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Sonntag, 9. Juli 2017

Update

09.07.17 - Neue Reviews und NIFFF Berichte letzte zwei Tage inklusive NIFFF Fazit

 

- Kagero-Za (NIFFF 2017 Spezial)

- Fighting Elegy (NIFFF 2017 Spezial)

- Kung Fu Yoga (NIFFF 2017 Spezial)

- Grave (NIFFF 2017 Spezial)

- Ron Goossens: Low-Budget Stuntman (NIFFF 2017 Spezial)

- The Autopsy Of Jane Doe (NIFFF 2017 Spezial)


- Lake Bodom (NIFFF 2017 Spezial)

- Le Serpent aux mille coupures (NIFFF 2017 Spezial)

- Tragedy Girls (NIFFF 2017 Spezial)

- Pistol Opera (NIFFF 2017 Spezial)



- NIFFF Bericht 2. letzter Tag

- NIFFF Bericht letzter Tag

- NIFFF Fazit

Fazit

NIFFF Fazit

 

Fazit zum NIFFF 2017

Es gab kaum Verspätungen - nur bei Viking und mehrfach bei Passage 2. Sonst keine Pannen oder dergleichen erlebt.

Wahl der Kinos: Passage 2 ist sehr unbequem. Man kann nur hoffen, dass in Zukunft die Wahl wieder mehr auf echte Kinos fällt (Rex, Arcades Apollo 1-3). Dass keine Vorstellungen mehr im Kino Bio gezeigt werden ist hingegen positiv. 

Publikum: wie immer. 

Wetter: Okay bis zu heiss. 

Neuchatel: gefällt mir nach wie vor sehr gut. 

Autogramme: keine, da Takashi Miike sich kaum unter das Volk getraut hat. 

Hotel: genügt meine Ansprüchen. 

Auf jeden Fall macht das NIFFF jedes Jahr immer grossen Spass und ich werde sicher auch nächstes Jahr wieder dabei sein! Dieses Jahr war die Filmauswahl auch besonders gut, vor allem die Retro und asiatische Filme. 

Gekauft werden:

- El Bar
- Dead Shack
- Zombiology
- The Mole Song: Hong Kong Capriccio
- Blade Of The Immortal
- Detective Bureau 2-3: Go To Hell Bastards!
- Youth Of The Beast
- Tokyo Drifter
- Branded To Kill
- Zigeunerweisen
- Kagero-Za
- Fighting Elegy
- Grave
- The Autopsy Of Jane Doe
- Le Serpent aux mille coupures
- Tragedy Girls

Fazit: Klare Steigerung zum NIFFF 2016!

NIFFF Bericht letzter Tag

NIFFF Bericht Tag 9 = letzter Tag

 

Nach dem harten Freitag ging es am Samstag noch früher los - der erste Film hatte schon um 09.45 Uhr seine Türöffnung. 

Die Filme waren unterschiedlicher Qualität - zwei sehr gute (Tragedy Girls und Le serpent aux mille coupures) und eine Enttäuschung (Pistol Opera = 3. Film den ich während der Vorstellung verlassen habe). 

Den 5. Film an diesem Tag - A Dark Song, liess ich aus da ich einfach müde war, eine sehr lange Pause hätte und weil im Passage 2 laufend (harte Klappstühle) und der Film nach mehreren Meinungen her nur durchschnittlich und/oder sehr langweilig sein soll.

Ich ging stattdessen ins Hotel und habe schon begonnen, einige Reviews und Berichte vom Freitag zu schreiben damit ich am Sonntag nicht den ganzen Tag "damit verschwenden muss".

Den Tag verbrachte ich auch mehrheitlich mit meinen NIFFF Kollegen - zumindest am Ende des ersten Filmes und was die Filme Nr. 2 und 3 angingen. Nach Tragedy Girls, dem 3. Film, trennten wir uns und sehen uns voraussichtlich am NIFFF 18 wieder.

Nach dem 3. Film hatte ich eine lange Pause, welche ich mit meinem Bruder, der auch zwei Filme schauen ging, verbrachte und ein tolles Gewitter und sehr viel Regen, erlebte. Mitten in der Stadt, mitten am See. War ziemlich cool und abkühlend. 

Am Abend sah ich noch, dass Super Dark Times den NIFFF Hauptpreis gewann. Nachvollziehbare Wahl der Jury, da in der Tat alles andere als ein schlechter Film. 

Am Sonntag ging es dann via Auto um ca. 09.00 Uhr nach Hause Richtung Bern.

Pistol Opera Review



NIFFF 2017 Spezial



Pistol Opera

Story:

Miyuki Minazuki (Makiko Esumi), besser bekannt als Profikillerin «The Stray Cat», ist Nummer drei in der Killerhierarchie. Doch bald schon beginnt ein blutiger Kampf um Platz eins und die Killer beginnen, sich gegenseitig zu bekämpfen und zu töten. Auch Miyuki muss um ihr Leben kämpfen…

Meine Meinung:

Pistol Opera, von Kultregisseur Seijun Suzuki, zeigt erneut dass der Mann nach seinen vielen Filmen (in den 60ern seine Gangster Filme, in den 80ern seine Taishō Trilogie) nicht müde wird und liefert mit dem Film eine "Quasi Fortsetzung" zu seinem Klassiker Branded To Kill

Seit den 60ern und 80ern ist viel Zeit vergangen und leider wurde ich mit dem Film überhaupt nicht warm. Wie bereits zuvor in seiner Karriere stand Seijun Suzuki nur ein kleines Budget zur Verfügung, was man dem Film auch ansieht. 

Das ist nicht Mal negativ gemeint - doch der Film hat mich absolut nicht gefesselt, kaum unterhalten, eine Story ist zunächst kaum auszumachen und die Settings waren langweilig und wenig wechselhaft. Auch die Actionszenen waren nicht besonders in Szene gesetzt und ein grösster Kritikpunkt war das Fehlen einer charismatischen Identifikationsfigur à la Jô Shishido, Tetsuya Watari oder Bunta Sugawara. 

Daher, und wohl auch weil ich nach fast 40 Filmen am Filmfest müde war und nur noch eine kleine Toleranzgrenze zu haben schien, habe ich den Film nach einem Weilchen verlassen. 

Obwohl mir die anderen Werke in der Seijun Suzuki Retro sehr gefallen haben (die landen alle auf meiner Wunschliste), traf dies auf Pistol Opera definitiv nicht zu. Hat mir nicht gefallen, wird nicht gekauft.

Fazit: lieber die alten Filme des Regisseurs ansehen, lohnt viel mehr!  

Infos:

O: Pisutoru opera

Japan 2001

R: Seijun Suzuki

D: Makiko Esumi, Sayoko Yamaguchi, Hanae Kan, Masatoshi Nagase, Mikijirô Hira, Kirin Kiki

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 112 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen UT. Gibt es u.a. in den USA von Tokyo Shock auf DVD (Uncut, O-Ton, englische Subs). Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2017).

Tragedy Girls Review



NIFFF 2017 Spezial



Tragedy Girls

Story:

Die zwei High School Mädels McKayla und Sadie (Alexandra Shipp und Brianna Hildebrand) führen eine Internetseite über Serienkiller, da ihre Ortschaft von einem Serienkiller (Kevin Durand) heimgesucht wird. Die Mädels stellen dem Killer eine Falle und nehmen ihn gefangen. Grund: er soll sie in Sachen Töten unterrichten, doch er willigt ab. Also nehmen die zwei Mädels die Sache selbst in die Hand und starten, diverse Personen zu töten um ihre Internetkarriere in Schwung zu bringen...

Meine Meinung:

Tragedy Girls stellte am letzten NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Festival) Tag einen der besten Filme des Filmfestes dar. 

Der Film, ein Mix aus Slasher und bewusster Satire (vor allem der ganzen Social Media Kram à la Facebook, Blog, Twitter bekommt sein Fett weg), macht einfach von Beginn an Spass und unterhält. 

Es braucht keine lange Einleitung, Längen sucht man vergebens und das Gezeigte ist einfach durch und durch amüsant, kruzweilig und unterhaltsam. Es gibt einiges zu lachen, die Stars machen einen tollen Job (vor allem die zwei Mädels, ihre Opfer und der Killer, gespielt von Kevin Durand, mir bekannt aus der TV Serie The Strain), die Story ist innovativ und lustig und zudem gibt es einige tolle Kills und einige schön handgemachte Splattereffekte (sicherlich einer der blutigsten Filme am NIFFF 2017 zusammen mit Dead Shack und Meatball Machine Kodoku). 

Vor allem waren mehrere der Tötungsszenen sehr innovativ - genso das was man in einem Slasher auch erwartet und sich wünscht. Es gab auch mind. 2 Hommagen an Klassiker wie The Toxic Avenger und Cannibal Holocaust. Sehr fein!

Einziger Kritikpunkt: im Finale hätte ich mir etwas mehr Action und Gore gewünscht. Das war, nachdem was der Film im Verlauf gezeigt hat, dann doch etwas enttäuschend. Da habe ich falsch zuviel erwartet. 

Im Grossen und Ganzen stellt dies jedoch nur ein kleines Detail dar in einem ansonsten sehr sehenswerten und vor allem einfach unterhaltsamen Slasher!

Infos:

O: Tragedy Girls

USA 2017

R: Tyler MacIntyre

D: Alexandra Shipp, Brianna Hildebrand, Josh Hutcherson, Craig Robinson, Kevin Durand

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. UT. Es gibt noch keine DVD/Blu Ray Vö und auch keine dt. Fassung (Stand: Juli 2017).

Le Serpent aux mille coupures Review


NIFFF 2017 Spezial



Le Serpent aux mille coupures

Story:

Ein angeschossener Gangster (Tomer Sisley) ist auf der Flucht vor der Polizei. Auf seiner Flucht kreuzt sich zufällig sein Weg mit denen von anderen Gangstern, die zu einem Treffen unterwegs sind. Der angeschossene Gangster tötet die drei Gangster und flüchtet sich in ein nahe gelegenes Haus, welches u.a. von einem Afroamerikaner, dessen Frau und Kind bewohnt wird. Man hasst sie in der Gegend, da  schwarze Hautfarbe des Ehemannes. Die drei Gangster, welche der angeschossene Gangster getötet hat, gehörten einem kolumbianischen Drogenkartell an. Diese schicken nun ihren Profikiller (Terence Yin) ins Land, der die Sache untersuchen und den Mörder zur Strecke bringen soll...


Meine Meinung:

Der franz. Originaltitel des Filmes heisst in etwa übersetzt Die Schlange mit den 1000 Schnitten. 

Dies bezeichnet eine chinesische Folter- und Tötungsform - Lingchi genannt. Diese "Tätigkeit" wendet der Profikiller im Film, in Hong Kong geboren (sogar im richtigen Leben) und in Kolumbien zum Killer ausgebildet, auch an. Er ist der heimliche Star des Filmes und spielt absolut grandios! Jede Szene mit ihm ist ein absoluter Genuss. Mit dieser Rolle fällt oder gewinnt ein Film - und mit der Wahl von Terence Yin gewinnt der Film sehr an unterhaltsamer Qualität!

Der Film hat mir überraschend gut gefallen. Die Franzosen wissen einfach wie man gutes Gangster Kino macht - teilweise auch schön kompromisslos und mit vielen guten Ideen versehen. 

Dass ein "08/15" Gangster in kolumbianische Geschäfte/eine Rachegeschichte miteingezogen wird und somit auch die Familie, welche er als Geiseln hält, wie auch die Polizei und örtliche Rassisten, machen den Film sehenswert, originell und spannend. Alles gipfelt in einem Finale, in dem alle Parteien zusammenkommen...

Auch die anderen Schauspieler und Figuren sind gut, teilweise werden sie aber etwas weniger beleuchtet. Zum Beispiel der 08/15 Gangster ist auch ein Profi, aber über dessen Hintergründe erfährt der Zuschauer so gut wie nichts und was die Familie angeht, stehen vor allem die Frau und das Kind im Zentrum (der schwarze Ehemann verbringt fast den ganzen Film gefesselt im Keller). 

Das macht aber nichts, denn die anderen Figuren sind teilweise sowieso interessanter (Polizisten, die Rassisten, der Gangster der unfreiwillig zum "Sidekick" des kolumbianischen Killers wird etc.).

Der Film bietet in Sachen Action / Gewalt / Effekte vor allem kürzere Shoot-Outs und Szenen in denen mit einem Messer zu Werke gegangen wird (nochmals Bezug zu Lingch, die teilweise nur kurz aber derb und blutig in Szene gesetzt sind). 

Man sollte, was das Genre angeht, einen Gangster-Thriller erwarten mit hier und da etwas Terrorfilm, Sozialkritik, sehr selten einen Hauch bösen Humors und etwas Folterfilm.  Ein Film, der vor allem durch die Figuren, das Setting und die Handlung lebt - weniger durch seine Gewalt oder Action. 

Fazit: Überraschend gut und mit einem grandiosen Film-Killer versehen, so dass das Schauen sehr gut gefällt! Fans des franz. Gangsterkinos sollten sich den Streifen daher nicht entgehen lassen. Eine der besten Filme des Filmfestes! 

Infos:

O: Le Serpent aux mille coupures

Frankreich 2017

R: Eric Valette

D: Tomer Sisley, Terence Yin, Pascal Greggory, Stéphane Debac, Erika Sainte

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 104 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen UT.

Lake Bodom Review



NIFFF 2017 Spezial



Lake Bodom

Story:

1960 wurden am Bodom Lake vier Jugendliche erstochen. 50 Jahre später wollten einige Jugendliche den Ort aufsuchen – keine gute Idee…

Meine Meinung:

Lake Bodom ist nur ein durchschnittlicher Slasher, den man sich höchstens einmal ansehen kann. Nicht gesehen = nichts verpasst und es gibt viele bessere Slasher.

Der Film startet solide und teilweise mit einer geringfügig vorhandenen Spannung und Stimmung, welche sich dann jedoch Mitte des Filmes, nach dem ersten Twist, komplett verabschiedet. 

Man versucht halt origineller zu sein und nicht nur nach dem 08/15 Prinzip zu funktionieren, doch das muss nicht immer gut sein, vor allem wenn dabei Atmosphäre und Spannung drauf gehen. 

Für einen Slasher wurden dann auch zu wenig Drogen konsumiert, Nacktszenen/Sex gibt es überhaupt nicht und die Figuren waren nicht wirklich sympathisch. 

Die Story und Motive waren zudem sehr unglaubwürdig und es gab bei den kaum vorhandenen Kills auch viel zu wenig Blut. 

So gesehen sind auch alle positiven "theoretischen" Aspekte eines tollen Slashers nicht gegeben, so dass ich den Film nicht wirklich empfehlen kann. Reiner Durchschnitt.

Infos:

O: Bodom

Estland, Finnland 2016

R: Taneli Mustonen

D: Mimosa Willamo, Nelly Hirst-Gee, Mikael Gabriel, Santeri Helinheimo Mäntylä, Ilkka Heiskanen

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. UT. Wird in Deutschland Ende Juli auf DVD / Blu Ray erscheinen.

NIFFF Bericht vorletzter Tag

Bericht zum 2. letzten NIFFF Tag

 

Sechs Filme an einem Tag. Fünf davon im warmen Kino Studio. Freitag = Wochenende = mehr Zuschauer. Wetter = über 30 Grad warm. 

Start: um 11.00 Uhr mit einem über 2stündigen japanischen Film im Passage 2 = kein Kino, sondern Leinwand und harte Klappstühle. 

Würde ich dies überleben? Ja - gut war sicherlich dass ich am Donnerstag Abend den letzten Film (The Endless) ausliess und etwas früher schlafen gehen konnte. 

Und somit habe ich den Freitag überlebt! Kagero-Za war im Passage 2 schon eine zähe Angelegenheit (wegen Laufzeit, da Arthouse Kino und unbequemes Sitzen). Mal wieder mit Verspätung gestartet...Passage 2 halt und NIFFF und Organisation! 

Wurde erneut vom gleichen Typ vorgestellt wie bisher alle Filme von Seijun Suzuki in der Retro Reihe.

Die anderen fünf Filme liefen alle im Kino Studio. Zu meiner Überraschung stand ich alle Filme gut durch, ohne gegen das Einschlafen kämpfen zu müssen. 

Von den sechs Filmen landen folgende auf der Wunschliste: Kagero-Za, Fighting Elegy, Grave und natürlich The Autopsy Of Jane Doe, wobei letzterer fast den besten Film des ganzen NIFFF 2017 darstellt. 

Das Wetter war heiss - von Gewitter keine Spur. Interessant: obwohl ich sechs Filme schauen ging habe ich meine zwei NIFFF Kollegen heute nicht einmal zu Gesicht bekommen. Dafür kam mein Kumpel aus Bern für einen Film am Abend ans NIFFF und wir schauten uns einen Film gemeinsam an. Erinnerungen an die guten alten Zeiten wurden wach (Bänkli) und ein schöner Tag ging zu Ende!


The Autopsy Of Jane Doe Review


NIFFF 2017 Spezial



The Autopsy Of Jane Doe

Story:

Eine mysteriöse Leiche gibt einem Vater und Sohn bei der Autopsie Rätsel auf…

Meine Meinung:

Auf The Autopsy Of Jane Doe, einer der wenigen Titel, die mir im Vorfeld bereits bekannt waren, habe ich mich sehr gefreut. 

Der Film stand auf meiner Wunschliste und stellte am 2. letzten NIFFF Tag den sechsten Film dar, den ich heute schauen würde. 

Und das Warten hat sich gelohnt: der Film stellte einen der besten, wenn nicht gar den besten Film des diesjährigen NIFFF dar! Es ist auch immens wichitg als Zuschauer, im Vorfeld so wenig wie möglich über den Inhalt des Filmes zu wissen und auch keine Trailer zu sichten. 

Ich denke, nur so funktioniert der Film so, wie er es bei der Sichtung tat.  Soll heissen:

Extrem spannende, nicht vorhersehbare Story. Keine Längen. Tolles Ende. Der Film war phasenweise sehr spannend, unheimlich und stimmungsvoll. Die Stimmung baut sich langsam auf - man ahnt dass etwas nicht stimmt und etwas Schlimmes passieren wird. Diese Gefühlslage überträgt sich auf den Zuschauer - Gänsehaut garantiert und einige Male lief mir ein kalter Schauer den Rücken hinab. 

Dazu tolles Setting: Vater-Sohn Bestattungsinstitut, abgelegen, einsam. Desweitern agieren die Darsteller glaubhaft und gut in ihren Rollen. Die Effekte (vor allem jene der Autopie) sind auch stark in Szene gesetzt. Man bekommt viele schöne Effekte geboten! 

Alles in allem ein toller Film vom Regisseur von Trollhunter (lief am NIFFF 2011), den ich Fans des phantastischen Kinos nur empfehlen kann! 

Freue mich schon auf die 2. Sichtung auf Blu Ray/DVD!

Infos:

O: The Autopsy Of Jane Doe

Grossbritannien 2016

R: André Øvredal

D: Ophelia Lovibond, Emile Hirsch, Brian Cox, Parker Sawyers

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 86 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. UT. In folgenden Ländern ist der Film u.a. schon auf DVD zu haben: USA, Kanada, Norwegen. In Deutschland noch nicht erhältlich (Stand: Juli 2017).

Ron Goossens Low Budget Stuntman Review


NIFFF 2017 Spezial



Ron Goossens Low Budget Stuntman

Story:

Low-Budget Stuntman und Alkoholiker Ron Goossens (Tim Haars) versucht seine Ehe zu retten. Doch dazu muss er die bekannte Schauspielerin Bo Maerten (spielt sich selbst) rankommen - ein schier unmögliches Unterfangen...

Meine Meinung:

Das Team um New Kids Nitro (der 2012 am Neuchatel International Fantasy Film Festival lief), der besten und derbsten holländischen Komödie seit  Flodder, ist mit diesem Film wieder im Kino zurück. 

Doch das hohe Niveau von New Kids Nitro kann mit  Ron Goossens Low Budget Stuntman nicht erreicht werden.

Grund: dafür ist der Film zu zahm, siegt am Ende die Vernunft (bzw. kann der Film nebst derber Komödie auch als Drama betitelt werden) und ist von den ganzen "Stars" aus New Kids Nitro nur Tim Haars als Hauptdarsteller zurück. Die anderen Stars haben sich nicht blicken lassen. Anders sieht es aus bei Steffen Haars und Flip Van der Kuil, welche Regie führten. Da gab es keine Änderungen. 

Das positive: der Film ist extremst unterhaltsam, kurzweilig und es ist immer was los. Es gibt keine Längen, es gibt natürlich, trotz Dramaanteil und Wandel der Figur (leider weg vom Alkoholiker am Ende), viel bösen und derben Humor und auch viele der Nebenfiguren sind sehr sympathisch und/oder sorgen für Humor. 

Der Soundtrack war okay, aber hier und da nicht ganz nach meinem Geschmack. 

Die Darsteller haben ihre Sache mehr als ordentlich gemacht und hatten sichtlich Spass an ihren Rollen, allen voran natürlich Tim Haars als Ron Goossens. Da fragt man sich mehr als nur einmal, wie die Typen so real drauf sind (auch im Bezug auf New Kids Nitro). 

Fazit: Kann man sich als Fan von derben Komödien, allen voran New Kids Nitro, bedenkenlos ansehen auch wenn dessen Qualität nicht erreicht wird (aber auch unmöglich).

Infos:

O: Ron Goossens Low Budget Stuntman

Holland 2017

R: Steffen Haars, Flip Van der Kuil

D: Tim Haars, Bo Maerten, Michiel Romeyn, Henry van Loon, Thomas Acda, Jos Bakker

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 83 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz. UT. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray Fassung (Stand: Juli 2017).

Grave Review


NIFFF 2017 Spezial



Grave

Story:

Justine (Garance Marillier), eine Vegetarierin, beginnt an der Universität ihre Ausbildung zur Tierärztin. Das Aufnahmeritual der älteren Semester: jeder "Rookie" muss ein rohes Stück Fleisch essen. Dies hat bei Justine unerwartete Folgen...

Meine Meinung:

Auf Raw habe ich mich sehr gefreut. Zur Erinnerung: der Film hätte schon am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Festival) 2016 laufen sollen aber wurde dann kurzfristig aus dem Programm genommen. 

Doch wie ich immer sage: besser spät als nie! So auch hier - Raw war am 2. letzten NIFFF Tag einer der besten Filme und wird es auch auf meine Wunschliste schaffen.

Grund: die originell Ausgangslage und der Verlauf der Story, in welcher es manch böse Überraschung, paar schön eklige Szenen (Tierarzt Ausbildung = perfektes Setting) wie auch bitterbösen Humor (sehr schwarz) gibt und das beste: der Film und Inhalt sind innovativ!

Man merkt es Raw an, dass das franz. Kino einfach seinen "eigenen Charakter" hat. Dies merkt man deutlich an der Figurenzeichnung, dem hypnotischen Soundtrack und der Kompromisslosigkeit, mit welcher die Handlung erzählt wird und auch vor Hauptfiguren und deren Entwicklung/Schicksal nicht halt machen. Der Humor ist zum Glück nur minim, so dass sich der Film und die Veränderungen, die Justine wiederfahren, als sehr intensiv erlebt werden können. 

Fazit: Das franz. Kino ist immer für Innovationen gut, welches es mit Raw eindrucksvoll beweist! Horrorfans können gut einen Blick riskieren...

Infos:

O: Raw

Frankreich, Belgien 2016

R: Julia Ducournau

D: Garance Marillier, Ella Rumpf, Rabah Nait Oufella, Laurent Lucas

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 99 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen UT. Blu Ray Fassungen: im August 2017 soll der Film in England erscheinen, in Frankreich früher (Ende Juli 2017), in Spanien wie in Frankreich, in Schweden erst im Sept. 2017 und in Mexik Anfang August 2017. Eine dt. Fassung ist noch nicht angekündigt (Stand: Juli 2017).

Kung Fu Yoga Review


NIFFF 2017 Spezial



Kung Fu Yoga

Story:

Zwei Professoren (Jackie Chan und Disha Patani) reisen durch diverse Länder (z.B. Dubai) auf der Suche nach einem Schatz (Diamanten). Doch auch ein rebellischer Soldat (Sonu Sood) ist hinter diesem Schatz her und nimmt für diesen auch Leichen in Kauf...

Meine Meinung:

Jackie Chan, ein grosser des HK Kinos - der seinen Erfolg Hong Kong zu verdanken hat. Über 100 Rollen und seit 1961 im Showgeschäft dabei - wird auch jetzt, obwohl über 60 Jahre alt, nicht müde. 

Hong Kong - seit 1997 wieder zu China gehörend - was leider auch die Filmqualität negativ beeinflusst hat. Auch Chans letzte Filme waren oft nicht wirklich toll, teilweise kritisch und vor allem für das chinesische Festland Publikum gemacht - ist ein Film dort ein Hit = gibt es sehr viel Geld, immerhin gibt es Millionen von Chinesen. 

Und darauf fokussiert sich die chinesische Filmindustrie seit Jahren - meist werden 08/15 Blockbuster, voller (teilweise schäbiger) CGI Effekte à la Hollywood auf die Menschheit losgelassen, in welchen nicht selten ein ehemals grosser Star des HK Kinos zu sehen ist - um mit einem bekannten Namen (und ansonsten vielen Darstellern aus China) die Massen zu ködern. 

Das funktioniert - auch weil das Hong Kong Kino nach wie vor auf seine bekannten Namen setzt (Jackie Chan, Andy Lau, Chow Yun Fat, Donnie Yen, Sammo Hung, Jet Li etc.) und Nachfolger nahezu inexistenz sind und das Kung Fu Können nicht selten (leider) durch digitale Effekte, Drahtseile und Doubles (= für mich "verschlimmbessert") in Szene gesetzt bzw. ersetzt wird.

Daher schaue ich mir lieber das alte HK Kino (auch China oder Taiwan) an, denn mit vielen neuen Chinaproduktionen hatte ich Mühe bzw. haben mir wenig gefallen. 

Jackie Chan, der laut Internetaussagen auch kritische Aussagen über Hong Kong (im Bezug auf die Proteste gegen China z.B.) getätigt haben soll und bei einigen Fans als "Hure Chinas" gilt, ist der chinesischen Industrie hörig und dreht einen Film nach dem anderen (oder produziert diese, z.B. den Film Reset 2017) und ist nach wie vor gross im Geschäft. 

Ich persönlich finde man sollte Chans politische Meinung von seiner Qualität als Schauspieler trennen und ich bin nach wie vor für alle seine alten Filme und den Einfluss, welchen er ins Hong Kong Kino brachte, dankbar. Zudem hat er laut Recherchen viele seiner negativen Äusserungen auch dementiert bzw. geäussert dass diese aus dem Kontext gegriffen wurden. Was stimmt und was nicht, lässt sich nicht beweisen. Man sollte also auch vorsichtig sein mit Behauptungen...

Nun aber zu Kung Fu Yoga:

Der Film ähnelt ein wenig dem Film The Myth. Auch damals wurden chinesische und indische Filmthemen und Kulturen zu einem Film geformt, um beide Fanlager ansprechen zu können. 

The Myth habe ich bisher nur 1x gesehen und würde ihn, was ich noch weiss, als durchschnittlich bezeichnen inklusive einer guten Szene (Klebelaufband). 

Leider kann ich dies von Kung Fu Yoga nicht behaupten. Ich habe viel Schlechtes gelesen und auch gesehen (Cover, Plakate, Trailer) und habe auch nichts erwartet - am 2. letzten NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Festival) Tag hatte ich mit Kung Fu Yoga einen Lückenfüller und hoffte dennoch (oder wünschte ich mir), dass der Film vielleicht vereinzelt doch paar gute Szenen haben wird (gerade was Action oder die Choreographie angehen). 

Aber nichts da - der Film ist leider wirklich grottenschlecht - aus meiner Sicht als alter Hong Kong Filmfan gesehen. Die Zuschauer schienen hingegen mehrheitlich stark begeistert, gab mehrfach Applaus. Ich konnte mit dem Film nichts anfangen. 

Es gibt Längen, es gibt viele sehr miese und billige CGI Effekte (praktisch jedes Tier), es gibt viele unsympathische Figuren (leider wirkt auch Jackie Chan selbst nicht charismatisch oder gar sympathisch, das gleiche gilt für Eric Tsang in einer Kurzrolle), schlechte Actionszenen (gilt für wie gefilmt, Hilfsmittel, Realismus, Verbindung mit Humor, Verbindung mit grottenschlechten CGI Szenen), billigen 08/15 Soundtrack, stupide Dialoge, unfreiwillige Komik und dummen Humor der lustig sein soll aber nicht lustig sondern peinlich ist. 

Schade um Namen wie Jackie Chan oder Regisseur Stanley Tong (The Stone Age Warriors). Letzterer war auch für The Myth verantwortlich und drehte auch zuvor mit Chan zusammen. 

Ältere Stanley Tong und Jackie Chan Zusammenarbeiten die sehenswert sind:
First Strike, Rumble In The Bronx, Project S (auch wenn Chan hier nur einen Cameo Auftritt hat) und Police Story 3

Wenn ich mir inklusive 2017 die letzten sieben Jahre ansehe, kann ich eigentlich nur folgende Jackie Chan Filme empfehlen:

Dragon Blade und Shaolin (wobei hier nur Nebenrolle). Chinese Zodiac fand ich okay und vor allem im Finale noch gut - da hatte ich deutlich Schlechteres erwartet (kenne aber auch nur die internationale Fassung). 

Was die Zukunft angeht hört und sieht vor allem der Film The Foreigner mit Ex-James Bond Darsteller Pierce Brosnan gut an (auch der Trailer), allerdings denke ich immer mehr, dass dies Mangelware werden wird...

Fazit: Kung Fu Yoga ist selbst eingefleischten Hardcore Jackie Chan Fans NICHT zu empfehlen da einfach durch und durch ein schlechter Film.

Infos:

O: Gong Fu Yu Jia

China, Indien 2016

R: Stanley Tong

D: Jackie Chan, Disha Patani, Eric Tsang, Sonu Sood, Damian Mavis, Amyra Dastur

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 107 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz. UT. In folgenden Ländern auf DVD schon erhältlich mit englischen UT, Uncut und O-Ton: u.a. Malaysia, Hong Kong und Taiwan. Es gibt noch keine dt. Fassung (Stand: Juli 2017).

Fighting Elegy Review



NIFFF 2017 Spezial



Fighting Elegy

Story:

Japan, Okayama, Mitte der 30er Jahre: der gläubige Kiroku (Hideki Takahashi) steckt in einer Krise: soll er sich zum Soldaten ausbilden lassen, vor Kämpfen nicht halt machen und die strikten Regeln der Ausbildung (welche keine Mädchen gutheissen) befolgen, oder soll er dies sein lassen, studieren und dafür versuchen, das Herz der Nachbarin Michiko (Junko Asano), in welcher er verliebt ist, zu erobern?

Meine Meinung:

Einmal mehr beweist Regisseur Seijun Suzuki (Kagerō-za) dass er unterschiedliche Filme drehen kann.

Fighting Elegy, der sicherlich weniger bekannt ist als seine Werke wie Tokyo Drifter, Branded To Kill oder Youth Of The Beast, zeigt einmal mehr eindrücklich das Talent von Seijun Suzuki auf. 

Der komplett in s/w gedrehte Film liefert mehrere geschichtliche Aspekte (Japan im Imperialismus) und sorgt somit für eine rührende jedoch auch tragische Liebesgeschichte - welche vermischt wird durch Actionszenen (Massenschlägereien), hier und da bisschen Auflockerung durch Humor und dramatische Szenen (Religion Vs. Liebe Vs. Militär), emotional fesselnd (vor allem durch die Klaviermusik von Michik) wirkt.

Mich hat die Liebesgeschichte, da wirklich lieblich aber eben auch sehr tragisch gegen Ende hin, sehr berührt. Das hat der Film jedoch auch dem tollen Duo um Hideki Takahashi und Junko Asano zu verdanken. 

Besonders die Szenen am Ende im Schnee (weisse Landschaften und Schnee wissen die Japaner in Filmen optisch immer so schön einzusetzen) im Finale fand ich ganz stark - einerseits wunderschön, andererseits tieftraurig. 

Die Kampfszenen sind teilweise recht brutal und für das Alter und Budget des Filmes sehenswert in Szene gesetzt. 

Fazit: Für Fans von Regisseur Seijun Suzuki zu empfehlen!

Infos:

O: Kenka erejii

Japan 1966

R: Seijun Suzuki

D: Hideki Takahashi, Junko Asano, Yusuke Kawatsu, Takeshi Katô, Isao Tamagawa

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 86 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen UT. Gibt es u.a. auf DVD in UK / USA (O-Ton, englische Subs, Uncut). In Deutschland lief der Film mind. im Free TV.

Kagerô-za Review


NIFFF 2017 Spezial


Kagerô-za

Story:

Bühnenautor Matsuzaki (Yusaku Matsuda) trifft wiederholt eine unbekannte Frau auf einer Treppe, welche ihn bittet, sie zu begleiten. Es scheint, als die Frau der Frau von Matsuzaks Geldgeber ähnelt. Weiterhin sieht er eine Frau, welche im Spital gestorben ist, nach dessen Tod mehrfach wieder. Matsuzaki weiss nicht mehr wie im geschieht und sein Geldgeber reist auf das Land - zufälligerweise ist auch Matsuzaki auf dem selben Weg, um zu begutachten, wie sich eine Frau und dessen "Lover" umbringen...

Meine Meinung:

Der 2. Teil von Seijun Suzukis "Taishō Roman Trilogy" (Taishō Zeitspanne = Japan 1912-1926) hat mir etwas weniger gut gefallen als Teil eins (Zigeunerweisen).  

Grund: der Film ist phasenweise weniger fesselnd als Teil eins, obwohl minim weniger längere Laufzeit empfand ich das Ansehen als "zäher" (lag vielleicht auch daran, weil erster von sechs Filmen und unbequeme Sitze im "Kino") und der Film ist für das westliche Publikum, welches sich mit japanischen Legenden und Folklore i.d.R. nicht auskennt,  schwerer zugänglich. 

Die Geschichte dieses Arthouse Filmes wird nicht erklärt, vieles ist Interpretation und viele Szenen sind surrealistisch und märchenhaft in Szene gesetzt. Dies wiederrum hat mir gut gefallen. Eine mögliche "Geisterstory", in welcher Seelen geraubt und weitergegeben werden, wird von Beginn an relativ glaubhaft dargestellt und nicht um den heissen Brei geredet. 

Die filmische Erzählweise seitens Regisseur Seijun Suzuki ist gegenüber dem Mainstream untypisch, aber sehenswert und interessant. Die Optik ist, wie so oft in den Filmen des Regisseures, eine Wucht. Die Darsteller machen zudem alle einen ausgezeichneten Job. 

Vor dem Finale gibt es einige Längen - dafür wird man mit einem langen und tollen Bühnenspektakel als Finale belohnt, bevor eine grandiose Schlussszene den Schlusspunkt setzt.

In vielen Reviews wird darauf hingewiesen, dass man die Filme (Taishō Roman Trilogy) optisch "wirken lassen" und sich weniger auf den Inhalt konzentrieren soll, was in diesem Fall sowieso kaum möglich scheint bzw. den Inhalt verstehen zu wollen. Daher mein Tipp: diese Empfehlung berücksichtigen und den Film wirken lassen! 

Fazit: Wem Teil eins gefallen hat, sollte sich den 2. Teil nicht entgehen lassen. 

Infos:

O: Kagerô-za

Japan 1981

R: Seijun Suzuki

D: Yûsaku Matsuda, Michiyo Ôkusu, Mariko Kaga, Katsuo Nakamura, Yoshio Harada

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 139 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen UT. Gibt es u.a. in den USA auf DVD (Uncut, O-Ton, englische Subs). Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2017).