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Mittwoch, 5. Juli 2017

Update

05.07.17 - Neue Reviews und neuer NIFFF Bericht

 

- Viking (NIFFF 2017 Spezial)

- Detective Bureau 2-3: Go To Hell Bastards! (NIFFF 2017 Spezial)

- Youth Of The Beast (NIFFF 2017 Spezial)

- It Stains The Sands Red (NIFFF 2017 Spezial)


- NIFFF Bericht Tag 5

It Stains The Sands Red Review


NIFFF 2017 Spezial



It Stains The Sands Red

Story:

Eine Frau und ein Zombie durch die Wüste auf dem Weg zu Fuss nach Las Vegas...

Meine Meinung:

Nach Bitch der zweite Film den ich am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2017 vorzeitig verlassen habe. Dies hätte ich nicht kommen sehen - und zu all meiner Überraschung hat der Film auch gar nicht so schlecht gestartet. 

Zombiefilme gibt es so viele, dass viele Filmemacher versuchen, eine neue Version, eine neue Idee, eine neue Vision einzubauen um originell und innovativ zu wirken. Aus der Masse hinauszustechen.

Auch hier wurden vom Vorführer grosse Töne gespuckt (Regisseur erfindet die Regeln des Genres neu etc. und so Schwachsinn) welche der Film natürlich nicht halten konnte.

Die Idee, dass eine Frau von einem Zombie zu Fuss durch eine Wüste verfolgt wird, war zunächst amüsant und bot auch wirklich einige komische und amüsante Szenen (Ich sage nur Tampon). 

Doch schnell wird es lahm und uninteressant. Das Thema nutzt sich sehr schnell ab. Es folgen Klischees und nervende Szenen. Zudem ist die Hauptdarstellerin nicht gross sympathisch. Mein Interesse wurde ab dem Zeitpunkt immer kleiner, als die vor dem Zombie fliehende Frau diesem ihre Sorgen und Kummer erzählt (ihre Familie betreffend).  Und endgültig die Entscheidung getroffen, die Vorstellung zu verlassen, war die Szene, in welcher sie das Zombie nahezu "vermenschlicht und dressiert hat", und es ihr gar zu gehorchen schien (nicht neu - siehe Filme wie Fido). Da war ich raus. 

Sicherlich Geschmackssache, vielleicht ein zu harter Entscheid, aber eines ist für meinen Geschmack sicher: It Stains The Sands Red erfindet das Zombiegenre nicht neu und ist nur ein mittelmässiger Beitrag, zumal viel mehr Komödie als Horrorfilm und rar gesät was Highlights angeht (und eine Stunde habe ich sicher ausgehalten).

Infos:

O: It Stains The Sands Red

USA 2016

R: Colin Minihan

D: Brittany Allen, Juan Riedinger, Merwin Mondesir, Kristopher Higgins, Andrew Supanz

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 92 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. UT. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray Vö (Stand: Juli 2017).

Youth Of The Beast Review


NIFFF 2017 Spezial



Youth Of The Beast

Story:

Ein Cop (Jô Shishido) versucht im Yakuza Milieu den Mord an seinem alten Kumpel und einer Frau aufzuklären. Dafür gibt er sich als Gangster aus und spielt die diversen Clans gegeneinander aus. Sein Ziel: Die Killer seines Freundes zu töten!

Meine Meinung:

Im selben Jahr (1963) entstand vom gleichen Regisseur (Seijun Suzuki) und dem gleichen Hauptdarsteller (Jô Shishido) der Film Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards und nebst diesem u.a. Youth Of The Beast.

Anhand dieses Beispieles wird deutlich, wie bewusst verschieden der Regisseur Stilmittel einsezt und Filme unterschiedlich in Szene setzt. Wirkte Detective Bureau gerade in den Actionszenen total "veraltet" und billig, so wirken diese hier deutlich aufwändiger, sogar blutiger und der Film als Ganzes viel ernster. 

In Youth Of The Beast spielt Lead Jô Shishido einmal mehr einen (Ex) Cop, der sich als Gangster im Milieu tarnt und dort für Unruhe sorgt. Nur diesmal geht es viel ernst und humorloser zur Sache, was ich begrüsst habe. Mir gefällt die ernste Note besser, so dass mir Youth Of The Beast dann doch etwas besser gefallen hat als Detective Bureau

Das Skript bietet viele gute Ideen, jede Szene mit Jô Shishido ist ein Genuss, einige Szenen sind wunderschön gefilmt und sehr stimmungsvoll geworden. Auch der restliche Cast, abseits von Shishido, machen eine gute Figur. Auch die Musikuntermalung ist super. 

Das Ende ist überraschend und die Endszene bitterböse aber absolut verdient! Genau so muss perfektes Kino aussehen!

Fazit: Für Fans des japanischen Kinos obligatorische "Lektüre"!

Infos:

O: Yajû no seishun

Japan 1963

R: Seijun Suzuki

D: Yuriko Abe, Kensuke Akashi, Tomio Aoki, Eiji Gô, Jô Shishido

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 91 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz. UT. Auf DVD in den USA erschienen (Criterion Collection, O-Ton, englische Subs, Uncut). Als Blu Ray in England erschienen (Uncut, O-Ton, englische Subs). Lief in Deutschland mind. im Free TV.

Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! Review


 NIFFF 2017 Spezial


Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards!

Story:

Detektiv Tajima (Jô Shishido) unterstützt die Polizei in einem Fall, in welchem er einem Gangster nach dessen Freilassung bei dessen Flucht unterstützt (bevor er von vielen anderen Gangstern abgeknallt wird) um sich als Undercover Agent in deren Organisation einzuschleusen...

Meine Meinung:

Nach Gate Of Flesh erst meine 2. Seijun Suzuki Erfahrung - und eigentlich ganz bewusst meine erste. 

Seijun Suzuki, der 2016 verstorben ist, blickt auf eine interessante Karriere zurück. International bekannt und geehrt, zu Hause vor Probleme gestellt (bishin zu Film- bzw. Drehverboten und wenig Unterstützung im eigenen Land) hat er viele interessante Titel, oft im Yakuza Milieu spielend, auf die Leinwand gezaubert. Im Gegensatz zur Konkurrenz oft mit weniger Budget, dafür umso bedachter, schriller und origineller. 

Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! ist eine Gangster-Komödie geworden die gut zu unterhalten vermochte und die Zuschauer wirklich auch zum Lachen bringt (die ganzen Tanzeinalgen z.B. waren klasse). Die zeit geht vorbei, der Story kann man gut Folgen und der Film lebt nebst sympathischen Figuren und dem tollen Humor vor allem vom Lead Jô Shishido (der nach seiner Wangenoperation aussieht wie ein Hamster, aber erst danach kam seine Karriere ins Rollen), der den Film ganz alleine trägt und auch in anderen Filmen des Regisseurs zu sehen war. 

Der Humor und die theatralische Darstellung und einfache Inszenierung (die Actionszenen z.B. sind total einfach gemacht, keine Effekte, keine Shoot-Outs zu erkennen etc.) sind sicherlich gewöhnungsbedürftig, können aber durchaus auch als gewollt und Stilmittel seitens Seijun Suzuki verstanden werden. 

Wichtig ist auch, dass nicht alle Filme so wirken, wie  Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! und man nicht von einem Seijun Suzuki Film auf alle schliessen lassen kann. 

Mir hat der Film gut gefallen, so dass er sicherlich früher oder später den Weg in meine Filmsammlung finden wird. Fans von älteren japanischen Klassikern sollten sich den Namen Seijun Suzuki nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Tantei jimusho 23: Kutabare akuto-domo

Japan 1963

R: Seijun Suzuki

D: Nobuo Kaneko, Tamio Kawaji, Yûko Kusunoki, Reiko Sasamori, Jô Shishido

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 88 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz. UT. In den USA auf DVD erhältlich (Uncut, O-Ton, englische Subs). Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2017).

Viking Review


NIFFF 2017 Spezial

Viking

Story:

Ein im Exil lebender Sohn will zum Prinzen des Landes werden und nimmt mit Hilfe von Wikingern, den Kampf gegen seine zwei Brüder auf...

Meine Meinung:

Ich fand den russischen Film Viking besser als erwartet, mit Ausnahme des Endes, welches mir nicht gefallen hat.

Besonders fand ich den Film aufwändiger und besser gemacht als erwartet. Dies gilt für Bauten, Settings, Requisiten, Kamerafahrten, Schlachten und auch CGI und auch einige handgemachte Effekte. 

Alles schick in Szene gesetzt, gar schon Blockbuster Qualitäten. Das Ende gefiel mir nicht, da es kein echtes Finale gab d.h. ich hätte noch mit einer langen Schlacht gerechnet aber Pustekuchen. Dass mir das Ende nicht gefiel liegt sicherlich auch daran, dass ich nicht religiös veranlagt bin. Sonst hätte mir das Ende sicherlich sehr gut gefallen (je nachdem welchen Glauben man hat versteht sich).

Die Zeit, obwohl 133 Min. laufend, ging relativ schnell vorbei. Die Figuren waren mehrheitlich gut gewählt und haben glaubhaft agiert. Nur unser Held, der im Exil lebende Prinz, fand ich eher schwach, wenig glaubhaft und nicht sympathisch. Aber das ist natürlich immer stark Geschmackssache. 

Fazit: Für Fans des russischen Kinos und wer gerne Wikinger Filme bzw. Filme im alten Setting mit Schlachten mag, sicherlich ein eventueller Tipp - für mich war es gute Unterhaltung für im Kino, aber kein Film für die Sammlung.  

Infos:

O: Viking

Russland 2016

R: Andrey Kravchuk

D: Anton Adasinsky, Aleksandr Armer, Vilen Babichev, Rostislav Bershauer, Aleksandra Bortich

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 133 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. UT und englischen UT. In Deutschland seit April auf DVD erhältlich, Uncut und u.a. mit O-Ton und dt. UT.

Bericht Tag 5.

NIFFF Bericht zum 5. Tag

 

Heute erhielt ich Besuch vom Kollegen aus Basel. Gingen gut essen (300g Pferd auf heissem Stein) und danach noch Zentrum und See angesehen. Danach ging es kurz ins Hotel zum Erholen und es folgten vier Filme, von welchen die beiden aus der Retro Reihe (Seijun Suzuki) sicherlich auf der Wunschliste landen. Viking hingegen war gut zum 1x gucken und der Zombiefilm (It Stains The Sands Red) war nebst Bitch der bisher 2. Streifen, welchen ich an diesem NIFFF vorzeitig verlassen habe.

Sonst:
Wetter wird leider schlechter und schlechter. Das heisst immer heisser und heisser. Soll vom Mittwoch bis Samstag jeden Tag über 30 Grad werden. 

Dafür habe ich endlich im Kino Studio Plätze gefunden, welche mich heute nicht müde gemacht haben. Muss ich nun immer dort sitzen (vor allem am Freitag), vor allem weil es eben heisser werden soll.

Mühsam waren Verspätungen: Viking hatte ca. 20 Minuten Verspätung weshalb viele Leute gingen bevor der Film zu Ende war, um die nächste Vorstellung nicht zu verpassen. Ich konnte sitzen bleiben bis zum Ende, hatte aber nur ca 5 Minuten Pause um dann zu erfahren, dass auch der 2. Film, der im Theater Du Passage 2 Kino lief (das erste Mal dass ich dort einen Film sehe, auf Klappstühlen sitzend, sehr hart), Verspätung hatte. Grund: sie hatten einfach noch nichts eingerichtet. Die ganzen Zuschauer warteten und wussten nicht wie ihnen geschieht und von den Vorführern war noch gar niemand da - sehr schlecht organisiert. Da half es auch nicht, dass ein "Kenner der Szene" den Film (und auch den 3. Film, wieder Retro) vorgestellt hat. 

Hoffe das war nur die Ausnahme - PS: Theater Du Passage 2 war eiskalt - so stark gekühlt dass ich in Zukunft, um mich nicht zu erkälten, wärmere Kleidung einpacken muss!