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Donnerstag, 6. Juli 2017

Update

06.07.17 - Neue Reviews und neuer NIFFF Bericht

 

- Zigeunerweisen (NIFFF 2017 Spezial)

- Small Town Killers (NIFFF 2017 Spezial)

- Twinkle Twinkle Little Star (NIFFF 2017 Spezial)



- NIFFF Bericht 3. letzter Tag





Twinkle Twinkle Little Star Review



NIFFF 2017 Spezial



Twinkle Twinkle Little Star

Story:

Privatdetektiv Eden (Yi Lui) und dessen Sidekick Kong (Tam Tin Nan) untersuchen den Fall von Chen (Cherie Chung), die angibt von Aliens entführt worden zu sein. Und auch ein Mad Scientist (Leung Tin) hat seine Finger im Spiel…

Meine Meinung:

Einen Shaw Brothers Film im Kino sehen? Das liess ich mir nicht entgehen und da war die NIFFF Vorstellung doch absolut lohnenswert (trotz Ziiegale Box welche ich zu Hause habe).

Zwar ist der Film nicht einer der bekannteren und auch keiner der Kung Fu Klassiker oder mit grossen, bekannten Shaw Brothers Stars versehenen (die z.B. wären: Ti Lung, Lo Lieh, David Chiang, Chen Kuan Tai, Gordon Liu, Alexander Fu Sheng, Gordon Liu etc.) Arbeiten der fleissigen Shaw Brothers, sondern eine amüsante HK Komödie welche satirisch u.a. Star Wars auf das Korn nimmt.

Der Film hat mir gut gefallen und wer den alten HK Humor mag, wird mit dem Film bestens bedient. Man muss zwar lange warten, bis Aliens/Raumschiffe etc. im Mittelpunkt stehen (nämlich erst im Finale), doch dafür entschädigt ein langes, amüsantes und actionreiches Finale im Raumschiff mit einem "Darth Vader" Verschnitt. Etwas Martial Arts, coole Auto-Stunts (zu Beginn) und tolle Musical-Einlagen gibt es ebenso zu bestaunen wie ein sympathischer Cast (Cherie Chung war in einigen Szenen recht heiss) inklusive eines Kurzauftritts des späteren Kult-Regisseurs und Produzenten Tsui Hark (bei der Kuchenschlacht). 

Sehenswert, abwechslungsreich, lustig und unterhaltsam! Auf die Shaw Brothers ist Verlass!

Infos:

O: Xing Ji Dun Tai

HK 1983

R: Alex Cheung Gwok Ming

D: Cherie Chung, James Yi Lui, David Lo Dai-Wai, Leung Tin, Tam Tin-Nam, Ching Miao

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 92 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und chinesischen UT. Gibt es mind. in HK auf DVD (Uncut, O-Ton, englische Subs). Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2017).

Small Town Killers Review



NIFFF 2017 Spezial



Small Town Killers

Story:

Zwei Freunde heuern, stark betrunken, einen russischen Profikiller an, der ihre Ehefrauen töten soll. Doch diese wissen sich zu wehren und heuern, als sie von der Tat ihrer Männer erfahren, ebenfalls einen Killer an...

Meine Meinung:

Diese dänische schwarze Komödie von Ole Bornedal hat mir recht gut gefallen. Trotzdem stellt Nightwatch nach wie vor sein bester Film dar.

Andere am NIFFF gezeigte Werke fand ich im Vergleich nochmals schlechter (Just Another Love Story, The Substitute).

Wenn man aber Fan ist von skandinavischen Komödien dieser Art (Adam's Apples, Men & Chicken, Kraftidioten, How To Get Rid Of The Others) kann man sich Small Town Killers gut ansehen. Es sind auch einige bekannte Gesichter aus dem Genre dabei (z.B. der dicke Arzt aus Adam's Apples in einer kleinen Nebenrolle), die Story ist zwar wenig originell und innovativ, und nicht jeder Gag/Szene sitzt, aber im Grossen und Ganzen gibt es tolle Situationskomik und tiefbösen, schwarzen Humor der keine Grenzen zu kennen scheint und auch vor aktuellen Ereignissen nicht halt macht (als der russische Killer im Taxi auf den muslimischen Fahrer trifft z.B.). 

Langweilig wird es nicht, die Hauptfiguren sind sympathisch wie auch die zwei total unterschiedlichen Killer, die für viel guten und amüsanten (und makaberen) Humor sorgen. 

Lustig sollte der Film sein, lustig wollte der Film sein und lustig war er auch = Pflicht getan! Fans von skandinavischen schwarzen Komödien zu empfehlen! 

Infos:

O: Dræberne fra Nibe

Dänemark 2017

R: Ole Bornedal

D: Nicolas Bro, Ulrich Thomsen, Mia Lyhne, Lene Maria Christensen, Marcin Dorocinski, Gwen Taylor

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen UT. Wird später auch regulär in den Schweizer Kinos laufen (oder gleichzeitig wie am NIFFF).

Zigeunerweisen Review


NIFFF 2017 Spezial



Zigeunerweisen

Story:

Japan während der Taishō Zeitspanne (1912-1926):

Deutschprofessor Aochi (Toshiya Fujita) besucht in einem kleinen Dörfchen seinen Freund Nakasago (Yoshio Harada), einen Draufgänger und Frauenschwarm. Dieser wird des Mordes bezichtigt, doch Aochi steht für ihn ein. Sie lernen eine Geisha kennen. Später sind beide verheiratet - während Nakasags Frau jener Geisha ähnelt, welche sie vor längerer Zeit getroffen haben. Es kommt zu mysteriösen Situationen, welche Aochis Frau bzw. deren im Spital liegende Schwester betreffen. Hat Aochis Frau mit  Nakasago ein Verhältnis? Als Nakasago später überraschend verstirbt glaubt Aochi nicht an einen natürlichen Tod und will eine Autopsie. Danach beginnt sich Nakasags Frau komisch zu verhalten...

Meine Meinung:

Der drittletzte NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Festival) Tag startete früh, anspruchsvoll und lang mit Zigeunerweisen - einem sonderbaren, sehr stimmungsvollen, ruhigen Arthouse Film von Seijun Suzuki. 

Im Mittelpunkt stehen Beziehungen und eine mögliche übernatürliche Geistergeschichte. Die Erzählweise und Struktur ist jedoch nicht einfach, da viele Dinge nicht erklärt werden und Raum für eigene Interpretationen übrig bleiben. Zudem läuft der Film über zwei Stunden lang und wird langsam und monoton erzählt. Alles andere als ein Film für das Mainstream Publikum aber gleichzeitig eine nicht uninteressante Abwechslung zu Seijun Suzukis bunten, schrillen und lauten Yakuza/Gangster Geschichten/Filmen (u.a. Branded To Kill und Co.). 

Oft sind die Figuren sehr lange zu sehen und einfach am diskutieren, teilweise hat man das Gefühl über belanglose Inhalte. Man muss aber gut aufpassen, denn viele kleine Details werden am Ende zusammen geführt. Das Ende und die Schlussszene fand ich absolut grandios und fantastisch. Sehr fesselnd und beim Zuschauer Emotionen auslösend, obwohl sehr einfach gestrickt. Das gilt für den ganzen Film - obwohl wenig Budget vorhanden war, kann der Film durch seine ruhige, monotone Art fesseln, sofern man sich auf den Stoff einlässt. 

Man sollte sich auf die Hauptfiguren konzentrieren - einmal Deutschprofessor Aochi, der dem Hong Kong Schauspieler Richard Ng ähnelt, und auf der anderen Seite Nakasago - der eine ganz andere Figur spielt. Dazu kommt die Geisha, später zwei Ehefrauen, die Schwester im Spital der einen Ehefrau und noch später Nakasagos Kind. Das Geschehen spielt sich um die zwei Männer und ihre Frauen bzw. Beziehungen zueinander ab. Es gibt einige sehr atmosphärische und surrealistische Szenen, die nicht genauer erklärt werden (Visionen? Träume? Geisterwelt? Besessenheit? Die Hölle? Die Realität?, Das Ende etc.).

Ich fand den Film sehr interessant und bin auf die Fortsetzung gespannt - Zigeunerweisen ist der erste Teil einer eigenen Trilogie. Mir ist jedoch nicht bekannt, ob die Story von Teil eins weiter erzählt wird, oder ob es in Teil zwei eine eigene, neue Geschichte gibt...

PS: Es wird im Film extrem viel gegessen - so dass ich beim Schauen auch fast Hunger bekommen habe!

Infos:

O: Tsigoineruwaizen

Japan 1980

R: Seijun Suzuki

D: Yoshio Harada, Naoko Otani, Toshiya Fujita, Michiyo Ôkusu, Kisako Makishi

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 144 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen UT. Gibt es u.a. in den USA auf DVD (Uncut, O-Ton, englische Subs). Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2017).

NIFFF Bericht 7. Tag

NIFFF Bericht 3. letzter Tag


Der 3. letzte Tag steht an und startete anspruchsvoll mit Zigeunerweisen ins Filmfest - über 2h Arthouse Kino von Seijun Suzuki. War cool - wird gekauft. Bin aber ganz schön müde geworden im Kino - heiss, merke den fehlenden Schlaf und die vielen Filme, welche ich bisher gesehen habe. 

Film Nr. 2 - Small Town Killers, war ausverkauft. Man verteilte uns gratis Fächer da so warm. Ein Vorgeschmack auf Freitag - wenn fünf der sechs Filme im Kino Studio laufen werden. Und ich nehme an, dass zumindest die drei letzen sicher auch ausverkauft sein werden = es wird höllisch warm werden im Kino! Dass heisst morgen muss ich immer früh in die Kinos dringen können, damit ich meinen guten Stammplatz halten kann.

Der 3. Film (Twinkle Twinkle Lucky Star) hätte ich fast verpasst da fast 20 Minuten später angefangen und null Info zum wartenden NIFFF Volk. Passage 2 = erneut grottenschlecht orgaisiert und informiert. Ca. 4-5 Minuten länger und ich wäre gegangen. Zum Glück sprengte das Warten nicht die 20 Minuten Grenze so dass ich in den amüsanten Genuss des Shaw Brothers Filmes kam. 

Alle drei Titel sind sehenswert. Titel Nr. 4, The Endless, habe ich ausgelassen. Grund: am Freitag und Samstag sind mir ALLE Filme zu denen ich Tickets habe wichtig und ich will alle ansehen - sechs am Freitag, fünf am Samstag, und keinen auslassen. 

The Endless war mir von Beginn an nicht wichtig - es lieff alternativ halt nichts Besseres. Daher Ticket gekauft. Aber ich denke nicht, nachdem was ich vom Film gelesen habe, dass ich ein "Highlight" verpasst habe. Low-Budget Film von den Regisseuren von Resolution - den ich vor mehreren Jahren auch am NIFFF sah und wenig gut fand. Wie in Resolution soll es auch in The Endless am Ende viele offene Fragen haben, die nicht beantwortet werden = daher nehme ich stark an, nichts verpasst zu haben. 

Stattdessen ging es früh ins Hotel zum Schreiben der Reviews und des Berichtes von heute, denn erneut zur Info: Reviews und Berichte von Freitag und Samstag folgen erst am Sonntag (Mittag/Nachmittag). 

Damit ich für den sechs Filme Tag morgen auch fit bin...

Update

06.07.17 - Neue Reviews und NIFFF Bericht

 

- Tokyo Drifter (NIFFF 2017 Spezial)

- Branded To Kill (NIFFF 2017 Spezial)

- Mon Mon Mon Monsters (NIFFF 2017 Spezial)

- Better Watch Out (NIFFF 2017 Spezial)




- NIFFF Bericht Tag 6

Better Watch Out Review


NIFFF 2017 Spezial



Better Watch Out

Story:

Eine Babysitterin (Olivia DeJonge) und der 12jährige Luke (Levi Miller) erleben eine Nacht, welche sie sich nie zu Träumen gewagt haben inklusive ungeladenen Gästen...

Meine Meinung:

Better Watch Out - ein australischer Weihnachts-Horrorfilm, wurde manchorts mit dem Film You're Next vergleichen. Doch leider sind beide Filme nicht gross miteinander vergleichbar. 

Better Watch Out ist zunächst spannend, da man nicht weiss, was passiert, wovon genau die Gefahr ausgeht. Es ist daher auch ratsam, möglichst wenig über die Story im Vorraus in Erfahrung zu bringen. 

Mir hat der Twist jedoch nicht gefallen. Ich fand, es ging viel Spannung und auch bisschen Atmosphäre flöten als der Zuschauer erfährt, um was es im Film wirklich geht. Das Hauptmotiv. Dieses kann dann auch nicht durchgehend überzeugen (Realismus) und wechselt auch oft das Genre - von Horror, bis zu Terrorfilm bis zur schwarzen Komödie. Aber eigentlich kaum überzeugend, zudem die Figuren (vor allem eine) sehr hassenswert sind. 

Das Ende versucht noch etwas zu retten, aber ist leider trotzdem zu zahm in Hinblick auf das, was zuvor alles passiert ist. 

Fazit: Man kann sich den Film gut einmal ansehen, aber ich hatte mir etwas anderes versprochen und das Gezeigte hat mir nicht so gut gefallen.

Infos:

O: Better Watch Out

USA, Australien 2016

R: Chris Peckover

D: Virginia Madsen, Patrick Warburton, Levi Miller, Olivia DeJonge

Laufzeit der Konversion: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz UT. Gibt es noch nicht auf DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2017).

Mon Mon Mon Monsters Review


NIFFF 2017 Spezial



Mon Mon Mon Monsters

Story:

Eine Gruppe von Teens entdecken in den nächtlichen Strassen Taiwans zwei Kannibalen Monster und schaffen es, eine der Kreaturen zu fangen. Das gefangene Exemplar stellt das kleine Monster dar - und die Teens haben damit nun ihren bösen, quälerischen Spass. Doch die 2. Kreatur sorgt auf der Suche nach der Vermissten Kreatur für jede Menge Leichen...

Meine Meinung:

Mon Mon Mon Monsters ist ein nicht uninteressanter Film aus Taiwan und ein Mix aus Monster/Kannibalenfilm, Drama, Komödie (teilweise erinnerte der Humor ans HK Kino der alten Zeit) und Sozialkritik (wer ist das Monster? Die "Monster" oder die Teens, welche das Monster quälen, welche andere Schüler mobben oder gar für den Tod der Lehrerin verantwortlich sind?). 

Das macht den Film schaubar und technisch und optisch interessant. Da braucht sich der Film nicht hinter Hong Kong Grossproduktionen zu verstecken. Der Inhalt hat mir teilweisse besser, teilweisse schlechter gefallen.  

Es gibt hier und da Längen, die Gruppe der Teens wirken durch und durch nicht sympathisch (aber bewusst so dargestellt) und auch nicht ihre Handlungen. Sie hätten eigentlich alle den (Film)Tod verdient und gewisse Szenen waren zu übertrieben dargestellt, um als realistisch durchzugehen (und der Film will sich eigentlich realistisch geben). 

Aber gut gespielt. Das Make-Up der Monster war okay. Hier und da gibt es etwas Blut zu sehen, aber man sollte keine echten Splattereffekte erwarten. 95% aller Szenen spielen sich im Off ab. Hart war das "Ende der Lehrerin". 

Eine der besten Szenen, gerade auch in Bezug auf Optik und Wahl des Soundtracks, war das Bus Massaker! Da hat der Regisseur wirklich grosses Talent bewiesen! Das Klassenzimmer Massaker war auch nicht ohne und das Ende war auch böse und fies. Solche Enden mag ich. 

Für einen jungen und international noch unbekannten Regisseur (Giddens Ko), der seine Karriere mit Romanen startete, sicherlich eine solide Arbeit. Vor allem wenn man bedenkt, dass er zuerst viele Liebesfilme gedreht hat. Der Wechsel ins "Horror-Setting" ist ihm mehr als gelungen. 

Fazit: Kann man sich gut einmal ansehen!

Infos:

O: 報告老師!怪怪怪怪物!/ Mon Mon Mon Monsters

Taiwan 2017

R: Giddens Ko

D: Eugenie Liu, Teng Yu-Kai, Kent Tsai, Lai Jun-Cheng, Tao Bo-Meng, Liang Ru-Xuan

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 113 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz UT. Gibt es noch nicht auf DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2017).

Branded To Kill Review


NIFFF 2017 Spezial



Branded To Kill

Story:

Goro Handa (Jô Shishido), ein Auftragskiller für die Yakuza (die Nr. 3 in der Killer Rangliste), scheitert an einem Auftrag. Die Zielperson überlebt, eine Zivilistin wird stattdessen getötet. Daraufhin will die Yakuza sich von ihrem Killer trennen und ihn selbst töten…

Meine Meinung:

Seijun Suzuki erschafft mit Branded To Kill ein kleines Gangster-Drama-Meisterwerk. 

Der Film, für Nikkatsu Studios und komplett in s/w gedreht, erzählt eine dramatische und tragische Geschichte des Auftragskiller Handa, Nr. 3 der Killer Rangliste. 

Bald schon sieht er sich in einem Strudel aus Verrat und anderen Killern (vor allem der unbekannte Killer, der als Nr. 1 die Killer Rangliste anführt) ausgesetzt - und mitten in all dem eine wirklich tragische Liebesgeschichte, die am Ende die volle Erfaltung vollbringt. 

Optisch ist der Film, wie die meisten Werke des Regisseurs, toll und stimmungsvoll in Szene gesetzt. Besonders gut kommt dem Film das s/w zu stehen. 

Die Story wird nicht langweilig und am Ende teilweise gar tragisch komisch / satirisch, wenn Handa in der Wohnung mit Killer Nr. 1. ausharren muss bevor es dann zum eigentlichen Finale kommt (wobei für mich das spannungsgeladene "Finale" zuvor stattfand = alle Szenen mit Handa, der sich in der Wohnung versteckt als langsam durchzudrehen scheint). 

Das eigentliche Finale fand ich leicht enttäuschend. Da hätte ich mir mehr erhofft. Die überraschende und sehr tragische Schlussszene macht dies aber gleich wieder wett. 

Die Darsteller machen alle eine sehr gute Figur. Vor allem
Jô Shishido, mit welchem Seijun Suzuki schon in Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! und in Youth Of The Beast zusammen arbeitete, passt natürlich hervorragend in die tragische Rolle des Auftragkillers. 

Fazit: Für Fans von Jô Shishido, Seijun Suzuki oder des japanischen älteren Kinos uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Koroshi no rakuin

Japan 1967

R: Seijun Suzuki

D: Jô Shishido, Mariko Ogawa, Mari Annu, Kôji Nanbara

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 91 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz UT. Gibt es in Deutschland u.a. auf DVD oder Blu Ray (Nur O-Ton, dt. Subs, Uncut).

Tokyo Drifter Review


NIFFF 2017 Spezial



Tokyo Drifter

Story:

Yakuza Mitglied Tetsuya 'Phoenix Tetsu' Hondo (Tetsuya Watari) reist nach dem Bruch seines Bosses bzw. der Auflösung dessen Clans in der Gegend rum, will mit Verbrechen nichts mehr zu tun haben. Doch ihm sind alte Feinde auf der Spur. Zudem wird sein alter Boss zu Hause in Tokyo in ein böses Spiel verwickelt, welches auch Phoenix "Frau" (Chieko Matsubara) in Gefahr bringt...

Meine Meinung:

Tokyo Drifter von Seijun Suzuki (Youth Of The Beast) hat mir sehr gut gefallen. Es handelt sich um einen sehr melancholischen und teilweise sehr ruhigen Film, in welchem die beiden Stars auch oft singend zu sehen sind (auch der Titelsong stammt von Star Tetsuya Watari).

Dass letzterer auch ein Sänger zu sein scheint wusste ich nicht. Aber es gab mit Tetsuya Watari und Chieko Matsubara für mich ein erfreutes Déjà-vu. Die beiden sind nämlich die Hauptstars/Figuren der sechsteiligen Outlaw: Gangster VIP Reihe (HIER klicken, dann finden sich alle Reviews zu den sechs Filmen).

Und die beiden dann hier, in einem Seijun Suzuki Streifen zu sehen, fand ich sehr schön. Sie passen perfekt in die Rollen und zum Stil des Regisseurs. Vor allem optisch (z.B. auch im Finale), das Spiel mit Licht und Schatten, fand ich grandios. Solche optischen Leckerbissen und Spielereien kommen teilweise auch dann vor, wenn die Akteure am singen sind. 

Der Wechsel von Tokyo weg aufs Land - in den kalten Schnee, tat dem Setting zudem sichtlich gut. Sehr atmosphärisch und stimmungsvoll. Zudem ist Tetsuya Watari wahrhaftig ein toller Schauspieler. Hier spielt er, im Gegensatz zur Outlaw Reihe, eine ganz andere Figur und Persönlichkeit. Sehr wandelhaft. Grosses Talent von ihm. Er ist einfach nur cool und jede Szene mit ihm ist ein kleines Highlight geworden. 

Die Actionszenen sind solide und cool gefilmt, aber eigentlich nur Nebensache! 

Fazit: Für Fans des Regisseurs Seijun Suzuki, oder solchen die es noch werden wollen, uneingeschränkt zu empfehlen.

Infos:

O: Tôkyô nagaremono

Japan 1966

R: Seijun Suzuki

D: Tetsuya Watari, Chieko Matsubara, Hideaki Nitani, Tamio Kawaji, Eiji Gô

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 82 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz. UT. Gibt es in Deutschland auf DVD (von REM, Uncut, O-Ton, dt. UT).

NIFFF Bericht Tag 6

Tag 6



Heute standen fünf Filme auf dem Programm. Der erste schon am Mittag, so dass ich die Reviews vom 5. Tag noch während der Nacht schrieb um am Morgen möglichst lange schlafen zu können. 

Von den fünf Filmen habe ich jedoch nur vier geschaut. Reset liess ich aus. Der wäre für meinen Geschmack sicher auch nicht kaufenswert gewesen (China Zeitreisen Blockbuster). 

Grund: ich hatte nach dem ersten Film massiv Kopfweh und ging ins Hotel mehrere Stunden schlafen. Danach ging es wieder. 

Die zwei japanischen Filme (Tokyo Drifter und Branded To Kill) aus der Retro Ecke = werden gekauft! Die anderen zwei Filme (Mon Mon Mon Monsters und Better Watch Out) waren nur gut für eine einmalige Sichtung. 

Am Ende noch zwei NIFFF Bekannte getroffen, welche seit gestern da sind. Jedoch noch nicht gesehen, da unterschiedliches Programm und sie in einem anderen Hotel als früher nächtigen. 

Vorgezogene Info: Die Reviews und Berichte vom Freitag und Samstag werden erst am Sonntag geschrieben und Online gehen. Das heisst es wird nur noch morgen Reviews vom heutigen (Donnerstag) Tag geben und am Freitag und Samstag keine.

Grund: am Freitag bin ich von 11.00-02.00 Uhr am Filme schauen (sechs Stück, kaum Pausen) und am Samstag von 10.00-01.00 Uhr (einmal eine etwas längere Pause, aber da erwarte ich auch Besuch). Da habe ich keine Zeit vor oder nach dem ersten/letzten Film Berichte und Reviews zu schreiben, weil ich muss ja noch schlafen, essen, duschen...

Aber am Sonntag klappt es, denke ab Mittag/früher Nachmittag (weil dann auch noch Heimreise)