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Samstag, 15. Juli 2017

Update

15.07.17 - Neue Reviews




- Raw Courage

- An Eccentric Person

- The Red Queen Kills Seven Times

Raw Courage Review



Raw Courage

Story:

Ein böser Eunuch besteigt dank Gewalt und Mord den Thron. Ein Baby, welches einmal zum Prinzen aufsteigen wird, kann vorerst in Sicherheit gebracht werden. Shangguan Hsiu Yi (Cheng Pei-Pei) und Chin Chen Hsiung (Wu Fung) erhalten den Auftrag, das Baby zu retten und die frühere Herrschaft wiederherzustellen. Zudem hat Shangguan Rachegefühle, da ihr Vater von den Bösewichten getötet wurde. Auf ihrer Flucht und Reise begegnen sie einem Helden (Yueh Hua), der sie begleitet und sie in ihrem Tun unterstützt. Doch die Feinde (Lee Sau-Kei und Tien Feng) sind ihnen auf den Fersen…


Meine Meinung:

Solide Shaw Brothers Arbeit von Lo Wei. Der Story kann man gut folgen doch leider gibt es hier und da einige Längen. Gegen Ende wird es jedoch besser und auch die Anzahl der Actionszenen nehmen zu.

Es gibt Aussenaufnahmen wie viele tolle Set-Bauten – so dass in dieser Hinsicht für genug Abwechslung gesorgt ist. Den Actionszenen sieht man das Alter des Filmes (1969) an. Die Actionszenen würde ich hauptsächlich als okay bezeichnen, jedoch selten als super oder spektakulär. Nur im Finale wird es besser und vor allem die Kampfszenen von Lee Sau-Kei betreffend waren sehenswert. Er spielt einen Bösewicht, der nur schwer zu besiegen ist (nicht Mal die drei Helden zusammen haben gegen ihn eine Chance).

Mit Blut wird in den Kampfszenen, bis auf das Finale, auch gespart. Die Massenszenen am Ende und die Choreographie waren dann jedoch sehr gut und haben mich überrascht.

Die Figuren sind durchschnittlich bis gut. Einige Figuren und Inhalte (Liebesgeschichte, Rivalität, Aufopferung) sind bisweilen etwas unglaubwürdig und das Handeln einiger Figuren sehr naiv und/oder gar nervend da unpassender Klamauk (Wu Fung, Lee Kwan).

Tien Feng hat mir als 2. Bösewicht gut gefallen. Macht er einfach gut und wenig überraschend, dass er oft Bösewichte gespielt hat. Yueh Hua als Held ist auch immer eine passende Wahl. Kann man nicht viel falsch machen. Cheng Pei-Pei war das Highlight – überzeugt in den Actionszenen wie auch schauspielerisch. Jede Szene mit ihr ist stark und am Ende darf sie gar Emotionen zeigen!

Nicht eine der besten Shaw Brothers Arbeiten, doch durch und durch solide und unterhaltsam. Für jeden Shaw Brothers Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Hu Dan

HK 1969

R: Lo Wei

D: Cheng Pei-Pei, Wu Fung, Yueh Hua, Lee Sau-Kei, Tien Feng

Laufzeit der TW DVD: Ca. 108 Min.

Gesehen am: 02.06.17

Fassungen: Mir lag die DVD aus Taiwan vor = Uncut, sehr gute Bildqualität, O-Ton, englische Subs. Gibt es nicht in Deutschland (Stand: Juni 2017).

An Eccentric Person Review


An Eccentric Person

Story:

Die zwei Taugenichtse Hsiao Lei (Ting Wa Chung) und sein Kumpel (Hui Bat Liu) legen sich mit örtlichen Gangstern an, sind diesen jedoch in Sachen Martial Arts unterlegen. Um deren Meister und Kämpfer (Cliff Ching Ching, Chiang Tao) entgegen stehen zu können werden sie zuerst von einem Meister (Li Min-Chin) und danach von einem 2. Meister (Simon Yuen) trainiert…

Meine Meinung:

Dieser Old School Kung Fu Film aus Taiwan hat mir, obwohl relativ billig und qualitativ teilweise schlechter als andere Filme dieser Art, gut gefallen. Klamauk, Trainingsszenen und Kung Fu sind die Inhalte dieses Streifens.

Nach den Jackie Chan Erfolgen Drunken Master und Snake In The Eagles Shadow kamen unzählige Filme dieser Art – An Eccentric Person ist da nur einer von vielen. Doch immerhin schaffte man es, Beggar So aus Drunken Master, Simon Yuen, für eine grosse Nebenrolle zu verpflichten.

Er spielt quasi die Rolle, welche er auch in beiden Jackie Chan Streifen spielte. Er ist u.a. der Vater von Yuen Woo Ping und wirkte in über 300 Filmen mit (u.a. auch in Iron Bridge Kung-Fu)!

Wer das Genre mag, kann sich gut an dem Film wagen. Alle anderen werden wohl innert wenigen Minuten die Kisten ausstellen…

Die Darsteller sind sonst weniger bekannt und auch weniger talentiert. Nicht jede Kampfszene ist gut – doch gegen Ende drehen sie am Qualitätsschalter und die Szenen werden besser und besser d.h. die Choreographie und die Länge ohne Schnitt auskommend. Vor allem das Finale und die Trainingsszene zuvor machen stark Laune, so dass ich an dem Film, billig hin oder her, Freude hatte.

Tierfreunde aufgepasst - es gibt Hahnenkämpfe im Film zu sehen (wäre in England bestimmt zensiert worden) wobei sichtbar keines der Tiere getötet wird.

Fazit: Für Fans der billigen Wald-und-Wiesen bzw. Old School Kung Fu Komödien zu empfehlen!

Infos:

O: Guai Quan Guai Zhao Guai Shi Fu

Taiwan 1978

R: Chang Chih-Chao

D: Ting Wa Chung, Hui Bat Liu, Li Min-Chin, Simon Yuen, Cliff Ching Ching, Chiang Tao

Laufzeit der TW DVD: 86:50 Min.

Gesehen am: 02.06.17

Fassungen: Mir lag die DVD aus Taiwan vor = mir einzig bekannte Fassung mit O-Ton und englischen Subs und wahrscheinlich Uncut mit einer Laufzeit von 85:50 Minuten. Bildqualität gut, Bild jedoch gezoomt und seitlich nicht vollständig, was das Lesen der englischen UT, gerade bei langen Dialogen, nicht einfach macht. Die deutschen DVDs (Nur Deutsch und Englisch, jedoch kein O-Ton) laufen nur 80 Minuten. Bei einem Unterschied von PAL zu NTSC dürfte die dt. Fassung trotzdem zensiert sein. Titel in Deutschland: Zwei wie Feuer und Zunder.

The Red Queen Kills Seven Times Review



The Red Queen Kills Seven Times

Story:

Kitty Wildenbrück (Barbara Bouchet) und ihr Umfeld geraten in eine blutige Mordserie, für welche eine Figur, Red Queen genannt, geradezu aus einer tödlichen Legende zum Leben erwacht zu sein scheint, verantwortlich ist…

Meine Meinung:

The Red Queen Kills Seven Times kam zu jener Zeit, in welcher viele Regisseure auf den erfolgreichen Giallo Zug aufgesprungen sind.

So ähneln sich teilweise die Inhalte, Auflösungen, Täter und Motive. Zumindest wenn man schon viele Giallos gesehen hat, kommt einem die Auflösung am Ende irgendwie bekannt vor. So auch hier wobei hier exotisch eine Legendengeschichte eingeflochten wurde, um inhaltlich was Neues zu bieten.

Ansonsten bleibt alles beim Alten: Wer ist der Mörder Story, paar Nacktszenen, maskierter Killer, blutige Morde = alles was das Giallo Herz wünscht. Der Film ist toll gefilmt (stilvoll und mit Gothic Anleihen), der Soundtrack passt hervorragend zum Film und die Darsteller machen ihren Job prima. Deutschland als mehrheitliche Drehorte haben zudem auch ihren Reiz.

Trotz 18er Freigabe sollte man trotzdem nicht zu viel Blut erwarten. Unter heutigen Massstäben würde der Film in Deutschland sicherlich ab 16 Jahren freigegeben werden.

Man wird, obwohl inhaltlich nicht viel Neues geoten wird, gut unterhalten und wenn man das Giallo Genre mag, kann man sich problemlos an den Streifen wagen!

Infos:

O: La Dama rossa uccide sette volte

Italien, Deutschland, Monaco 1972

R: Emilio Miraglia

D: Barbara Bouchet, Sybil Danning, Pia Giancaro, Nino Korda

Laufzeit der UK Blu: 99:15 Min.

Gesehen am: 02.06.17

Fassungen: Mir lag die UK Blu Ray von Arrow Video vor = Erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton Ital. mit englischen Subs oder Englisch Dubbed, viele exklusive Extras, Wendecover. Der Film ist selbstverständlich Uncut. In Deutschland bisher nur auf DVD erschienen, Uncut, mit O-Ton aber ohne Subs. Label: Eyecatcher (leider nicht ein seriöses Label, welches sich im Internet auch viele Bootleg Vorwürfe hat anhören müssen).