untertitel Angaben anging. Aber der Film sprach mich zu wenig an, daher kein Ticket gekauft.

Miike selbst habe ich heute auch nicht gesehen. Es muss sehr viel Andrang gegeben haben - schon 45 Min. vor Türöffnung bildete sich bis nach draussen eine Schlange und mind. ein Zuschauer hat sich wie die Anime Figur verkleidet. Der Film zog Fans in Massen an. Ich ging nur zu diesem Zeitpunkt schauen, ob Miike schon irgendwo zu sehen war = Fehlanzeige. Ach ja - auch das japanische Fernsehen war scheinbar vor Ort und ich denke, es war gar eine Live Übertragung nach Japan. Am Zuschauer, der sich als Anime Figur verkleidet hatte, hatte der Reporter sichtlich Freude. 

Zum neuen Kino Studio: dieses ist grösser und zentraler als das Kino Bio, aber leider auch eng und daher warm. Jailbreak, der 1. Film gestern und im Kino Studio laufend, war zu meiner Überraschung voll und es wurde warm und ich müde. Zum "Glück" sass ein "ADHS" Zuschauer neben mir, der mich durch sein Verhalten wach gehalten hat...war trotzdem sehr nervend. 

Fazit nach dem 2. Tag: 4 Filme welche auf meine Wunschliste kommen und viele gute Filme, die man gut einmal ansehen kann bei bisher nur einem Flop. So darf es gerne weitergehen!